Cerro Uritorco: Argentinien sperrt Berg – wegen Massensuizid zum Weltuntergang

Gipfel des Cerro Uritorco: Hier wollen sich Dutzende Menschen kollektiv das Leben nehmen.(Foto: dpa)

Im Internet geht ein gruseliger Aufruf um: Eine Gruppe ruft dazu auf, sich im Kollektiv am 21. Dezember, dem vermeintlichen Weltuntergang, das Leben zu nehmen. Ort der Aktion soll der argentinische Berg Cerro Uritorco sein. Die örtlichen Behörden reagieren jetzt vorsorglich.

n-tv

Um einen Massenselbstmord zu verhüten, lässt Argentinien den Zugang zu einem mythischen Berg sperren. Anlass ist ein im Internet verbreiteter Aufruf zum „massiven magischen Selbstmord“ auf dem Cerro Uritorco am prophezeiten Weltuntergang am 21. Dezember. Dann endet ein Zyklus des Maya-Kalenders. Esoteriker verschiedener Länder sehen darin den Termin des Weltuntergangs.

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Carlos Santana: „Die USA sind ein Land der Gewalt“

Santana in Munich on January 21, 2000, Bild: Carlos Santana

Wir sind ein gewalttätiges Land. Gewalt ist unsere Geschichte und Gegenwart. Wir haben sie verinnerlicht. Wir töten für Geld, Macht, Einfluss und Aufmerksamkeit. Ich sage bewusst „Wir“, weil auch mit meinem Geld, als Steuerzahler, Kriege im Ausland unterstützt werden und Masseninhaftierungen zu Hause. Wir reagieren überrascht, wenn amerikanische Kinder Kinder in unserem eigenen Land töten, es ist Zeit damit aufzuhören: Jeden Tag tun wir es im Ausland, im Namen des Antiterrorismus, der Auslandshilfe und der Demokratie. Auf jeden Kontinent.

In den meisten Fällen sind die indigenen Kinder jene, die unter Beschuss sind, weil sie mit ihrer Existenz die Herrschaft der amerikanischen Überlegenheit herausfordern. Bis unsere Kultur lernt, dass menschliches Leben wertvoller ist als die amerikanische Währung, wird Gewalt unsere Wirklichkeit sein. Stimmt, ein Land, welches auf Entmenschlichung aufgebaut ist, verewigt die Zyklen der Gewalt. Unsere Kultur ist aber nicht in Stein gemeißelt, dass lässt hoffen. Wir unterliegen ihrem Einfluss, aber wir gestalten sie auch. Das Verbot von Waffen hat nicht mit der Gestaltung von Kultur zu tun, es ist nur ein Gesetz. Die Gestaltung der Kultur beginnt damit, wie wir unsere gemeinschaftlichen Werte der Jugend vermitteln und welche Stellung wir zur Natur einnehmen. Über unsere Geschichte müssen wir ihnen wahrheitsgmäß berichten. Betrachten wir das Thema Gewalt unter dem Aspekt der Bildung.

Wissen Sie, dass Obama ein Gesetz unterzeichnet hat, welches es dem Militär erlaubt, Stadtteile zu „terroristische Regionen“ zu erklären, in dem männliche Teenager und erwachsene Männer getötet werden dürfen? Auch zu Hause kriminalisieren wir unsere Jugend, bevor sie überhaupt lesen kann, bestimmen ihr eine Zukunft im Gefängnis oder aber in einem Grab. Schätzen wir alles Leben gleich ein? Bedenken sie, die Dinge haben keinen Wert, nur als Ware bekommen sie einen. Glauben Sie, dass Kinder, deren Eltern nicht mit der amerikanischen Politik der Gewalt einverstanden sind, ein Recht  haben, deswegen zu sterben.

Wir müssen uns so ändern und zukünftige Generationen so unterrichten, dass sie nicht jeden Tag in der Mitte mehrerer Kriege aufwachen. Dazu braucht es die Bereitschaft zur Veränderung, wie wir miteinander umgehen und wie wir uns selbst wahrnehmen. Das Leben ist zu schön, als das wir unseren Kindern ihre Kindheit rauben.

Nach einem Post von Dr. Norman Finkelstein.

Sandy-Hook-Grundschulmassaker: Schuld ist die systematische Entfernung Gottes

huckabee_massakerDer ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat Mike Huckabee hat eine Erklärung für das Sandy-Hook-Grundschulmassaker

Von Peter Mühlbauer TELEPOLIS

Mike Huckabee ist ein evangelikaler Prediger, der von 1996 bis 2007 Gouverneur von Arkansas war und sich bei den Vorwahlen 2008 als republikanischer Präsidentschaftsbewerber versuchte. Damals spielte er trotz verhältnismäßig geringer finanzieller Ausstattung relativ lange ganz vorne mit, weil er die den streng religiösen Flügel der Partei praktisch vollständig hinter sich versammeln konnte. Später erregte er unter anderem mit der etwas verklausulierten Forderung Aufsehen, man solle den möglichen Wikileaks-Whistleblower Bradley Manning wegen Geheimnisverrats hinrichten.

Nun verhilft ihm das Sandy-Hook-Grundschulmassaker zu neuen Schlagzeilen. Dem konservativen Boulevardsender Fox News antwortete er auf die Frage, „wie Gott das Massaker geschehen lassen konnte“ mit einem Verweis auf Verbote von Schulgebeten und religiösen Materialien im Unterricht:

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Hans Joas: Christentum im rasanten Aufschwung

Hans Joas, Bild: uni-erfurt.de

Der Religionssoziologe Hans Joas sieht das Christentum auf einen weltweiten Maßstab bezogen im Aufschwung. Zugleich betonte der Professor an der University of Chicago in der aktuellen Ausgabe von «ZEIT WISSEN», dass eine Gesellschaft auch ohne Religion stabilisierbar sei.

kath.net

«Es stimmt nicht, dass Nichtgläubige notwendig unglücklicher wären, unmoralisch und zu altruistischen Handlungen nicht in der Lage», sagte der 64-Jährige der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift.

Mit Blick auf die Entwicklung des Christentums betonte Joas, «dass wir derzeit, global gesehen, eine der größten Expansionsphasen seiner Geschichte erleben».

Seilschaften: „Das Kreuz mit dem Kreml“

kreml_orthodoxDie russisch-orthodoxe Kirche kritisiert den Staat nicht. Als Dank für ihre Loyalität fordert sie mehr Einfluss auf die Gesellschaft. Und die jüngste Rede an die Nation von Präsident Putin zeigt: Er ist dazu bereit.

Von Elfie SieglDeutschlandfunk

Die Schubino-Kirche unweit des Roten Platzes in Moskau. Wie viele Gotteshäuser in Russland hat sie eine bewegte Geschichte. In der Sowjetzeit war sie 60 Jahre lang geschlossen. Zuerst brachten die Kommunisten eine Bibliothek dort unter, dann eine Druckerei. Die Wandmalereien wurden überstrichen, die Ikonen entfernt. Erst nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 gab der Staat das Gotteshaus der Russisch-Orthodoxen Kirche zurück. In jenem Jahr feierte Erzpriester Alexander Borisow dort die erste Liturgie. Seit dieser Zeit betreut er die Gemeinde der Schubino-Kirche. Wie andere Geistliche in Russland hat auch Borisow zunächst einen weltlichen Beruf ausgeübt: Er arbeitete viele Jahre lang am Institut für Genetik der sowjetischen Akademie der Wissenschaften.

In der Sowjetzeit, sagt Alexander Borisow, sei es für einen Geistlichen schwieriger gewesen, zu arbeiten. Denn damals hätten sich die Aktivitäten, die der Staat den Konfessionen zugestand, lediglich auf das Abhalten von Gottesdiensten beschränkt.

Alle anderen Tätigkeiten waren verboten. Wenn ein Geistlicher etwas tat, war das nicht erlaubt. Wir hatten zwar Bibelgruppen und haben Taufen vorbereitet, aber das war illegal. Heute gibt es sehr viel mehr Möglichkeiten. Und wir verstehen, dass unser Dienst vielfältig sein muss. In diesem Sinne ist unsere Arbeit schwieriger. Aber andrerseits freut uns das, denn es gibt keine engen Vorgaben mehr. Was die religiösen Aufgabenbereiche angeht, so sind heute die Erfordernisse viel größer als unsere eigenen Möglichkeiten.

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