Italien: Frauenmorde mit dem Segen der Kirche


Ob solche Schuhe schon zu provozierend sind? Bild: es.war.einmal.. / photocase.com

Ein italienischer Priester rechtfertigt die häufigen Feminizide. Frauen seien selbst schuld, weil sie Männer provozierten und sich schlampig verhielten.

Von Michael Brauntaz

Am Weihnachtstag wurde Olga Ricchio, 51 Jahre alt, im ligurischen Lerici von ihrem Mann erschossen. Von einem Mann, der den Entschluss seiner Frau, sich von ihm zu trennen, mit Mord beantwortete. Es war das vorerst letzte Delikt in einer Kette von Bluttaten – von „Feminiziden“, wie es in Italien mittlerweile heißt –, die mit weit über 100 Opfern pro Jahr zur traurigen Routine geworden sind.

Zu einer Routine, auf die ein katholischer Priester aus dem ebenfalls in Ligurien gelegenen Nest Bordighera pünktlich zu Weihnachten mit einer zynischen Erklärung reagierte. Einen langen Brief hängte Don Piero Corsi ans Schwarze Brett vor der barocken Kirche. Der Titel: „Die Frauen und der Feminizid. Sie sollten gesunde Selbstkritik üben. Wie oft provozieren sie?“

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1 Comment

  1. Bis kürzlich wurden in der römischen Kirche „aufsässige“ Frauen noch amtlich zu Hexen gemacht, verurteilt und verbrannt. Da war die katholische Welt noch in Ordnung. 😉
    Die mit den „kurzen Kleidern „trieben es wahrscheinlich am Hexensabbat mit dem Teufel? Näheres bei „Carlo Ginzburg: Der Hexensabbat.“ 😉
    Ein priesterlicher US Mitbruder des Ligurischen Pfaffen hatte sogar Kinder ausgemacht, die arme pädophile Priester verführen um sich dann missbrauchen zu lassen. Wie schon die Schlange in der Bibel vermuten liess, eine Welt schlechter Frauen, die dem Mann zum Verhängnis werden….. 😉

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