Katholen-Sekte sucht nach besseren Kommunikationswegen

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Die katholische Kirche in Deutschland will sich im neuen Jahr mit einer veränderten Kommunikation zu Wort melden. «Wir dürfen nicht von oben herab kommunizieren und den Eindruck vermitteln, wir wissen alles besser».

DIE WELT

Das sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, in Freiburg der Deutschen Presse-Agentur.

«Im Ringen um Aufmerksamkeit und im lauten Wettbewerb der Medien untereinander wächst die Gefahr, dass Themen mit eher leisen Tönen überhört werden», sagte der Freiburger Erzbischof. «Wir suchen nach Wegen, diese wichtigen Themen auch künftig in der Gesellschaft präsent zu halten.» Als Beispiele nannte Zollitsch den Kurznachrichtendienst Twitter und Soziale Netzwerke wie Facebook.

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Austrittswelle gestoppt – Gläubige gekauft

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Eigenititiative lohnt sich offenbar. Im evangelischen Dekanat Fürstenfeldbruck steigt die Zahl der Mitglieder leicht an

Von Gerhard EisenkolbSüddeutsche.de

Im evangelischen Dekanat von Fürstenfeldbruck ist es 2012 gelungen, den seit Jahren anhaltenden Schwund an Mitgliedern zu stoppen. Laut Dekan Stefan Reimers wuchs die Zahl der evangelischen Christen in den zwölf Kirchengemeinden in den vergangenen Monaten erstmals wieder leicht um 0,2 Prozent auf nunmehr 41 880 an. Bereits seit längerer Zeit hatte man im Dekanat nach Möglichkeiten gesucht, den hohen Austrittszahlen entgegenzuwirken. So ergab eine Telefonbefragung von 312 Landkreisbürgern, dass die meisten wegen der Kirchensteuer ausgetreten waren.

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Fromme Mormonen ohne christliche Theologie

mormon_tempelDie USA bleiben eine christlich geprägte Nation. Am frömmsten sind allerdings nicht die Protestanten oder die Katholiken, sondern die Mormonen. Das geht aus einer Umfrage des Gallup-Meinungsforschungsinstituts (Princeton/Bundesstaat New Jersey) hervor.

Arbeitskreis Religionsfreiheit der Evangelischen Allianz

Danach zählen rund 75,2 Prozent der 314 Millionen US-Amerikaner zu einer christlichen Kirche bzw. Glaubensgemeinschaft. Davon sind 23,3 Prozent Katholiken und 51,9 Prozent Protestanten sowie Angehörige anderer christlicher Gemeinschaften. 2,1 Prozent gehören der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Mormonen) an. 1,7 Prozent sind Juden, 0,6 Prozent Muslime und 2,6 Prozent Angehörige anderer Religionsgemeinschaften. 15,6 Prozent sind nicht-religiös, und 2,2 Prozent machten keine Angaben bei den 326.000 Befragungen vom 2. Januar bis 30. November 2012. Während der Anteil der Christen leicht zurückgegangen ist, haben Mormonen, Juden und Muslime ein wenig zugelegt. Stärker gewachsen, nämlich um 0,6 Prozent, ist der Bevölkerungsanteil der Nichtreligiösen.

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Arabischer Herbst: Der Islam ist die Lösung

tahrirDer Westen hat sich wieder mal getäuscht. Die arabische Welt denkt nicht daran, den liberalen Weg einzuschlagen. Sie sucht lieber nach einem dritten Weg

Von Rudolf MareschTelepolis

Hartnäckig hält sich die „Politische Romantik“, eine Sonder- oder Spezialform gut meinend schwärmerischen Denkens, am Leben. Und das, obwohl sie im zwanzigsten Jahrhundert, dessen politische Wirklichkeit sie in Gestalt von Faschismus und Kommunismus blutig prägte, ihren wahrhaft „totalitären Charakter“ enthüllt hat.

Aktuell präsentiert sie sich, mal neokonservativ „kriegerisch“ oder naiv „gutmenschelnd“, an die „natürliche Güte des Menschen“ (Rousseau) glaubend, in der „Politischen Theologie der Menschenrechte“. Dieser Ideologie zufolge beruht das Glück der Menschen, gleich welchem Stamm sie angehören oder welcher Kultur und Tradition sie folgen, auf der weltweiten Durchsetzung der westlichen Vorstellung von Freiheit, Markt und liberaler Demokratie.

Für den „Politischen Romantiker“ ist die Welt stets Anlass und Gelegenheit zugleich und folglich ein Fall für den Menschen. Nicht für irgendeinen wohlgemerkt, sondern für das bürgerliche Subjekt. Nur in einer liberalen Gesellschaft, in der der „zwanglose Zwang“ zum Individualismus herrscht und ihm die Lasten, die in einer Gesellschaft gewöhnlich hierarchisch verteilt und in unterschiedlichen Funktionen ausgeübt werden, aufgebürdet werden, kann die politische Romantik reüssieren und sich das emanzipierte Ich zum Mittelpunkt der Welt erklären.

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