Religion auf dem Prüfstand


Eine Langzeitstudie hat ergeben, dass Mönche im Schnitt vier Jahre älter werden als Männer, die außerhalb von Klostermauern leben. Auch tibetanische Buddhisten (unten) wurden untersucht, und zwar auf neurologische Funktionen während der Meditation. Zweifelhaft sind beide Experimente . . . Foto: apa
Eine Langzeitstudie hat ergeben, dass Mönche im Schnitt vier Jahre älter werden als Männer, die außerhalb von Klostermauern leben. Auch tibetanische Buddhisten (unten) wurden untersucht, und zwar auf neurologische Funktionen während der Meditation. Zweifelhaft sind beide Experimente . . . Foto: apa

Sitzt Gott im Gehirn? Von der „Neurotheologie“ bis zur Frage, ob Glaube gesünder macht, gibt es jede Menge wissenschaftliche Untersuchungen. Letzte Antworten kann keine davon geben.

Von Andreas Lorenz-MeyerWiener Zeitung.at

Der Neurologe Uffe Schjødt versammelte sehr unterschiedliche Menschen in einem Labor an der Aarhus Universität in Dänemark: 18 fromme Pfingstchristen und 18 nicht-religiöse Menschen. Die Probanden legten sich in einen Magnetresonanztomographen, eine High-Tech-Röhre, die neuronale Prozesse im Gehirn scannt, und lauschten dort Fürbittgebeten. Diese sprachen abwechselnd ein Nichtchrist, ein Christ und ein Christ mit der Gabe der Heilung – zumindest dachten die Probanden das. In Wirklichkeit handelte es sich bei allen drei Betern um normale Christen ohne heilerische Fähigkeiten.

Hinterher untersuchte Schjødt die Aufnahmen aus dem Inneren der Köpfe. Die neuronalen Reaktionen der Gläubigen unterschieden sich voneinander, je nachdem, wem sie gerade zugehört hatten. Sprach der „Nichtchrist“, ging es im präfrontalen Cortex, einem Teil des Stirnlappens, der für kritisches Denken zuständig ist, ganz rege zu – ein Zeichen von Skepsis oder Misstrauen. Betete dagegen der „Wunderheiler“, war in dem Hirnareal kaum „Betrieb“, es schien durch die Stimme der charismatischen Person wie abgeschaltet.

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2 Comments

  1. Moderne Tomographien erlauben neuronale Prozesse zu studieren, Mustererkennung kann bereits einfache Gedanken deuten. Unser Gehirn ist beliebig manipulierbar, was demjenigen als abwegig erscheint. Einen freien Willen als bewusste Entscheidung hat es nie gegeben, jede Entscheidung basiert auf im Unterbewusstsein ablaufenden Prozessen nach uns unbekannten Kriterien bis zu 8 Sekunden Dauer vorher. Unbekannte Kriterien entziehen moralisierenden Begriffen wie Schuld, Sühne, Sünde und Buße jeglichen Sinn.

    Erinnerungen scheinen für uns immer real geschehen und niemals willkürlich fabriziert. Neurale Korrelate richtiger und falscher Erinnerungen werden in Gehirn unterschiedlich verarbeitet und sind so durch ein MRT zu entlarven. Ist die mit Vertrautheit und Emotionen korrelierte front-partielle Region oberhalb der Stirn aktiv, geht es um fabrizierte Erinnerungen und intern erfundene Fakten. Sind die mit realen Vorgängen korrelierten medialen Temporallappen (MTL) seitlich der Schläfen aktiv, geht es um externe Erlebnisse und Reize der Nerven von außen kommend.

    Bei komplexen Gedächtnisleistungen werden beide Gehirnbereiche aktiv, Selbstbetrug, frei fabrizierte Erinnerungen und externe Fakten werden so zu einer falschen Realität vermischt. Erinnerungen darin sind nicht statisch, sie werden laufend nachgebessert. Eine Erinnerung an ein Ereignis oder eine Zeugenaussage ist kein Beweis dafür, dass dies jemals real war. Es ist heute möglich per Gehirntomographie zu unterscheiden, ob jemand eine Person bereits gesehen hat oder es nur vorgibt Man kann erkennen, ob Vorsätze gehalten werden sollen oder nicht. Religion als psychotischer Wahn hämmert mit Emotionen irreale Fakten in die Köpfe.

    Predigten beeindrucken wenn sie Emotionen beinhalten, abstrakte Vorträge über Logik und Wissen sind dagegen wirkungslos. Falsche „Erinnerungen“ blockieren die Fähigkeit die Realität zu verstehen und sich durch Wissen aus der extremen frühkindlichen Gehirnwäsche zu lösen.

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  2. Ein Gotteswahn als Psychose wandelt sich zur Pseudo-Realität im Unterbewusstsein. Gläubige die mit fiktiven Dämonen sprechen sind geistig schwer gestört, die schizophrene Psychose schmeichelt ihrem kranken Ego. Der Wahn gepaart mit Autoritätsproblemen, Narzissmus und Realitätsverweigerung ist mit Psychopharmaka, Neuroleptika oder der Gummizelle zu stoppen. Defizite im ventralen (orbitofrontalen) Cortex führen zu extremer Risikobereitschaft, asozialem Verhalten, Gewalt unter Missachtung moralischer Regeln, typisch bei Religioten und dementen Alten, die in Heimen zum Schutz der Mitbewohner an den Stuhl gefesselt werden müssen.

    Appelle an die Vernunft von Religioten aktivieren nur das Netzwerk des Cortico-Hippocampus ohne Einfluss auf das emotional limbische System. Im evolutionär ältesten Stammhirn ist jede Art der Gehirnwäsche dauerhaft verankert und dominiert jedes später erlernte Wissen im logischen Netzwerk gespeichert. Für den Neurobiologen Joseph LeDoux vergisst das limbische Gedächtnis nichts, nachdem es emotional geprägt wird. Religiosität ist ein paranoider Wahn des limbischen Netzwerks mit Hoffnung, Liebe, Hass und Visionen bei Realitätsverdrängung. Die Begriffe wurden als „Kirchensprech“ umdefiniert, damit der Betrug nicht offensichtlich wird. Änderungen im emotional limbischen System verändern unser deklaratives Gedächtnis nur kurzfristig, der paranoide Wahn der religiösen Gehirnwäsche bleibt ein Leben lang präsent.

    Der US-Sozialpsychologe Milton Rokeach führt von 1959-1961 im Ypsilanti State Hospital in Michigan eine bizarre Studie mit 3 Männern durch, die sich für Jesus halten. Den 3 Patienten gilt der jeweils andere Jesus als Roboter oder als Irrer. Einflüsse von außen stimmen die Söhne Gottes nicht um, zu einem Artikel in der Lokalzeitung über ihren Fall meinten alle 3 Protagonisten die Patienten wären irre und gehören in eine Anstalt. Die 3 Jesus Typen wurden nie geheilt und verbleiben bis ans Lebensende als Sohn Gottes in der Psychiatrie.

    Gläubige zweifeln erst an wissenschaftlichen Methoden sofern man sie begreifen kann, danach an den Beweisen, zuletzt am Moraldiktat, niemals aber am religiösen Wahn im Kopf, der bereits in der Kindheit als „Brainwash“ dort fest verankert wurde. Fakten und historisches Wissen sind bedeutungslos, Details sind nicht relevant. Die Realitätsblockade bezüglich des eigenen Ichs ist absolut und dauerhaft. Ein Disput mit Gläubigen ähnelt dem mit Alzheimer Patienten, bei denen Teile des Gehirns nur noch bedingt funktionieren. Bekommen die ihren Willen nicht, werden sie aggressiv oder gar gewalttätig unter Missachtung jeglicher Moral. Die religiösen Grausamkeiten entlarven den psychopathologischen Wahn als totale Inkompetenz. Gläubige der Kinderficker Sekte müssen als heilige Eucharistie per Zombie Keks das Fleisch Gottes fressen, wie Dracula das Blut Untoter saufen und alles als unheilige braune Masse ausscheiden.

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