Militärseelsorge: Gott lässt leichter sterben

Bild:ISAF Headquarters Public Affairs Office

Michael Kardinal v. Faulhaber, Erzbischof von München und Freising

Die Kanonen des Krieges sind Sprachrohre der rufenden Gnade Gottes.Krieg ist der Triumph der sittlichen Weltordnung

Das Spannungsfeld von Religion und Gewalt stand im Mittelpunkt eines Studientages des „Instituts für Religion und Frieden“ und des Forums für Weltreligionen in der Landesverteidigungsakademie am Mittwoch in Wien. Der Studientag stand unter dem Titel „Der gefallene Gott? Religion und Atheismus im Gefolge bewaffneter Konflikte“. Zur Sprache kamen dabei aktuelle militärische Konfliktherde und die Rolle, die der Religion in diesen Konflikten zukommt – wie etwa gegenwärtig in Syrien – aber auch Fragen religiös verbrämter Gewalt.

kathweb

So unterstrichen Bischofsvikar Werner Freistetter, Militärpfarrer Harald Tripp, der orthodoxe Militärseelsorger Alexander Lapin und der ehemalige Generaltruppeninspektor Karl Majcen unisono, dass die Religionen dem Militär gerade angesichts des Friedensdienstes, den Soldaten leisten, nicht ablehnend oder gar feindselig begegnen sollten.

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Die Jesus-Verschwörung

Christus mit Eselskopf. Ein Bildnis aus dem dritten Jahrhundert. Fotos: pa/akg-images, bpk/RMN/Hervé Lewandowski – Foto: picture alliance / akg-images

Die frühen Christen galten als Sekte mit absonderlichen Riten, die sie im Verborgenen pflegten. Wer sich dazu bekannte, dem drohte der Tod. Trotzdem wurde ihr Glauben für viele attraktiv. Eine Aufklärung.

Von Daniel BühlerDER TAGESSPIEGEL

Christianus sum. Ich bin ein Christ.“ Es muss heiß gewesen sein im Gerichtssaal des Prokonsuls Publius Vigellius Saturninus, römischer Statthalter in Nordafrika, als er am 17. Juli des Jahres 180 das Bekenntnis eines Mannes namens Speratus entgegennahm. Speratus dürfte der Schweiß auf der Stirn gestanden haben – nicht nur wegen der Hitze, auch vor Angst. Denn wer vor Gericht bekannte, Christ zu sein, dem drohte die Todesstrafe.

Die sieben Männer und fünf Frauen stammten aus der Stadt Scilium im heutigen Tunesien, sie alle hatten sich als Christen bekannt. „Lasst doch ab von den Narreteien“, rief der Statthalter verärgert und bot der Gruppe 30 Tage Bedenkzeit an.

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Wolfgang Thierse: Dodo des Monats November 2012

Dodo des Monat November 2012
Dodo des Monat November 2012

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Drei Dodos in einem Jahr, zwei davon in zwei aufeinanderfolgenden Monaten. Eine reife Leistung. Noch keiner hat soviel religiösen Müll in so kurzer Zeit verkündet wie der Herr Thierse. Da wo der Mann auftritt stinkt es nach Weihrauch, sieht man Schluckbildchen und Schabmadonnen. Untertanen-Verblödung pur.

Im Jahre 1959 gab sich die SPD mit dem Godesberger Programm ein neues Outfit. Weg von der sozialistischen ungläubigen Arbeiterpartei, hin zur glaubenden Volkspartei. Die „Cs“ für die Christenparteien waren vergeben, also blieb man einlullend und heuchlerisch bei der „Sozialistischen“ Attributierung. Nach fast einhundert Jahren Existenz hielt Jesus Einzug ins Parteiprogramm. Zur pragmatischen Verlogenheit der Sozis kam nun die religiöse hinzu. Sozialist Willy Brandt wurde weggeputscht, Helmut Schmidt noch weitestgehend säkular eingestellt hat sich auch nicht lange gehalten. Heute sehen wir in der SPD eine Schattenpartei der Christdemokraten. Sprechblase Gabriel, Betschwester Nahles, Steinbrück, der seinem Unglauben abschwor und wieder unter die priesterliche Soutane kroch und Wolfgang Thierse. Betonkopf-Katholik nuschelt er die Botschaften des Herrn ins Mikro, so denn ihm eins unter die Nase gehalten wird. Ganz schlimm wird es, gibt man ihm Zeit und Raum in einem Printmedium, wie jüngst bei DER ZEIT. Da wird Geschichte gefälscht, Fakten verdreht und Feindbilder verkündet, da kommt der überquellende Hass aufs Sozialistische zum Ausbruch. In der amerikanischen Sprache gibt es dafür den schönen Begriff „Bullshistic.“ Der beschreibt genau das, was Thierse sagt und meint, politisch-religiös verbrämte Halb-und Unwahrheiten.

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Österreich: Stadler verklagt „Staatskünstler“ wegen Kirchenschändung

Ewald Stadler (2006), Bild: wikipedia/pressemappe

Der BZÖ-Europaabgeordnete und konservative Katholik Ewald Stadler erstattet Anzeige gegen die ORF-„Staatskünstler“. Grund dafür ist ein Auftritt von Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba im St. Pöltner Dom. Die Komiker ahmten im November für das ORF-Comedy-Format einen Auftritt der kremlkritischen Band Pussy Riot nach. Stadler sprach in einer Aussendung von einem „Skandal unerhörten Ausmaßes“ sowie „Kirchenschändung“ und kündigte eine Strafanzeige wegen Herabwürdigung religiöser Lehren an.

News.at

Maurer, Palfrader und Scheuber hatten vor dem Altar des St. Pöltner Doms mit Pussy Riot-Masken getanzt, die „Himmelmutter“ angerufen und in ihre Persiflage darauf hingewiesen, dass man in Niederösterreich auch jemanden anderen als Landeshauptmann Erwin Pröll wählen könnte. Laut dem katholischen Gloria TV soll der ORF dafür erst nachträglich um eine Drehgenehmigung angesucht haben, die von der Diöszese St. Pölten aber nicht erteilt wurde. Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng soll sich wegen des Auftritts inzwischen bei ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz beschwert haben.

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Deutscher Rechtsstaat und islamische Paralleljustiz

Bild: dpa

Selbst ernannte „Friedensrichter“ verhandeln Scheidungen und vereiteln Strafverfahren. Einspruch!, ruft die muslimische Juristin Seyran Ateş.

Von Seyran AteşZEIT ONLINE

Nach den Themen Zwangsheirat und Ehrenmorde wird uns in den nächsten Jahren das Thema Islamische Paralleljustiz Kopfschmerzen bereiten. Denn die Gefahr einer parallelen islamischen Rechtsprechung im Schatten der Demokratie ist akut.

Nur Ignoranten verschließen die Augen davor, dass inzwischen in einigen deutschen Großstädten wie Berlin und Bremen sogenannte Friedensrichter unter Umgehung deutscher Gerichte Strafanzeigen und Verurteilungen vereiteln.

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