Die Jesus-Verschwörung


Christus mit Eselskopf. Ein Bildnis aus dem dritten Jahrhundert. Fotos: pa/akg-images, bpk/RMN/Hervé Lewandowski – Foto: picture alliance / akg-images

Die frühen Christen galten als Sekte mit absonderlichen Riten, die sie im Verborgenen pflegten. Wer sich dazu bekannte, dem drohte der Tod. Trotzdem wurde ihr Glauben für viele attraktiv. Eine Aufklärung.

Von Daniel BühlerDER TAGESSPIEGEL

Christianus sum. Ich bin ein Christ.“ Es muss heiß gewesen sein im Gerichtssaal des Prokonsuls Publius Vigellius Saturninus, römischer Statthalter in Nordafrika, als er am 17. Juli des Jahres 180 das Bekenntnis eines Mannes namens Speratus entgegennahm. Speratus dürfte der Schweiß auf der Stirn gestanden haben – nicht nur wegen der Hitze, auch vor Angst. Denn wer vor Gericht bekannte, Christ zu sein, dem drohte die Todesstrafe.

Die sieben Männer und fünf Frauen stammten aus der Stadt Scilium im heutigen Tunesien, sie alle hatten sich als Christen bekannt. „Lasst doch ab von den Narreteien“, rief der Statthalter verärgert und bot der Gruppe 30 Tage Bedenkzeit an.

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1 Comment

  1. Welche frühen Christen, es gibt keine prüfbaren Erwähnungen vor dieser Zeit

    Irinäus von Lyon erwähnt 180 n.C. die 4 Hauptevangelien, in seiner Bischofsliste existiert weder Petrus noch Philemon, Judas, Johannes oder Marcion. Späte RKK Dokumente verorten sogar einen Bischof Petrus (33-67n.C.) nach Judäa, Apostel Paulus und Flavius Josephus erwähnen weder Petrus noch Jesus. König Herodes ist schon 40 Jahre tot, sein Herodes Tempel wird erst 20 Jahre nach seinem Tod begonnen, es gab nie eine Volkszählung in Galiläa, Nazareth wird erstmalig nach 300 n.C. erwähnt, vorher existierte es nicht. Der Jesusmythos kopiert 1800 Jahre ältere Kulte aus Baktrien, den Titel des Baal-Priesters Pontifex Maximus ursupiert der Bischof von Rom und nennt sich Stellvertreter Gottes.

    Josephus Ben Matthias, Sohn eines Priesters aus Jerusalem, reist mit Titus Flavius Vespasian 68 n.C. nach Rom, wird Bürger Roms und schreibt in Aramäisch 79 n.C. „History Of The Destruction Of Jerusalem“ sowie 94 n.C „Antiquities of the Jews“, wobei das letzte Werk den Talmud nutzt. Die Antiquities dienen den Phantasten der Evangelien als Quelle, die Schreiberlinge kennen Palästina nicht, sprechen weder Aramäisch noch das sakrale Mittelhebräisch und kennen keine jüdischen Bräuche.

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