EKD bigott: Schluss mit Gewalt im Weihnachts-Fernsehprogramm

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Screenshot: brightsblog

Mehr als 55 Stunden brutale Filme im Weihnachtsprogramm. Gegenüber der Fernsehzeitschrift auf einen Blick kritisiert die Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Fernsehsender:

pttext.de -Lokale Pressemitteilungen

 

„Wir wünschen uns, dass an Weihnachten ganz auf Action und Gewalt im Fernsehen verzichtet wird“, erklärt Oberkirchenrat Markus Bräuer, Medienbeauftragter der EKD. „Wir als Kirche würden es sehr begrüßen, wenn die Sender freiwillig ein Bekenntnis zu den Werten und dem Inhalt des Weihnachtsfestes abgeben, das für Frieden und Gewaltlosigkeit steht, für die Liebe Gottes unter den Menschen“, so Bräuer weiter in der aktuellen auf einen Blick. Die Sender hätten ja mit Sicherheit genügend hervorragende weihnachtstaugliche Filme in den Archiven.

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Der Pappa twittert auf @pontifex

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Bild: @Mister_Psycho Twitter

Seit Gestern nun ist der Papst auf Twitter aktiv geworden. Über eine Million Follower, die seine Banalitäten ganz toll finden. Die eine oder andere Nachrichten-Agentur dürfte dabei sein, will man doch den theologisch letzten Schluss der römischen Spukgestalt sofort in die Welt schicken.

Unter Nutzung neuester Technologie, Elektrizität, wissenschaftlich-technischer Erkenntnisse werden nun Jesus-Botschaften aus erster Hand in die Welt gezwitschert. Wie das in Einklang mit den Intentionen der Bibel zu bringen ist, weiß allein der Vizegott und sein göttliches Pendant. 30.800 Follower folgen dem deutschsprachigen Account der Spukgestalt. Mehr als dünn.

Die Inhalte päpstlicher Twitterei sind dann auch entsprechend sinnfrei:

Benedikt XVI@Pontifex_de

Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich euch.

Benedikt XVI@Pontifex_de

Wie können wir das Jahr des Glaubens in unserem Alltag besser leben?

Benedikt XVI@Pontifex_de

Sprich mit Jesus im Gebet. Hör Jesus zu, der im Evangelium zu dir spricht. Finde Jesus in den Notleidenden.

Benedikt XVI@Pontifex_de

Wie können wir den Glauben an Christus in einer Welt ohne Hoffnung leben?

Benedikt XVI@Pontifex_de

Wer glaubt, ist bestimmt nicht allein. Gott ist der sichere Fels. Auf ihm können wir das Leben aufbauen. Seine Liebe bleibt immer treu.

Benedikt XVI@Pontifex_de

Habt ihr eine Idee, wie wir trotz allem Trubel in Arbeit, Familie und Welt treuer im Gebet sein können?

Benedikt XVI@Pontifex_de

Mach alles, was du tust, für den Herrn. Bitte ihn, dass er dir hilft in jeder Lebenslage. Denk daran, er ist immer bei dir.

Wie wohl der Heilige Isidor von Sevilla darüber denkt, ist er doch immerhin der Schutzheilige des Internets. Ernannt, in diese so verantwortungsvolle Position, durch den Vorgänger des heutigen Papstes. Isidor ist 636 verstorben und dürfte Ahnung haben, vom Internet, nämlich überhaupt keine. Katholischer Mummenschanz allerorten.

Rudlof Bultmann, Theologe:

„Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muß sich klar machen, dass er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.“

Ich lass mich sofort taufen, wenn es dem Papst gelingt seine Botschaften per Gebet zu twittern.

Bundestag erlaubt rituelle Beschneidungen

bundestag_zirkumzisionReligiös motivierte Beschneidungen von Säuglingen bleiben erlaubt. Das beschloss der Bundestag mit großer Mehrheit. In der vorangegangenen Debatte wurde bis zuletzt über Details gestritten.

Süddeutsche.de

Der Bundestag hat mit großer Mehrheit das Gesetz zur rituellen Beschneidung von Jungen jüdischen und muslimischen Glaubens beschlossen. 434 der Abgeordneten stimmten am Mittwoch in namentlichen Abstimmung für den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf. 100 stimmten dagegen, 46 enthielten sich. Mit dem Gesetz wird klargestellt, dass Eltern das Recht haben, ihre Söhne unter Einhaltung bestimmter Standards schon kurz nach der Geburt beschneiden zu lassen.

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Namentliche Abstimmung_Beschneidung im Bundestag(pdf)

American Atheists: „Keep the Merry – Dump the Myth“

AAAAuftakt zum großen Weihnachtsspektakel der Ungläubigen: In New York haben Atheisten ein provozierendes Plakat aufgehängt und alle Religionsmüden aufgefordert, endlich Farbe zu bekennen. Christmas könne auch ohne Christus verdammt viel Spaß machen, so ihre Überzeugung.

SpON

 

Was haben der Weihnachtsmann, Jesus, Satan und Poseidon gemeinsam? Nicht viel, sagen die einen. Etwas sehr Elementares, sagen die anderen. Bei allen vieren handele es sich um Mythen, Götzenbilder, Sagengestalten.

Im vergangenen Jahr sorgte die US-amerikanische Atheistenvereinigung mit genau diesem Vergleich für Unmut unter Christen im Bundesstaat New Jersey. Mit Unverständnis erinnert sich ein Gemeindepfarrer an die „dumme und vulgäre“ Aktion, bei der die Genannten als Götzenbilder des (Aber-)Glaubens über einen Kamm geschoren wurden.

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Animal Microencephalic Lumps – Tierklumpen mit Kleinsthirn

Kopflos in der Melkanlage: So wie in diesem niederländischen Betrieb werden sogenannte Hochleistungskühe in den Großbetrieben gehalten und gemolken – eingepfercht und vollautomatisch. Foto: Keijser/Hollandse Hoogte/laif

Blind, taub und regungslos und unfähig zu leiden: Mittels Gentechnik könnte es bald solche viehischen Maschinen geben, die Fleisch und Milch im Akkord produzieren. Darf der Mensch Tiere so ausbeuten?

Von Erwin KochDIE WELT

Wir denken uns eine Kuh, vier Beine, Rumpf und Kopf, das Euter.

„Eine Milchkuh?“, fragt Arianna Ferrari vom Institut für Technikfolgeabschätzung und Systemanalyse ITAS am Karlsruher Institut für Technologie KIT, auf dem Tisch einen Apfel, nicht mehr frisch.

140 Kilo Milch am Tag, viermal automatisch gemolken!

Ferrari, Dr. phil., wadenhohe Stiefel aus künstlichem Leder, nippt am Grüntee und spricht: „Die Logik der Ausbeutung“.

Die Kuh, die wir uns denken, hat weder Namen noch Rang, nur eine Nummer, .230849-012-G, sie steht draußen vor der Tür, Campus Nord, Gebäude 0451, stumm und klaglos: ein Tier vom Typ AML.

„Aha“, knurrt die Tierphilosophin aus rotem Mund.

AML bedeutet Animal Microencephalic Lumps, Tierklumpen mit Kleinsthirn.

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