Freie Anthroposophen und rechtspopulistischer Geschichtsrevisionismus

Freie Anthroposophen, Screenshot brightsblog
Freie Anthroposophen, Screenshot brightsblog

Die Freie Anthroposophische Vereinigung Pforzheim hat für das kommende Wochenende im Rahmen einer Veranstaltung den umstrittenen Historiker Stefan Scheil eingeladen.

Auf der Webseite der Freien Anthroposophischen Vereinigung lesen wir

Die Freie Anthroposophische Vereinigung wurde am 24. April 1988 gegründet. Die Gründungsmitglieder waren von der Anschauung durchdrungen, dass die gegenwärtige Zivilisation die Pflege und Fortentwicklung der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners dringender denn je benötigt. Sie fühlen sich mitverantwortlich für die Gestaltung der Zeitereignisse. Die Freie Anthroposophische Vereinigung erforscht die spirituellen Hintergründe gegenwärtiger menscheitsfeindlicher Zivilisationszüge. Sie stellt sich die Aufgabe, die kulturerneuernden Kräfte der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners zur Wirksamkeit zu bringen, ausgehend von der Tatsache, dass sie die wissenschaftliche Grundlage für eine Erweiterung der Erkenntnis auf allen Lebensgebieten bildet…

Ganz dem Werke Rudolf Steiners verpflichtet, akzeptiert man im Stillen auch seinen Rassismus. Mit dem Historiker Stefan Scheil formt man sich den kruden Geschichtsrevisionismus.

Rudolf Steiner(Über das Wesen des Christentums (GA 349), S. 52)

“Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”

Das passt zur Apologetik der Kriegspolitik Adolf Hitlers, welche durch den Historiker Scheil vertreten wird. In Pforzheim will Scheil „nur“ über den transatlantischen Elitenwechsel zwischen USA und Deutschland sprechen, aber die Kriegsschuldfrage Deutschlands, Hitler habe den Krieg gegen die Sowjetunion präventiv führen müssen, da es sonst angegriffen worde wäre, dürfte bei den Eliten eine Rolle spielen. Scheil nahm wiederholt an Veranstaltungen teil, die auch von Rechtsextremisten ausgerichtet werden. Er war neben Gerd Schultze-Rhonhof und Walter Post Hauptreferent auf der Tagung Wollte Hitler den Krieg? vom 6. Mai 2006, die die Herausgeber der geschichtsrevisionistischen Zeitschriften „Deutsche Geschichte – Europa und die Welt“ (Druffel & Vowinckel-Verlag) und „Deutschland in Geschichte und Gegenwart“ (Grabert Verlag) organisiert hatten. Spätestens seit 2002 schreibt er häufig Beiträge für die Wochenzeitung „Junge Freiheit“,auch die Zeitschrift „Sezession“ des Instituts für Staatspolitik führt ihn seit 2009 als regelmäßigen Mitarbeiter. Beide Blätter werden der „Neuen Rechten“ zugeordnet.

Da braucht man sich dann über den elitären Gedanken des Steinerschen Rassismus keine Gedanken mehr zu machen, dass passt.

Rudolf Steiner(Über das Wesen des Christentums (GA 349), S. 53)

“Die Negerrasse gehört nicht zu Europa, und es ist natürlich ein Unfug, dass sie jetzt in Europa eine so große Rolle spielt.”

Solch brutalen Thesen, gepaart mit Geschichtsrevisionismus kann man getrost als das benennen was es ist, Faschismus.

Ägyptens Großmufti: Todesstrafe für sieben Exil-Kopten rechtmäßig(Unschuld der Muslime)

Bild: youtube
Bild: youtube

Mutmaßlicher Videoproduzent und Gründer der „National American Coptic Assembly“ unter den Verurteilten

kathweb

Sieben koptische Christen, die in Amerika und Australien leben, sind in Ägypten in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden. Das entsprechende Urteil wurde am Dienstag vom Obersten Strafgericht in Kairo bestätigt, nachdem es die Zustimmung des Mufti Ali Gomaa eingeholt hatte, wie Radio Vatikan tags darauf berichtet.

Den Verurteilten wird vorgeworfen, den Islam beleidigt und die nationale Einheit bedroht zu haben. Einer der Angeklagten ist Nakoula Basseley Nakoula, dessen Internet-Film „Innocence of Muslims“ im September vergangenen Jahres zu vielfachen Protesten bei Muslimen führte. Auch die weiteren Verurteilten standen offenbar mit diesem Film in Zusammenhang.

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BMI Friedrich bestellte neuen Dekan für die Seelsorge der Bundespolizei

Hans-Peter Friedrich, Bild: BMI

Helmut Blanke wird neuer Dekan für die evangelische Seelsorge in der Bundespolizei. Der Bundesminister des Innern, Dr. Hans-Peter Friedrich, hat jetzt den 56-jährigen Superintendenten aus Buxtehude (Niedersachsen), bestellt.

EKD

Die Ernennung des promovierten Theologen erfolgte aufgrund des Personalvorschlages, den der Beauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die Seelsorge in der Bundespolizei, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), vorgelegt hatte.

Die Ernennung von Dr. Helmut Blanke erfolgte im Einvernehmen mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und in Abstimmung mit dem Rat der EKD.

Zum 1. April 2013 tritt Blanke die Nachfolge von Peter Jentsch, der rund 12 Jahre als Dekan in der Bundespolizei tätig war, an. Am 14. März 2013 werden in einem Gottesdienst in der Berliner Friedrichstadtkirche die Amtseinführung von Helmut Blanke und die Verabschiedung von Peter Jentsch stattfinden.

Dem Dekan obliegt die Dienstaufsicht über die 17 haupt- und nebenamtlichen Geistlichen. Außerdem ist er verantwortlich für die Leitung und Koordination der Seelsorgearbeit in allen Dienststellen der Bundespolizei. Dienstsitz ist das Bundespolizeipräsidium Potsdam.

Landesbischof Manzke wünschte Blanke anlässlich seiner Bestellung Gottes Segen und hob dabei hervor: „Die Tätigkeit der Bundespolizei hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Ihre Angehörigen tun Dienst in aller Welt und unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen. Sie können sich darauf verlassen, dass die  evangelische und katholische Kirche den Angehörigen der Bundespolizei bei diesem Dienst verlässlich und vertrauensvoll zur Seite stehen.“

Hannover, 29. Januar 2013

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick

Karfreitag: Tanzen in Bremen?

Quelle: brightsblog
Quelle: brightsblog

Wer darf an „stillen Feiertagen“ was? Mit dem herannahenden Osterfest beginnt die Debatte, ob an Karfreitag in deutschen Diskos getanzt werden darf. In diesem Jahr ist Bremen der Vorreiter. Die dortige rot-grüne Regierung will das Tanzverbot – nicht nur – an Karfreitag lockern. Kritik kommt von Christen, Gewerkschaften und den eigenen Parteimitgliedern.

pro Medienmagazin

Ein entsprechender Antrag im Bremer Landesparlament soll den religiösen Einfluss einschränken. Angestrebt wird eine Regelung ähnlich wie in Berlin. Dort muss an kirchlichen Feiertagen von sechs bis 21 Uhr Ruhe sein, am Totensonntag und Volkstrauertag jeweils von sechs bis 17 Uhr. Die Antragssteller begründeten ihr Anliegen damit, dass sie in Berlin von „keiner gesellschaftlichen Gruppe mehr ernsthaft in Frage gestellt“ wird.

Laut der Tageszeitung „taz“ ist vor allem Bremens SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen, ein überzeugter Protestant, von dem Vorstoß nicht begeistert. Ein Bremer Student hatte im März 2011 eine öffentliche Petition gegen das Tanzverbot an Feiertagen gestartet. Jetzt scheint er ein erstes Etappenziel zu erreichen. Laut Informationen der „taz“ sollen 2018 die Verbote der Bremer Feiertagsgesetze ganz fallen.

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Eichstätt: Handgreiflicher Kulturkampf

„Gruß vom Schläger-Priester“: Auch seinen Gipsarm nutzt Wolfgang Sellinger für seine Botschaften. – Foto: Knopp

Seit Wochen schon führt der Eichstätter Geschäftsmann Wolfgang Sellinger eine Privatkampagne gegen die „Verderbtheit“ der katholischen Kirche, nun ist es zum Eklat gekommen. Ein Pfarrer soll Sellinger vor der Schutzengelkirche geschlagen haben, als dieser wieder, mit zwei Schildern behängt, demonstrierte. Das Resultat: ein Gipsarm, eine kaputte teure Armbanduhr und eine Anzeige wegen Körperverletzung.

donaukurier.de

Sellinger ist in der Bischofsstadt bekannt – und gefürchtet – für seine Aktionen: „Opfer“ ähnlicher Kampagnen waren bereits eine örtliche Bank, der Gewerbeverein Pro Eichstätt oder ein Autohändler, weil die Farbe des Lenkrads im neuen Audi nicht die gewünschte war. Seit einiger Zeit und vor allem seit der Mixa-Affäre hat der als nicht unvermögend geltende Geschäftsmann und Immobilienbesitzer die katholische Kirche im Visier: Sein früheres Sonnenstudio fungiert jetzt als „Kirchenaustrittsbüro“.

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Katzen dezimieren Wildtiere extrem

Bild: beller.lima-city.de

Das Bild vom harmlosen Stubentiger oder Streuner, der nur gelegentlich eine Maus oder einen unvorsichtigen Spatz erbeutet, sich aber sonst an die Fleischtöpfchen seines Herrchens hält, muss wohl gründlich revidiert werden:

Von Daniel LingenhöhlSpektrum.de

Laut einer neuen Metastudie verursachen frei herumlaufende sowie verwilderte Hauskatzen die stärksten anthropogen verursachten Verluste unter einheimischen Wildtieren – mehr jedenfalls als Tod durch Jagd, unabsichtliches Vergiften oder Kollisionen an Freileitungen, Glaswänden, Fahrzeugen und Gebäuden. Diese Zahlen sind weitaus höher, als frühere Untersuchungen nahelegen, die bislang allenfalls von mehreren hundert Millionen Opfern ausgegangen sind.

Bis zu 3,7 Milliarden Vögel und 20,7 Milliarden Säugetiere sterben jährlich in den USA durch Klauen und Zähne der Katzen, kalkulieren Scott Loss vom Smithsonian Conservation Biology Institute in Washington und seine Kollegen nach Auswertung Dutzender Studien zum Thema aus den unterschiedlichsten Regionen der USA und Europas sowie in verschiedenen Tiergruppen.

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Homo-Ehe oder warum Männer Babys stillen könnten

Erzbischof Salvatore Cordileone, San Francisco Bild: thinkprogress LGBT.

Kircheninformationen, die so tagtäglich durch Netz schwirren bringen unglaubliche Inhalte zu tage. Manchmal zweifelt der eigene Verstand, ob der wahnwitzigen Neuigkeiten aus dem Parallel-Universum des Christentums.

Feststellbar ist, die evangelische Kirche produziert weniger religiösen Müll. Ist durchdachter und näher an der Vernunft und Realität. Bei den evangelikalen Fundis fängt dann schon die  Retardierung der Vernunft an, die sich dann auch schon mal im evangelikalen Rassismus manifestiert. Ganz schlimm wird es bei der katholischen Kirche, je höher stehend, in der Hierarchie, bringen die Nachfolger der Apostel Argumente, die an der intellektuellen Evolution des Menschen  zweifeln lassen. Da fragt man sich, spricht hier der letzte Affe oder der erste Mensch?

Allen gemeinsam ist die schon fast antagonistische Abneigung der Homosexualität. Schwule, Lesben, Bisexuelle bringen die perfekte Schöpfung des Herrn durcheinander. Sie sind der wandelnde Beweis des göttlichen Pfuschs.

Salvatore Cordileone, Erzbischof von San Francisco ist nun ein ganz besonderes Exemplar des evolutionären Verlustes von Vernunft. Für sich selbst beansprucht er der Urheber des Volksentscheids zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in den Vereinigten Staaten(Proposition 8) zu sein. Um es kurz zu sagen, er ist ein verbissener, inhumaner, reaktionärer Vertreter seiner Apostel-Zunft. Als Erzbischof von San Francisco betet er in einer Stadt, die wegen ihrer Schwulen-Kultur schon mal „Gay-City“ genannt wird. Es gibt wohl kaum eine Stadt in unserer Welt die so sehr von der Homosexualität geprägt ist wie Frisco. Sexuelle Vielfalt, Kultur und identische Lebensformen existieren hier. Diskriminierung erfährt man, wenn man sich mit den religiösen Spinnern abgeben muss. Die Schlimmsten sind die Katholen. Jene Hierarchie von Männern, die die Welt glauben lassen wollen, dass sie im Zölibat leben, eigene homosexuelle Neigungen unterdrückt, oder sie eben an Minderjährigen, mangels Sexualpartner, austobt. Männer die sich anmaßen über Sexualität den Stab zu brechen, keine Ahnung haben, inkompetent sind und von einer verlotterten Moral die jedem Menschen den Angstschweiß auf die Stirn treiben sollte.
Ein neuer Höhepunkt religiöser Idiotie wurde durch Cordileone erklommen:

Salvatore Cordileone:

Wer gleichgeschlechtliche Ehen legalisiert, sollte auch das Stillen durch Männer legalisieren.

Ein saudummer Vergleich. Dabei übersieht der Schwarzkittel eine Tatsache. Es gibt Männer, die soweit Frau sind, dass sie Stillen können(Transgender), die Anzahl derer, die dazu in der Lage sind, dürfte nicht allzu groß sein, aber es gibt sie.

Es bleibt zu sagen, religiöse Idiotie, wie von Cordileone gezeigt, ist ihrem Wortsinn entsprechend unvernünftig, eine schwere Minderung der Intelligenz und somit eine geistige Behinderung. Besonderes schwere Fälle sollten stationär behandelt werden, in jeder Hinsicht sollte sich aber niemand von Behinderten seine sexuelle Identität vorschreiben lassen.

Prince Charles’ vision of a “post-modern medicine” – answer from E. Ernst

Prinz Charles Foto: i-Images

His Royal Highness, the Prince of Wales has today published in the JOURNAL OF THE ROYAL SOCIETY his vision of what he now calls “post-modern medicine” and previously named integrated health care. As the article does not seem to be available on-line, allow me to quote those sections which, in my view, are crucial.

Von Edzard Ernst

“By integrated medicine, I mean the kind of care that integrates the best of new technology and current knowledge with ancient wisdom. More specifically, perhaps, it is an approach to care of the patient which includes mind, body and spirit and which maximizes the potential of conventional, lifestyle and complementary approaches in the process of healing”.

Charles believes that conventional medicine aims “to treat the symptoms of disease” his vision of a post-modern medicine therefore is “actively to create health and to put the patient at the heart of this process by incorporating those core human elements of mind, body and spirit

The article continues: “This whole area of work – what I can only describe as an ‘integrated approach’ in the UK, or ‘integrative’ in the USA – takes what we know about appropriate conventional, lifestyle and complementary approaches and applies them to patients. I cannot help feeling that we need to be prepared to offer the patient the ‘best of all worlds’ according to a patient’s wishes, beliefs and needs“.

Charles also points out that “health inequalities have lowered life-expectancy” in parts of the UK and suggests, if we ”tackle some of these admittedly deep-seated problems, not only do you begin to witness improvements in health and other inequalities, but this can lead to improvements in the overall cost-efficiency and effectiveness of local services“.

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NRW-Atheisten für weltanschaulich neutrale Krankenhäuser

Zur Abweisung mehrerer Vergewaltigungsopfer in zwei Kölner Kliniken sagt Rainer Ponitka, NRW-Pressesprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA):

IBKA

„Der Staat muss der Bevölkerung flächendeckend Krankenhäuser zur Verfügung stellen. Auch kirchliche Träger handeln im Auftrag der gesamten Gesellschaft und dürfen keinesfalls aus religiösen Gründen medizinische Standards in Behandlung, Beratung und Medikation verweigern.“
Ponitka weiter: „ Anlässlich des Kölner Krankenhaus-Skandals bekräftigt der IBKA seine Forderung nach einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit weltanschaulich neutralen Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge.“
Auch Krankenhäuser in kirchlicher Trägerschaft seien durch die öffentliche Hand, Versicherungsbeiträge und Eigenleistungen der Patienten finanziert. So habe die Umsetzung der Forderung keine stärkere Belastung des Steuerzahlers zur Folge.

Hintergrund:

Im Dezember 2012 war einem 25-jährigen mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer von zwei Kölner Kliniken in Trägerschaft der „Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria“ Untersuchung und Beratung verweigert worden.

 

Äthiopische Juden – Hormonspritzen in Israel und die falschen Lehrmeister

Einwanderungsplakat. Bild: dija.de

Die israelische Regierung räumte erstmals offiziell ein, äthiopische Frauen zum Teil ohne ihr Wissen oder gegen ihren Willen mit Hormonspritzen unfruchtbar gemacht zu haben.

derStandard.at

Die Geburtenrate der in Israel lebenden äthiopischen Juden hatte sich in zehn Jahren halbiert und zunehmend für Spekulationen gesorgt. Der Leiterin eines Jugendzentrums fiel bereits 2010 auf, dass unter den 45 weiblichen Mitgliedern innerhalb von vier Jahren nur ein Kind geboren wurde. Sie stieß bei ihren Nachforschungen auf das umstrittene Verhütungsmittel Depo-Provera als Auslöser für die niedrige Geburtenrate.

Daraufhin wurde in Medien der Vorwurf laut, dass die israelische Regierung dieses nebenwirkungsreiche und mit extremer Langzeitwirkung ausgestattete Verhütungsmittel absichtlich ausgegeben habe, um die unliebsame äthiopisch-jüdische Minderheit langsam zu dezimieren. Bis vor kurzem bestritten die israelischen Behörden den Vorwurf.

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Atheismus als theologisches Modell

iamatheistErlösung und Heil verspricht die Atheistische Religionsgesellschaft nicht – sie kämpft um Gleichstellung mit anderen konfessionellen Gruppen

Von Mascha DabićderStandard.at

Gott und Mensch, Götter und Menschen: eine Beziehung, die seit Menschengedenken existiert und unzählige Kunstwerke, Bauten und Erzählungen hervorgebracht hat, aber auch als Vorwand für Kriege herhalten musste. Während die meisten religiösen Vorstellungen den Menschen als eine göttliche Schöpfung sehen, sind Atheisten vom Gegenteil überzeugt: Es ist Gott oder es sind die Götter, die von den Menschen erschaffen wurden. So lautet jedenfalls die Überzeugung von Wilfried Apfalter, Präsidiumsmitglied der Atheistischen Religionsgesellschaft in Österreich.

Kein Widerspruch

Wenn Apfalter über seine Überzeugungen spricht, drückt er sich präzise und bedächtig aus. Den Einwand, Atheismus sei keine Religion und eine atheistische Religionsgesellschaft somit ein Widerspruch in sich, kann er nicht gelten lassen:

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Kirche im Blindflug

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen

Eine im Auftrag der katholischen Kirche erstellte Studie sieht eine „Abkehr der Katholiken” von ihrer Kirche. Dumm nur, dass sie kaum allgemeingültig sein dürfte

Von Alexander KisslerCicero

Die Kirchen in Deutschland haben eine lange Erfahrung darin, sich ins eigene Bein zu schießen. Dem protestantischen Zweig etwa gebührt das gar nicht hoch genug einzuschätzende Verdienst, durch die „Lutherbibel“ deutsche Sprache und Theologie enorm bereichert zu haben. Also gefiel es der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vor wenigen Jahren, eine kaum lesbare „Bibel in gerechter Sprache“ als Konkurrenzprodukt auf den Markt zu werfen. Luther drehte sich im Grabe um.

Kaum weniger toll treibt es die katholische Amts- und Gremienkirche. Sie lässt es sich gewaltige Steuermittel kosten, um enorm schlecht da zu stehen.

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‚Nicht der Euro, sondern das Kreuz vereint das Abendland‘

Peter Gauweiler beim CSU-Parteitag in Nürnberg (2009) Bild: wikipedia/Harald Bischoff

Peter Gauweiler ist einer der ungewöhnlichsten Köpfe im Deutschen Bundestag. Der engagierte Protestant, Jurist und CSU-Mann äußerte sich im Interview gegen die Einführung des Euro sowie gegen die Euro-Rettungsschirme. Von Karsten Huhn / idea

kath.net

Der Kontinent sorgt für Schlagzeilen. Verlassen die Briten möglicherweise die EU? Darüber soll abgestimmt werden. Ihr Premierminister Cameron will ein anderes Europa. Das will auch einer der ungewöhnlichsten Köpfe im Deutschen Bundestag: der engagierte Protestant, Jurist und CSU-Mann Peter Gauweiler (Foto). Er kämpfte gegen die Einführung des Euro sowie gegen die Euro-Rettungsschirme – bis zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Wie soll es jetzt mit Europa weitergehen? Darüber sprach er mit Karsten Huhn.

idea: Herr Gauweiler, in Porträts werden Sie charakterisiert als „Schwarzer Peter“, „Querulant“, „Euro-Rebell“, „Dickschädel“ und „parlamentarischer Hofnarr“. Fühlen Sie sich gut getroffen?

Gauweiler: Sie haben die negativsten Sachen rausgesucht. Also der „parlamentarische Hofnarr“ ist eine Unverschämtheit. Für alles andere gilt: Man ist ja immer erschrocken, wenn man die eigene Fotografie in der Zeitung sieht oder die eigene Stimme im Radio hört. Man denkt sich: Bin ich das wirklich? Es fällt eben schwer, sich selbst zu beurteilen.

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„Hugo Boss der Nonnen“: Sexy geht nicht

Peter Mattis und seine aufregende Kollektion. Bild: dapd

Schlüpfer bis Wintermantel. Der „Hugo Boss der Nonnen“ kleidet Ordensschwestern ordentlich ein. Das dafür nötige Vertrauen musste er sich hart erarbeiten.

Von Patrick Loewenstein taz

Peter Mattis leitet den 1889 gegründeten Traditionsbetrieb „Mattis Textil Ordenskleidung seit 1889“ in vierter Generation. Das Geschäftsfeld des Unternehmers aus dem nordrhein-westfälischen Löhne ist einzigartig: Nach eigenen Angaben kleidet seine Firma rund 80 Glaubensorden auf der ganzen Welt ein – von Deutschland bis Tansania.

Er bezeichnet sich in verschiedenen Interviews scherzhaft wahlweise als „Hugo Boss“- oder „Karl Lagerfeld der Nonnen“. Weniger lustig ist, dass seine Klientel ein massives Nachwuchsproblem hat.

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‚Skandal‘ im Sekretariat der Bischofskonferenz

Hans Langendörfer, Bild: zdf.de

Die Missbrauchsstudie und Prof. Pfeiffer: Katholische Sonntagszeitung des Bistums Augsburg übt schwere Kritik an P. Hans Langendörfer, dem Sekretär der Bischofskonferenz

kath.net

Der bekannte katholische Journalist Jürgen Liminski hat in einem Kommentar in der “Katholischen Sonntagszeitung” für das Bistum Augsburg nach dem Bruch der Bischofskonferenz mit Professor Christian Pfeiffer scharfe Kritik am Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz geübt und P. Hans Langendörfer (Foto), den Sekretär, schwer beschuldigt, weil dieser Pfeiffer ausgewählt habe.

“Es war nicht nur vorhersehbar, es gab auch Warnungen. Und es gab Alternativen”, stellte Liminski fest. Er verwies darauf, dass schon lange vor dem Öffentlichwerden des Missbrauchsskandals einige Bischöfe und Fachleute bemüht waren, Daten und Fakten zu sammeln, um eine wissenschaftliche Grundlage für Ausmaß und Bewertungen der Fälle zu bekommen. Auch nicht-katholische Experten, darunter die besten psychiatrischen Gutachter Deutschlands, hatten bereits 79 Gutachten erstellt.

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Nonsens-Wellness: Man nehme den Kot einer Nachtigall

Fische als Kosmetiker und Vogelkot als Gesichtsmaske – so geht Schönheit heute. (Foto: iStockphoto)

Rindersperma im Haar, Plazenta im Gesicht und Fische an den Füßen – klingt nicht gerade nach Schönheit und Wohlbefinden. Doch was bei den meisten Menschen Abscheu hervorruft, wird in einigen Wellnesscentern als Geheimtipp für die Schönheit verkauft. Die skurrilsten Behandlungen im Überblick.

Von Antonia HilpertSüddeutsche.de

Stellen Sie sich vor, Sie haben in einem Spa in Talmey El’Azar im Norden Israels eine Entspannungsmassage gebucht und liegen in freudiger Erwartung auf einer vorgewärmten Liege. Statt eines geschulten Händedrucks des Masseurs spüren Sie plötzlich sechs Nattern über Ihren nackten Rücken gleiten.

Nein, das ist kein Albtraum, sondern Wellness: Die Physiotherapeutin Ada Barak bietet in ihrem Spa Schlangenmassagen an. Für 300 Schekel (circa 60 Euro) sollen die Reptilien bei stressgeplagten Kunden Verspannungen und Muskelschmerzen lindern – vorausgesetzt, sie überwinden ihre Scheu vor den Tieren.

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Die „Pille danach“ und die katholische Unmoral

Das St. Vinzenz-Hospital in Köln soll ein Vergewaltigungsopfer abgewiesen haben. (Bild: picture alliance / dpa / Henning Kaiser)

Seit bekannt wurde, dass eine junge Frau, die mutmaßlich vergewaltigt wurde, in zwei katholischen Kölner Kliniken abgewiesen wurde, reißt die Welle der Empörung nicht ab. Im Hintergrund steht dabei auch die Diskussion um die Wirkungsweise der „Pille danach“.

Von Monika KonigorskiDeutschlandfunk

Der jungen Frau hätte in den Kölner Kliniken umfassend geholfen werden müssen. Diese Ansicht hat der Kölner Kardinal Joachim Meisner in einer persönlichen Erklärung vergangene Woche bekräftigt. Allerdings: Ausgeschlossen seien …

“ … alle Maßnahmen, welche die Tötung eines möglicherweise schon gezeugten Kindes bedeuten.“

Würde die Einnahme der „Pille danach“ aber überhaupt zur Tötung eines bereits gezeugten Kindes führen? Nein, sagt die Beratungsstelle „pro familia“. In einer Stellungnahme heißt es:

„Die ‚Pille danach‘ ist keine Abtreibungspille. Bei bestehenden Schwangerschaften wirkt sie nicht. Die katholische Kirche ignoriert seit Langem bekannte medizinische Fakten, wenn sie das Gegenteil behauptet.“

Dieser Position kann der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff nur bedingt folgen. Denn sie geht von anderen Voraussetzungen aus, ab welchem Zeitpunkt eine Schwangerschaft besteht und dem zufolge von einer Abtreibung die Rede sein muss. Für die katholische Kirche gelte:

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Vatikan und Lebensschutz: Die „Kongo-Pille“ und die „Pille danach“

og20RVatikan lehnt Abtreibungen nach Vergewaltigung ab – Verhütung gebilligt(1999)

Von Gernot FaciusDIE WELT

Der Vatikan hat die Verteilung der „Pille danach“ an vergewaltigte kosovarische Flüchtlingsfrauen verurteilt. Die Leiterin des UN-Bevölkerungsfonds, Nafis Sadik, warf ihm daraufhin „mangelnde Sensibilität gegenüber dem Leid der Frauen im Kosovo“ vor.Es ist keine neue Position, die in dem römischen Verdikt zum Ausdruck kommt.

Der Vatikan bekräftigte, vertreten durch seinen Bioethikexperten Bischof Elio Sgreccia, lediglich seine traditionelle Lehre des Lebensschutzes von Anfang an. Sgreccia verband seine Anmerkungen mit dem Hinweis, in Kriegssituationen sei es gestattet, Verhütungsmittel zu nehmen, wie es etwa in den sechziger Jahren katholischen Nonnen in der damaligen belgischen Kolonie Kongo erlaubt worden sei. Der Bischof nannte dies eine legitime Form der Selbstverteidigung.

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Weiteres Vergewaltigungsopfer: Verweigert St. Vinenz Hospital jede medizinische Versorgung

Das Eingangsportal des St. Vinzenz-Hospital in Köln. Foto: dpa

Erneut ist ein Fall bekannt geworden, in dem ein katholisches Krankenhaus eine vergewaltigte Frau abgewiesen haben soll. Nach Radio Köln-Informationen hat das St. Vinenz Hospital einer Frau jegliche medizinische Versorgung verweigert.

Kölner Stadt-Anzeiger

Nach Informationen von Radio Köln gibt es einen weiteren Fall im Skandal um katholische Kliniken. Wieder ist das St. Vinzenz-Krankenhaus betroffen, das schon am ersten bekannt gewordenen Fall eines abgewiesenen Vergewaltigungsopfers beteiligt war.

Die betroffene Frau will anonym bleiben. Sie berichtet, im Herbst vergangenen Jahres nach einer Vergewaltigung in die gynäkologische Abteilung des St. Vinzenz-Krankenhaus gegangen zu sein. Sie habe sich ganz bewusst für die Klinik entschieden, weil sie als Katholikin dort ihre Kinder entbunden und nach einer Krankheit ihre Gebärmutter verloren hatte.

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„Langnasen-Papst“ will auf Chinesisch twittern

pontifex_twitterFrüherer „Avvenire“-Chefredakteur Boffo übt Kritik an Social-Media-Engagement der Kirche.

kath.net

Papst Benedikt XVI. will seine Kurznachrichten über Twitter demnächst auch auf Chinesisch übermitteln. Das bestätigte der vatikanische Medien-Minister Erzbischof Claudio Celli am Wochenende gegenüber der Turiner Zeitung „La Stampa“. Über Twitter könne der Papst Menschen erreichen, die ansonsten nie mit ihm und seiner Botschaft in Berührung kämen, betonte Celli. Die Kirche verstehe die neuen Medien und Technologien nicht mehr nur als neue Mittel der Evangelisierung, sondern als Förderer, Inspiratoren und kreative Faktoren einer neuen Kultur.

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