Bundestag erlaubt rituelle Beschneidungen


bundestag_zirkumzisionReligiös motivierte Beschneidungen von Säuglingen bleiben erlaubt. Das beschloss der Bundestag mit großer Mehrheit. In der vorangegangenen Debatte wurde bis zuletzt über Details gestritten.

Süddeutsche.de

Der Bundestag hat mit großer Mehrheit das Gesetz zur rituellen Beschneidung von Jungen jüdischen und muslimischen Glaubens beschlossen. 434 der Abgeordneten stimmten am Mittwoch in namentlichen Abstimmung für den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf. 100 stimmten dagegen, 46 enthielten sich. Mit dem Gesetz wird klargestellt, dass Eltern das Recht haben, ihre Söhne unter Einhaltung bestimmter Standards schon kurz nach der Geburt beschneiden zu lassen.

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Namentliche Abstimmung_Beschneidung im Bundestag(pdf)

3 Gedanken zu “Bundestag erlaubt rituelle Beschneidungen

  1. Am 12.12.12 siegte in einem servilen Bundestag ein „Gotteswahn“ abrahamitischer Religionen über die europäische Aufklärung; die Vernunft blieb auf der Strecke. Richard Dawkins hatte das Phänomen in seinem gleichnamigen Bestseller treffend beschrieben. Deutschland entzieht mit einem sexistischen – wie rassistischen SorgerechtsGesetz, männlichen Säuglingen und Jungen von Eltern semitischer Religionen die unveräusserlichen Menschenrechte der UN, wie auch den Schutz der europäischen Menschenrechtskonvention, ganz zu schweigen von der UN Kinderrechtskonvention. Unser Staat überlässt nun kleine Jungens den Interessen religiöser Funktionäre wie der Willkür verwirrter Eltern. Übrigens wird diese Sicht von vielen säkularen Juden wie auch modernen Rabbis geteilt. Nur Schade dass viele unserer Abgeordneten offenbar weder des Englischen mächtig, noch sich mit dem Internet schlauer machen können. 😉

    http://www.jewsagainstcircumcision.org/

    Ein 17 jähriger junger Mann darf sich bei uns vor dem 18. Lebensjahr – obwohl ihm das gefällt- seine eigene Vorhaut nur mit Genehmigung der Eltern piercen lassen; die Eltern von Jungen semiticher Religionen jedoch dürfen deren Vorhäute ohne deren Zustimmung amputieren lassen und „den Göttern opfern“. Auch ein Register verunglückter Beschneidungen wäre den abrahamistischen Göttern kaum zuzumuten. 😉

    Die „Beschneidung/Coupieren von Haustieren nach Wunsch und Mode ihrer Besitzer ist inzwischen wegen des EU Tierrechts verboten….

    …aber wie unkte die „Grosse Vorsitzende aus der Uckermark kürzlich: Deutschland sei eben eine „Komikernation“. ;-).

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