Über die fragwürdige Glückseligkeit des Paradieses


Bild: DIE WELT

Wenn Gott das Leid der Menschen fühlt, muss er beständig in Trauer leben. Ist ER zufrieden, dann lässt IHN die Not der wohl Welt kalt. Gedanken eines der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts.

Von Leszek KolakowskiDIE WELT

Die erste Biografie Siddharthas, des späteren Buddha, enthüllt, dass er für lange Zeit überhaupt nichts vom Elend der menschlichen Existenz wusste. Als Königssohn verbrachte er seine Jugend in Freude und Luxus, umgeben von Musik und weltlichen Genüssen. Er war schon verheiratet, als die Götter beschlossen, ihn zu erleuchten. Eines Tages beobachtete er einen hinfälligen alten Mann; dann das Leiden eines sehr kranken Mannes; dann einen Toten. Erst danach war er von der Existenz des Alters, des Leidens und des Todes – all der schmerzlichen Tatsachen des Lebens, derer er unbewusst gewesen war – überzeugt. In ihrem Angesicht beschloss er, der Welt den Rücken zu kehren, um Mönch zu werden und den Weg ins Nirwana zu suchen.

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4 Comments

  1. Noch einer der beim Denken immer falsch abbiegt. Leid, Not und Elend der Menschen sind die elemntare Vorraussetzung dafür, dass man den religiösen Schwachsinn glaubt

    Kardinal Meisners bestätigt mit seiner Kriegswerbung (Frankfurter Rundschau) das RKK Dogma (No.381) und fordert Kriegsdienst, Fasten und Almosen an die heilige Kirche um gläubigen Christen ewigen göttlichen Lohn zu garantieren:
    „Ein Volk könne nur beruhigt sein, wenn es wisse, dass die Waffen zur Verteidigung und Erhaltung des Friedens in Händen seien, deren Köpfe und Herzen um ihre Verantwortung vor Gott und der Welt wissen… In betenden Händen‘ sei die Waffe vor Missbrauch sicher“.

    Kardinal Meisner definiert im Gold bestickten Gewand in typisch religiöser Menschenverachtung das Leid der Christen als ein Geschenk Gottes den Glauben zu stärken: „Es ist etwas sehr Schönes, wenn man sieht, wie die Armen ihr Kreuz tragen. Wie die Passion Christi, ist ihr Leid ein großes Geschenk für die Welt.“

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  2. „Ist Gott glücklich?“
    Welcher Gott? Vielleicht der Gott des Glücksspiels. Ja, der könnte eventuell glücklich sein. Glücklich über die Dummheit seiner Gläubigen.

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  3. Die Christen kommen mir mehr und mehr wie eine Sekte vor. Mit Gewalt anderen IHREN Glauben aufzwingen. Laut Wikipedia sind sie das sogar…

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