Exorzisten-Hotline: In Mailand ist der Teufel los


Szene aus dem Hollywood-Hit „Der Exorzist“: Doch passiert so etwas wirklich bei einer Teufelsaustreibung, und wie geht der Geisliche dabei vor? ©cinetext

Die katholische Kirche in Mailand hat eine Exorzisten-Hotline eingerichtet. Grund sei, so die Kirche die stark angestiegene Nachfrage. Monsignore Angelo Mascheroni, Chefexorzist der Diözese teilte mit, dass man die Anzahl der Exorzisten verdoppelt habe.

Mascheroni:

Wir haben viele Anfragen für Namen, Adressen und Telefonnummern bekommen, das ist der Grund, warum wir eine Telefonzentrale in der Kurie von Montag bis Freitag von 2.30 bis 17.00 Uhr eingerichtet haben,…“

Bleibt zu hoffen, dass sich der Teufel an die von der Kurie vorgegebenen Zeit hält und nicht erscheint, wenn niemand den Telefonhörer abnehmen kann.

Menschen in Not rufen an, und damit die Priester nicht zu weit reisen müssen, habe man die Anzahl der Exorzisten von 6 auf 12 erhöht. Mascheroni teilte mit, dass er von einem Exorzisten wisse, der am Tag bis zu 120 Austreibungen vorgenommen habe. Da ist natürlich der Segen sehr kurz gekommen.
Über das Ansteigen der Verdachtsfälle, auf Dämonen-und Teufelsbefall kann der heilige Mann nur Vermutungen anstellen. Er führt an, dass er vermute, dass viele Eltern Schwierigkeiten haben ihre Teenager zu kontrollieren. Die Kids gehen nicht zur Schule oder stehen unter Drogeneinfluss. Aha, also nicht unbedingt ein Dämon oder gar der Teufel höchstselbst, normale Elternprobleme und die Kirche soll helfen. Ein hausgemachtes Problem. Mascheroni warnte davor sich in die Hände von Zauberern zu begeben, die Geld nehmen und letztlich doch nur Scharlatane seien. Nun gut, es dürfte in der Sache völlig egal sein, ob man sich in die Hände eines Zauberers begibt oder aber katholische Scharlatane an sein Kind heranlässt, die Ergebnisse dürften gleich sein.
Wahre, teuflische Phänomene sind nach der Erfahrung des Herrn sehr selten. „Psychische Phänomene, psychische und psychiatrische Störungen“ seien oftmals die Ursache für auffälliges Verhalten.

Gabriele Amorth, der Chef-Exorzist des Vatikans behauptet, in den letzten 25 Jahren, ca. 70.000 Fälle von Besessenheit behandelt zu haben, natürlich mit Erfolg. Die Vertuschung des Todes von Alois Estermann, dem Kommandanten der Schweizer Garde im Vatikan 1998,  sei auch satanisches Verhalten gewesen. Und übrigens, das Lesen von Harry-Potter-Romanen führe ebenso zu bösem Verhalten.

The Independent

3 Comments

  1. Es war nicht nur Anneliese Michels, sondern viel mehr

    Der Tod von Anneliese Michels 1976 gilt Unfall der RKK Exorzisten mit Bischof Josef Stangl, Pfarrer Ernst Alt und Salvadorianer Arnold Renz. Die 84 Tonkassetten zum Exorzismus belegen eine bewusste Inszenierung des RKK-Klerus. Die Kreuzigung der Nonne Maricica Irina Comici 2005 durch die Priester Daniel Corogeanu und die Nonnen Anastasia, Siluana, Bahomia gilt ebenso als „Unfall“. Die Beteiligen beteuern ohne Schuld in Gottes Auftrag zu handeln, sie erhalten hohe Gefängnisstrafen. In Woronesch reißt ein Lehrerehepaar der Tochter die Därme aus dem Leib, weil der Ehemann der Teufel ist und warten auf die Auferstehung der Toten.

    Der Exorzismus als Schamanentum der Bronzezeit ist Unwissen, das jeder RKK-Analphabet als Kind erlernt. Die Sekte der Pius Kinderficker weiht Studenten zu Exorzisten. Eine Handvoll von Beschwörungsformeln mit bizarrer Kostümierung reichen als Qualifikation. Die Austreibung der Dämonen erfolgt nach Pater Amorth durch Beichte, heilige Messe, eucharistisches Beten und Kommunion. Nur treue Religioten der Kinderficker Sekte leiden unter Dämonen, normale Menschen bekommen Aspirin, Antidepressiva, Psychopharmaka oder notfalls die Gummizelle.

    Liken

  2. Traktat über die drei Betrüger – Felix Meiner Verlag
    [Moses, Jesus, Mohammed]
    Falsche Vorstellungen von der Gottheit, die man gebildet hat, weil man zu schwach ist, den gesunden Menschenverstand und die Vernunft zu Rate zu ziehen, und stattdessen den Meinungen, Einbildungen und Hirngespinsten von Leuten Glauben schenkt, deren Interesse es ist, das Volk zu täuschen und in Unwissenheit und Aberglauben zu halten.“

    Das Resultat ist Exorzismus

    Liken

  3. Schon fast bewundernswert wie die Italiener das alles wegstecken. Den unfehlbaren Stellvertreter Gottes und seine glaubensbewahrende Verwaltung samt ihrem menschenverdummenden Affenzirkus, mitten im Land. Dann solche Politiker Typen vom Schlage Berlusconis, ganz zu schweigen von der Mafia und als Leckerlie jetzt noch die Aufstockung von 6 auf 12 Teufelsaustreiber (und das nur alleine in Mailand). Aber wahrscheinlich ist das ja notwendig. Bei so vielen pathogenen Einwirkungen auf menschliche Gemüter, müssen diese ja Schaden erleiden. Die beschützende, seelenrettende, ewige „Mutter Kirche“, wird in kommender Zeit das Heer der Dämonenvertreiber sicherlich und mit großer Freude, noch öfters aufzustocken wissen.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.