Facebook: J. Hagees beliebter evangelikaler Zionismus und Christians United for Israel

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HP der Cornerstone Church, Screenshot brightsblog

John Hagee ist wohl einer der einflussreichsten Evangelikalen in den USA. Seine Cornerstone Church in San Antonio, Texas kann man durchaus als Megachurch bezeichnen. Wir erinnern uns an seine Christians United for Israel. Mit dieser Organisation war Hagee einer der ersten, der die Nische des evangelikalen Zionismus besetzt hatte.

Der christliche Endkampf zwischen Gut und Böse und der Wiederkehr Jesu auf Erden wird in Israel stattfinden, so Hagees Überzeugung. Wiederholt hat er in der Vergangenheit den Einsatz von Kernwaffen gegen den Iran gefordert, er will die totale Vernichtung aller Feinde, die Israel so „tödlich“ bedrohen. Die jüdische Religion ist dabei nur Mittel zum Zweck, Transportmittel der gemeinsamen Feindschaft gegen die islamische Welt des Nahen und Mittleren Ostens. Hagee fürchtet den Teufel mehr als die vernichtende Kraft der nuklearen Sonnen mit denen er die Feinde der Christenheit auslöschen will. Insofern interessiert ihn das Judentum nicht. Nach der nuklearen Vernichtung der Feinde Israels wird Jesu auf der Erde wandeln und das Reich Gottes errichten. Das Judentum spielt dann keine Rolle mehr.

Auf Facebook hat nun Hagees Christian United for Israel(CUFI) mehr als eine Million likes bekommen. Der jüngste Konflikt um Gaza hat die bedeutende Rolle der sozialen Netzwerke für die öffentliche Meinungsbildung deutlich gemacht. CUFI versteht sich als Ankläger für die Sache Israels im Nahen Osten. Die CUFI-Seite auf Facebook gehört zu den aktivsten Webseiten überhaupt und liegt an 31. Stelle aller non-profit Organisationen auf Facebook. Über 40 Veranstaltungen, in der realen Welt, sind Bestandteil der Öffentlichkeittarbeit der Organisation.

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Russland: Der Maya-Kalender und esoterische Neurosen

Maya-Kalender, Bild: fb/sein.de
Maya-Kalender, Bild: fb/sein.de

Die gute Nachricht gleich am Anfang. Die Fortsetzung des Maya-Kalenders wurde gefunden. Damit ist hinlänglich bewiesen, dass die Erde nicht am 21.12.2012 untergehen wird. Die Esos könnten aufatmen, wenn denn so etwas wie Vernunft in ihrem Denken Eingang finden würde.

Die Steintafeln der Mayas üben eine unglaubliche Faszination für Esos jedweder Art aus. Vernünftige Menschen legen sich, wenn ein Kalender das Ende seiner Zeitzählung erreicht hat einen neuen zu. Die Esos nicht. Die brauchen jahrhunderte alte Steintafeln und glauben daran. Ich warte auf den Tag an dem die ersten Christen-Fundis Jesus-Muster erkennen wollen.

In Russland nun hat ein verzweifelter Weltuntergangfanatiker, mit einer Hantel 4 Menschen angegriffen. Vor lauter Verwirrung schlug er mit einer 2,5kg schweren Hantel auf die Opfer ein. Alle 4 mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ein dreijähriges Kind war kurzzeitig im Koma.

Den Anlass nahmen sich russische Politiker zu Herzen und verlangten einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Thematik in den Medien. Die Medien sind schuld. Das die Menschen sich in ihrem religiösen Wahn sinnsuchend eigene Ikonen schaffen erkennen sie nicht.

Esoterik News

Jerome Segal: “Als Jude sage ich, Beschneidung ist barbarisch”

IN WIEN WAGEN JUDEN NICHT, SICH ÖFFENTLICH GEGEN BESCHNEIDUNG AUSZUSPRECHEN. Jerome Segal, Universitätsdozent in Wien und Assistenzprofessor an der Pariser Sorbonne, ist Jude, Atheist und Beschneidungsgegner.

CHANGE TV

Seine Söhne ließ er nicht beschneiden, denn für ihn wäre dies ein “grausamer und barbarischer Akt”. Auch andere Thora-Vorschriften, etwa Todesstrafe bei Ehebruch, werden nicht mehr angewendet. Für die Beschneidung gibt es das jüdische “Brit Schalom” Ritual, das in Israel und den USA immer häufiger angewendet wird, hier wird Beschneidung nur symbolisch durchgeführt. In Wien hingegen sei der soziale Druck in der israelitischen Kultursgemeinde dermaßen hoch, dass niemand es wage, sich öffentlich gegen Beschneidung zu äußern. Wer seine Buben nicht beschneiden lässt, verheimlicht dies, aus Sorge, dass ihnen beispielsweise der Besuch einer jüdischen Schule in Wien verwehrt wird.

Katholisch Glauben im World Wide Web

Teile der katholischen Kirche entdecken das World Wide Web. (Bild: Stock.XCHNG / Daniel V.)

Immer mehr Menschen kommunizieren über das Internet und tauschen in sozialen Netzwerken Ideen und Gedanken aus – auch über ihren Glauben. Dass man über das Internet auch jene erreicht, die nicht in den Gottesdienst gehen, diesen Vorteil haben nun auch Teile der katholischen Kirche entdeckt.

Von Thomas MiggeDeutschlandfunk

„Das hilft doch ungemein, sich mit den Leuten so in Verbindung zu setzen. Vor allem mit jungen Leuten. Ich sehe das doch in meiner direkten Umgebung: Wenn ich junge Leute persönlich anspreche, reagieren sie nicht immer, aber im Netz, da reagieren sie sofort.“

Schwester Anna Maria ist in Rom in der Jugendarbeit tätig: Sie hat es mit Schulabbrechern zu tun, mit Gymnasiasten, die Probleme zuhause haben und mit Jugendlichen aus sozial schwachen Verhältnissen. Seit sich die Franziskanerin einen Computer zugelegt hat und damit auch umgehen kann, steht sie viel intensiver als zuvor mit ihren jungen Ansprechpartnern in Kontakt. Die Ordensfrau war davon so überrascht, dass sie für ihre Mitschwestern sogleich einen Computerkurs organisierte. Denn: Unter italienischen Ordensleuten ist es alles andere als die Regel im World Wide Web präsent zu sein.

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Piraten Schweiz: Shitstorm – Religion ist Geisteskrankheit

In Anlehnung an Goethes Faust spricht Thomas Bruderer von «Gretchengate»: Seine harsche Religionskritik löste inner- und ausserhalb der Piratenpartei rege Diskussionen aus. (Bild: Keystone)

Für Thomas Bruderer ist Religion eine Geisteskrankheit. Die Aussage sorgt innerhalb seiner Piratenpartei für Wirbel – lässt aber auch die Mitgliederzahl ansteigen.

Von Simon Hehli 20 minuten ONLINE

Dass die Evangelikalen an Thomas Bruderers harter Religionskritik keine Freude haben würden, war zu erwarten. Der Chef der Piratenpartei sei zu weit gegangen und beleidige andersdenkende Menschen, schreibt die Schweizerische Evangelische Allianz. Doch auch innerhalb der Partei gibt es Kritik.

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