Arbeitsgericht Aachen: Katholische Kirche wegen Diskriminierung verurteilt


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Ein Krankenhaus in katholischer Trägerschaft hat einen Krankenpfleger mit Verweis auf seine Konfessionslosigkeit nicht eingestellt. Das Arbeitsgericht Aachen wertete das am Donnerstag (13.12.2012) als Diskriminierung – obwohl für die Kirche eine Ausnahme vom Gleichbehandlungsgesetz gilt.

Von Nina Voigt WDR.de

Das Arbeitsgericht Aachen hat am Donnerstag (13.12.2012) die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Eschweiler dazu verurteilt, einem Krankenpfleger 3.000 Euro Entschädigung wegen Diskriminierung zu zahlen. Der heute 39 Jahre alte Mann hatte sich im Sommer 2011 auf eine ausgeschriebene Stelle des St.-Antonius-Hospitals in Eschweiler beworben, das in Trägerschaft der katholischen Kirche liegt. Der Weg zur Anstellung blieb dem fachlich ausreichend qualifizierten Bewerber jedoch versperrt: Er wurde mit Verweis auf seine Konfessionslosigkeit abgelehnt.

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