Arabischer Herbst: Der Islam ist die Lösung


tahrirDer Westen hat sich wieder mal getäuscht. Die arabische Welt denkt nicht daran, den liberalen Weg einzuschlagen. Sie sucht lieber nach einem dritten Weg

Von Rudolf MareschTelepolis

Hartnäckig hält sich die „Politische Romantik“, eine Sonder- oder Spezialform gut meinend schwärmerischen Denkens, am Leben. Und das, obwohl sie im zwanzigsten Jahrhundert, dessen politische Wirklichkeit sie in Gestalt von Faschismus und Kommunismus blutig prägte, ihren wahrhaft „totalitären Charakter“ enthüllt hat.

Aktuell präsentiert sie sich, mal neokonservativ „kriegerisch“ oder naiv „gutmenschelnd“, an die „natürliche Güte des Menschen“ (Rousseau) glaubend, in der „Politischen Theologie der Menschenrechte“. Dieser Ideologie zufolge beruht das Glück der Menschen, gleich welchem Stamm sie angehören oder welcher Kultur und Tradition sie folgen, auf der weltweiten Durchsetzung der westlichen Vorstellung von Freiheit, Markt und liberaler Demokratie.

Für den „Politischen Romantiker“ ist die Welt stets Anlass und Gelegenheit zugleich und folglich ein Fall für den Menschen. Nicht für irgendeinen wohlgemerkt, sondern für das bürgerliche Subjekt. Nur in einer liberalen Gesellschaft, in der der „zwanglose Zwang“ zum Individualismus herrscht und ihm die Lasten, die in einer Gesellschaft gewöhnlich hierarchisch verteilt und in unterschiedlichen Funktionen ausgeübt werden, aufgebürdet werden, kann die politische Romantik reüssieren und sich das emanzipierte Ich zum Mittelpunkt der Welt erklären.

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1 Comment

  1. Länder mit Hochtechnologie erzeugen 35.000 – 50.000 US$/Einwohner/Jahr an BIP, islamische Länder dagegen 500 – 5.000 US$/Einwohner/Jahr. In Ägypten leben 25% von 1 US$/Tag, knapp 60% sind Alphabeten. Die Wirtschaft islamischer Länder besteht aus Kleinhandel, handwerklichem Kleingewerbe und ganz wenigen „Werkbänken“ ausländischer Konzerne der Hochtechnologie. Massenproduktion mit Fließbändern sowie Technologien mittels Forschung sind unbekannt. Internationale Konzerne beschäftigen in den Hochtechnologie Ländern deutlich unter 10% der Arbeitnehmer, betreiben aber 30 – 50% der Forschung und sichern damit die Arbeitsplätze.

    Der kulturelle Unterschied muslimer Immigranten ist nicht nur durch Ausbildung zu überbrücken, die Akzeptanz elementarer Normen der westlichen Gesellschaft ist wichtiger. Eine schlüssige islamische Finanzpolitik, Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik ist unbekannt, mit nicht an den Problemen orientierten Fatwas und heiligen Koranversen bestimmen Imame nach Gutdünken und den Vorgaben des erleuchteten Diktators eine Klientelpolitik auf der Basis von Korruption. Mit islamischen Wissen bei etwa 75% Analphabeten und täglich bis 3 Stunden beten anstelle zu arbeiten und lernen ist der Wohlstand freiheitlicher Gesllschaften mit Hochtechnologie unmöglich.

    Muslime vegetieren in Elend und Chaos, dabei sehen sie im Sat-TV und Internet ihre Träume von Freiheit und Wohlstand. Aus dem Unvermögen als Ursache ihres Elends den rückständigen Religionswahn zu erkennen und der Schmach immer nur auf der Seite der Verlierer zu sein, speist sich der Fanatismus. In Ägypten als Land mit 85 Millionen gibt es keine regelmäßige Versorgung mit den stark suventionierten Energien wie Gas, Treibstoffe, Elektrizität. Trinkwasser gibt es nur stundenweise, Brot sowie Mehl sind Mangelware und Fleisch ist unbezahlbar. Wie in Pakistan und dem Iran leidet die Führungselite keinerlei Mangel und zahlt kaum eine Rechnung.

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