Die größte Gefahr des Friedens ist religiöser Wahn


religion_dark_agesEs befremdet, wenn Papst Benedikt XVI. in der Christmette die Leugnung Gottes als Hauptgefahr für den Frieden nennt. Nicht die Atheisten sind die, vor denen wir uns fürchten müssen.

Von Alan PosenerDIE WELT

Karl Marx hatte unrecht. Das Bewusstsein bestimmt das Sein. Und wenn die Erde ein Ort des Unfriedens ist, so hat das auch mit dem Bewusstsein ihrer Bewohner zu tun. Nicht wegen materieller Güter schlachten sich die Menschen überall auf der Welt ab, wie es naive Materialisten glauben, sondern wegen ideeller Werte.

84 Prozent der Menschen bekennen sich zu einer Religion: 31,5 Prozent zum Christentum, 23,5 Prozent zum Islam, 15 Prozent zum Hinduismus, 7,1 Prozent zum Buddhismus. Zu glauben, der unfriedliche Zustand der Spezies habe nichts mit ihrem Hang zu tun, sich Götter zu schaffen, widerspricht der statistischen Evidenz. Und den Nachrichten.

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3 Comments

  1. Vielleicht ist es auch umgekehrt, und Atheismus verblödet einen Menschen dermaßen, dass er nicht mehr Ironie aus einem Text herauslesen kann.

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  2. Die Sowjetunion als Friedensstifter ist wohl ein Scherz nach Berlin, Budapest und Prag

    In der Religiotie ist Demokratie unmöglich, die Clangesellschaft mit Despotismus, Nepotismus, Göttern, Dämonen, Betrügern und geistig Irren als Führer ist seit Jahrtausenden die Norm. Gut 25% der Menschen akzeptieren die selbst ernannten Oberhirten, die pseudo-demokratisch ihre Unfähigkeit durch all-wissend, all-fähig und dem paranoiden Auserwählt-Syndrom belegen. Despotismus verhindert jedes freie Denken und Handeln, eine Mischung diverser Kulturen in friedlicher Co-operation wird unmöglich. Soziopathische Perversion, Gewalt, Mord, heilige Kriege, Ausbeutung Andersdenkender ist als „gute Tat“ von Gott gewollt und schafft so die Akzeptanz von Gewalt. Im Zirkelschluss sind nur Gläubige fähig Gottes Willen zu erkennen.

    Durch Drohung mit Dämonen, Verdammnis und Höllenpein sichert sich religiöser Humbug seine zahlenden Idioten und belegt so eigene Zweifel am Glauben „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der – Drohung, Drohung, Drohung“. Die Oberhirten verstoßen gegen die gepredigte Moral und Ethik, sie morden, rauben, fälschen, missbrauchen, huren, zocken und drohen ihrer Elite um sie durch Angst zu disziplinieren.

    Religionen und Diktaturen als paranoide Zwangssysteme überleben nur, wenn sie Kritik und abweichendes Handeln brutal unterdrücken oder auszurotten wie bei der Diktatur von General Videla in Argentinien. Die RKK unter Nuntius Pio Laghi und Kardinal Raúl Primatesta hilft beim Verschwinden von 9.000 Oppositionellen oder die RKK in Spanien, die 30.000 Babies den Müttern stiehlt und verkauft, indem sie Totgeburten vortäuscht.

    Für die seit 50 Mill. Jahren in Gesellschaftclans lebenden frühen Hominiden und Primaten ist die Akzeptanz eines Führers unverzichtbar, der Drang im Clan erfolgreich zu sein und andere zu dominieren ist genetisch verankert. Ethik, Altruismus aber auch krasser Egoismus sind Teile der gesellschaftlichen Evolution verankert im emotional limbischen Stammhirn, ermöglicht durch das aus 9 Aminosäuren bestehende Hormon Oxytocin als Botenstoff der Nervenzellen. Die Primatenclans kennen Hilfsbereitschaft, Empathie, Traditionen, Allianzen, Egoismus und Gewalt als Kultur durch Kommunikation und Erfahrung. Bei Hominiden und Primaten wird dies kulturell gefestigt und vererbt, sie studieren dazu kein „Heiliges Buch“ und beten keinen Gott an.

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  3. Es kann nicht oft genug auf den Friedensbereiter Sowjetunion als atheistisches Regierungsmodell verwiesen werden.
    Eine gewagte These: Moral und Gewissen mögen die breite Masse bremsen können, ab einem gewissen Intellekt werden Moral und Gewissen derart relativ, dass nur noch ein Verantwortungsgefühl, das nur schwerlich und selten atheistisch erzeugt werden kann, das Gute im Menschen bewahren kann.

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