Dodo Meisner: „Die Kirche ist eine Thermoskanne“


meisner_400qDas Gott verzeiht auch das Banale
„Ehrfurchtlosigkeit und Banalisierung greifen um sich“, beklagt Erzbischof Kardinal Meisner und bezeichnet die Kirche als Thermoskanne: innen warm und außen kalt. Experten gehen ohnehin davon aus, dass sich der Glaube immer individueller zusammensetzt – bis er zur einsamen Privatsache wird.

n-tv

Deutschland hat kurz vor Weihnachten ein Thema gefunden, das von einem Vatikan-Berater als „dd“ bezeichnet wird – als dumm und dreist. Die Rede ist von „das Gott“. Die Äußerungen von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder brachte der Unionspolitikerin beißende Kritik aus der katholischen Kirche ein. Von „erschreckendem religiösem Analphabetismus“ ist die Rede, auch von einem „hemmungslosen Opportunismus“.

Mitten in dieser Diskussion warf der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner der Kirche einen Mangel an Ausstrahlungskraft vor. Ihn erinnere die Kirche „an eine Thermoskanne“. „Die hält die Wärme nach innen fest und strahlt sie nicht aus“, sagte Meisner der Zeitung „Die Welt“. Er beklagte die Ehrfurchtslosigkeit und, dass viele Christen gar nicht mehr auf ihren Glauben angesprochen werden wollten. Sie könnten den Glauben „nicht mehr zur Deckung bringen mit ihrer gegenwärtigen Situation“, sagte der Kardinal. „Viele von uns Christen sind sogar froh, wenn sie niemand mehr danach fragt.“

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4 Comments

  1. Ist doch klar, heute bei Zehntausenden Kinderfickern als Christ zu gelten ist etwa so peinlich wie Kopfläuse oder Krätze.

    Den Schwurbelartisten und Dumpfbacken im goldbesticktem Talar schwimmen die Felle davon, da muss man doch besonders intensiv Schwurbeln, das hat der all-wissende Titan der Demenz im Vatikan so beschlossen

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  2. Quote von Oberzauberer Meisner:

    Er beklagte die Ehrfurchtslosigkeit und, dass viele Christen gar nicht mehr auf ihren Glauben angesprochen werden wollten. Sie könnten den Glauben “nicht mehr zur Deckung bringen mit ihrer gegenwärtigen Situation”, sagte der Kardinal. “Viele von uns Christen sind sogar froh, wenn sie niemand mehr danach fragt.”

    Was ein Wunder? Was glaubt er denn, der Herr Märchenerzähler? Ich bin untröstlich ob seiner Erkenntnis und Enttäuschung. 😀
    Offenbar ist das Engagement in unserem Umfeld doch nicht ganz umsonst. Mir tut es außerordentlich gut zu hören, dass mehr und mehr Menschen den Zauber durchschauen und sich offen distanzieren.

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  3. „Die Kirche ist eine Thermoskanne“. Ja, könnte man so sagen. Was der Herr Meisner verschweigt, sie ist voll gefüllt mit kaltem Kaffee. Wenn innen etwas warm wäre, wären dies wahrscheinlich nur die „warmen Brüder“. Die -Kälte nach außen- ist allerdings von jeher ein kirchliches Markenzeichen. (Von heißbrennenden Scheiterhaufen mal abgesehen.)

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  4. Sie könnten den Glauben “nicht mehr zur Deckung bringen mit ihrer gegenwärtigen Situation”

    Stimmt. Wozu also noch Glauben, wenn es (1) weder was nützt, noch (2) Spaß macht?

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