Der deutsche Rechtsstaat ist in Gefahr!

JustitiaSo wollen uns religiös verbrämte Juristen und Religionswissenschaftler mit philosophischen Bezug glauben machen. Der Grund ist schnell ausgemacht, es sind die Friedensrichter, die, selbsternannt, Ehescheidungen regeln sollen und nach Seyran Ateş auch Strafverfahren vereiteln. Nach Zwangsheiraten und Ehrenmorden nun die Problematik des Rechts auf der Grundlage der Scharia. Der Aufschrei es handele sich um islamische Paralleljustiz scheint gerechtfertigt. Ist aber nicht die ganze Wahrheit, die ist komplexer und vielschichtiger als dargestellt und angenommen wird.

Christine Schirrmacher hält in ihrem Antrittsvortrag zum Abschluss ihres Habilitationsverfahrens an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn ähnliche Thesen aufrecht. Wenn Seyran Ateş ihre Stimme erhebt ist das menschlich verstehbar, Morddrohungen gegen sie und ihre Familie lassen emotionale Einlassungen zu, juristisch betrachtet haben Emotionen aber keine Rolle zu spielen, wenn es um Einschätzungen geht, ob Justitia in Deutschland religiös missbraucht wird, oder aber extra-legale Rechtskonstrukte eine Rolle spielen.

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Vatikan muss Tradition der Beschneidung respektieren

Gerhard L. Müller links im Bild
Gerhard L. Müller links im Bild

Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, bezeichnet die Beschneidung als jüdische und islamische Tradition, „die wir respektieren müssen“.

Die Presse.com

Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat Kritik an der Beschneidung von Buben aus religiösen Gründen zurückgewiesen. „Bei einer Beschneidung geht es weder um Verstümmelung noch ist es ein Eingriff in die Menschenrechte“, sagte Müller in einem Interview mit dem Münchner Nachrichtenmagazin „Focus“. Es handle sich um eine jüdische und islamische Tradition, „die wir respektieren müssen“.

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Die Türkei und das Christentum

Bild: The European

Angst vor Übergriffen, Ringen um Recht und Besitz: Für die Christen in der Türkei hat sich unter Erdoğan wenig verbessert

Von Boris KálnokyDIE WELT

Seit etwas mehr als zehn Jahren regiert in der Türkei eine islamisch gesinnte Regierung. Was das für die Christen des Landes bedeutete, darüber waren die Meinungen von Anfang an gespalten. Würde sich ihre Lage verbessern, weil eine religiös geprägte Regierung auch anderen Religionen entgegenkommen könnte? Oder würde sie sich verschlechtern, so wie christliche Gemeinschaften in vielen islamischen Ländern unter starkem Druck stehen?

„Grundsätzlich ist es schon so, dass diese Regierung Religion positiv sieht, und das macht sich auch in dem einen oder anderen EntgegenkommenErdoğan gegenüber christlichen Gemeinschaften bemerkbar“, sagt Franz Kangler, Priester der (österreichischen) katholischen St. Georgs-Kirche in Istanbul. Aber es gebe nach wie vor beunruhigende Tendenzen – etwa die Gerichtsentscheidungen gegen das aramäische Kloster Gabriel Mor. Im Juni hatte das Oberste Gericht der Türkei frühere Gerichtsentscheidungen bestätigt, wonach Land um und in dem Kloster dem türkischen Staat gehöre. Land, welches immer als Besitz des Klosters gegolten hatte und für das auch immer Steuern gezahlt worden waren.

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