Der Pappa twittert auf @pontifex


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Bild: @Mister_Psycho Twitter

Seit Gestern nun ist der Papst auf Twitter aktiv geworden. Über eine Million Follower, die seine Banalitäten ganz toll finden. Die eine oder andere Nachrichten-Agentur dürfte dabei sein, will man doch den theologisch letzten Schluss der römischen Spukgestalt sofort in die Welt schicken.

Unter Nutzung neuester Technologie, Elektrizität, wissenschaftlich-technischer Erkenntnisse werden nun Jesus-Botschaften aus erster Hand in die Welt gezwitschert. Wie das in Einklang mit den Intentionen der Bibel zu bringen ist, weiß allein der Vizegott und sein göttliches Pendant. 30.800 Follower folgen dem deutschsprachigen Account der Spukgestalt. Mehr als dünn.

Die Inhalte päpstlicher Twitterei sind dann auch entsprechend sinnfrei:

Benedikt XVI@Pontifex_de

Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich euch.

Benedikt XVI@Pontifex_de

Wie können wir das Jahr des Glaubens in unserem Alltag besser leben?

Benedikt XVI@Pontifex_de

Sprich mit Jesus im Gebet. Hör Jesus zu, der im Evangelium zu dir spricht. Finde Jesus in den Notleidenden.

Benedikt XVI@Pontifex_de

Wie können wir den Glauben an Christus in einer Welt ohne Hoffnung leben?

Benedikt XVI@Pontifex_de

Wer glaubt, ist bestimmt nicht allein. Gott ist der sichere Fels. Auf ihm können wir das Leben aufbauen. Seine Liebe bleibt immer treu.

Benedikt XVI@Pontifex_de

Habt ihr eine Idee, wie wir trotz allem Trubel in Arbeit, Familie und Welt treuer im Gebet sein können?

Benedikt XVI@Pontifex_de

Mach alles, was du tust, für den Herrn. Bitte ihn, dass er dir hilft in jeder Lebenslage. Denk daran, er ist immer bei dir.

Wie wohl der Heilige Isidor von Sevilla darüber denkt, ist er doch immerhin der Schutzheilige des Internets. Ernannt, in diese so verantwortungsvolle Position, durch den Vorgänger des heutigen Papstes. Isidor ist 636 verstorben und dürfte Ahnung haben, vom Internet, nämlich überhaupt keine. Katholischer Mummenschanz allerorten.

Rudlof Bultmann, Theologe:

„Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muß sich klar machen, dass er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.“

Ich lass mich sofort taufen, wenn es dem Papst gelingt seine Botschaften per Gebet zu twittern.

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