Lennox dilettiert in Sachen Atheismus-oder die Blindheit des rechten Auges


Der Mathematik-Professor und Apologet aus Oxford John Lennox sprach am Mittwoch in der Matthäuskirche in München über den „Neuen Atheismus“ Foto: pro

Rund 1.200 Plätze fasst die Matthäuskirche in München, und jeder dieser Plätze war am vergangenen Mittwoch belegt. Der Autor des Bestsellers „Hat die Wissenschaft Gott begraben?“ sprach über den Atheismus. Ein Thema, das zur Verwunderung des Iren gerade in Deutschland viele Menschen interessiert.

pro Medienmagazin

John C. Lennox ist bekennender Christ. Er ist aber auch Naturwissenschaftler. Und wenn man ihm glaubt, so scheint es kein feindlicheres Gebiet für einen Christen zu geben als unter der Weltelite der Naturwissenschaft. Hier lauten die Parolen: Der Feind ist Gott, die Religion vergiftet alles, oder: Gott ist an allem Schuld. „Neuer Atheismus“ nennt sich diese Bewegen mit dem Biologen Richard Dawkins an der Spitze.

Was kann man antworten, wenn schlaue Köpfe wie Dawkins mit Büchern wie „Der Gotteswahn“ oder „Die Schöpfungslüge“ zum neuen Atheismus aufrufen? Lennox antwortet mit einer Gegenfrage: Wenn Gott nicht existiert, woher kommt die Quelle von Ethik und Moral? Laut dem Mathematikprofessor aus Oxford sind Naturwissenschaft und christlicher Glaube kein Widerspruch, im Gegenteil, für ihn ist der Glaube Voraussetzung für die Naturwissenschaft.

weiterlesen

2 Comments

  1. Für die seit 50 Mill. Jahren in Gesellschaftclans lebenden frühen Hominiden und Primaten ist die Akzeptanz eines Führers unverzichtbar, der Drang im Clan erfolgreich zu sein und andere zu dominieren ist genetisch verankert. Ethik, Altruismus aber auch krasser Egoismus sind Teile der gesellschaftlichen Evolution verankert im emotional limbischen Stammhirn, ermöglicht durch das aus 9 Aminosäuren bestehende Hormon Oxytocin als Botenstoff der Nervenzellen. Die Primatenclans kennen Hilfsbereitschaft, Empathie, Traditionen, Allianzen, Egoismus und Gewalt als Kultur durch Kommunikation und Erfahrung. Bei Hominiden und Primaten wird dies kulturell gefestigt und vererbt, sie studieren dazu kein „Heiliges Buch“ und beten keinen Gott an.

    Die Religioten reden beim Atheismus immer von einem besonderen oder auch anderem Glauben. Einfach an NICHTS zu glauben und den ganzen Humbug als solchen anzusehen, das scheint ihnen nach der intensiven Gehirnwäsche nicht mehr möglich zu sein. Das Religion fast alles vergiftet, das wird täglich neu bewiesen.

    Demokratie auf Basis von Wissen, Toleranz, Respekt und freiem Willen ist keine 200 Jahre alt. In der Religiotie ist Demokratie unmöglich, die Clangesellschaft mit Despotismus, Nepotismus, Göttern, Dämonen, Betrügern und geistig Irren als Führer ist seit Jahrtausenden die Norm. Gut 25% der Menschen akzeptieren die selbst ernannten Oberhirten, die pseudo-demokratisch ihre Unfähigkeit durch all-wissend, all-fähig und dem paranoiden Auserwählt-Syndrom belegen. Despotismus verhindert jedes freie Denken und Handeln, eine Mischung diverser Kulturen in friedlicher Co-operation wird unmöglich. Soziopathische Perversion, Gewalt, Mord, heilige Kriege, Ausbeutung Andersdenkender ist als „gute Tat“ von Gott gewollt und schafft so die Akzeptanz von Gewalt. Im Zirkelschluss sind nur Gläubige fähig Gottes Willen zu erkennen.

    Gefällt mir

  2. Für wen spricht der eigentich? Ich bin Naturwissenschaftler und schere mich null um das Konzept „Gott“. Und allen meinen Kollegen geht es genauso. Wir haben wichtigeres zu tun als uns mit einem Hirngespinst zu beschäftigen. Offenbar kapieren Religiöse nicht, dass es viele Leute gibt die prima ohne den unsichtbaren Freund auskommen. Und das mit der Moral, die ohne Götzenanbetung angeblich nicht existiert, ist ja wohl ein alter, längst wider(bzw abge)legter Hut.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.