Pappa B16: Wachsam gegenüber den Missbrauch von Religion

missbrauch_religionenGemeinsam mit tausenden Gläubigen hat Papst Benedikt XVI. in der Nacht zum Dienstag die Christmette im Petersdom gefeiert.

ZEIT ONLINE

In seiner Predigt kritisierte der Papst, dass im modernen Leben kein Platz mehr für Gott sei. „Wir wollen das Handgreifliche, das fassbare Glück, den Erfolg unserer eigenen Pläne und Absichten. Wir sind mit uns selbst vollgestellt, so dass kein Raum für Gott bleibt“, sagte der Papst. Deshalb gebe es auch keinen Raum für andere, die Kinder, Armen und Fremden, sagte er weiter. Wo aber Gott „vergessen oder gar geleugnet“ werde, gebe es keinen Frieden.

Bischof Kanz: „Ohne Waffen hätten wir keine Kreuzzüge durchführen können“

“Die Homöopathie-Lüge” – Ein Interview (Teil 2)

Bild: brightsblog
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Fortsetzung von “Die Homöopathie-Lüge”: Interview mit Christian Weymayr, Teil 1

Wie definieren Sie „Scientabilität“?

gwup | die skeptiker

 Man könnte „Scientabilität“ mit „klinischer Überprüfbarkeit“ übersetzen.

Das bedeutet: Bevor es an klinische Studien geht, sollte man erst einmal fragen, ob das behauptete Verfahren im Einklang mit den gesicherten Erkenntnissen der Naturwissenschaften steht. Ist das nicht der Fall, sollte es keine klinische Untersuchung geben, weil die Ergebnisse irrelevant sind. Damit wird sichergestellt, dass positive Ergebnisse, die zum Beispiel auf dem Hidden Bias oder auch nur auf Zufall beruhen, nicht missbraucht werden können.

Das sagen übrigens nicht nur wir.

Ähnlich argumentieren beispielsweise auch der Epidemiologe Jan P. Vandenbroucke, der Mediziner und einer Vorreiter der Evidenz-basierten Medizin in Deutschland Johannes Köbberling, und Harriet Hall, die beim World Skeptics Congress im Mai in Berlin diesen „blinden Fleck“ der Evidenz-basierten Medizin kritisiert hat.”

Ebenso der Arzt Kimball Atwood beim CSICon-Skeptikerkongress Ende Oktober in Nashville. In diesem Kontext ist auch das Bonmot von IQWiG-Chef Prof. Jürgen Windeler beim Berliner WSC zu sehen: „Lasst uns darüber lachen, lass es uns ignorieren, untersucht es nicht.“ Was würde das für die Homöopathie-Debatte bedeuten?

 Uns geht es um einen radikalen Schnitt, der auch rückwirkend gilt. Homöopathie ist nicht scientabel, also ist die gesamte Studienlage irrelevant. Weder die negativen noch die positiven Studien können etwas über die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels aussagen und taugen deshalb nicht länger als Argument, für keine der beiden Seiten.

Die Skeptiker verlieren dabei nichts, denn bekanntermaßen akzeptieren Homöopathen negative Studienergebnisse sowieso nicht. Sie lassen sich dadurch in ihrem Glauben nicht erschüttern.”

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Atheisten:“Wir morden nicht, wir stehlen nicht, wir glauben nicht!“

Papst Benedikt XVI. empfängt die Heiligen Drei Könige im Petersdom (Bild: dpa / picture alliance / Alessandro Di Meo)

Wer sich unmittelbar vor Weihnachten nicht religiös bedrängt fühlt, muss ein starkes Nervenkostüm haben und gut eingerichtet sein mit dem Wechsel der Gezeiten – oder in einer Welt leben, in der die neue Zudringlichkeit der Religionen noch nicht angekommen und Weihnachten nichts weiter als ein Familienfest ist, das man irgendwie abarbeitet wie jedes Jahr.

Von Gesine PalmerDeutschlandradio Kultur

Es gibt sie noch, solche Welten, und das ist gut so. Aber ihre Inseln werden kleiner, und immer öfter müssen sie sich verteidigen, bei uns nicht weniger als in jenen anderen Ländern der Welt, in denen wir außer dem Islam noch Islamisten, außer den Juden noch Ultra-Orthodoxe, außer Russen noch Russisch-Orthodoxe und außer evangelischen Christen noch Evangelikale kennen.

Für manche Problemzonen der deutschen Öffentlichkeit könnte man, seit ‚wir Papst sind‘, auch von einer Zunahme der Katholikalen reden. Kürzlich hat Tanja Dückers auf diesem Sender richtig festgestellt, dass es neuerdings richtig schick sei, sich zur katholischen Frömmigkeit zu bekennen und mit ihr auch etwas wie einen Anspruch auf die einzig richtige Werthaltung zu verbinden.

Selbst Protestantin, finde ich es manchmal schwierig, darauf zu reagieren. Dabei tue ich mich mit meiner eigenen Kirche durchaus auch nicht leicht.

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