Bunga Bunga und Lobeshym(n)en


Bild: seattlepi.com

Der ehemalige italienische Premierminister Silvio Berlusconi hat seiner Enttäuschung darüber Ausdruck verliehen, dass einige Kreise im Vatikan offenbar die erneute Kandidatur von Mario Monti unterstützen.

Radio Vatikan

Diese Kreise seien, so Berlusconi, wohl durch die „politisierten Untersuchungen der Staatsanwälte in Mailand“ in die Irre geführt worden. „Ich kann nicht sagen, dass ich glücklich über das Verhalten des Vatikans bin“, so der Milliardär in einem Interview für den italienischen Radiosender Radio Capital. „Doch ich bin guter Dinge, denn ich weiß, wie es tatsächlich steht. Ich habe viele Reden zu ethischen Themen und den Beziehungen des italienischen Staates mit dem Vatikan gehalten, für die ich viel Anerkennung und Lobeshymnen erhalten habe,“ versicherte Berlusconi, und weiter: „Ich denke, dass am Ende die konkreten Fakten zählen.“ Außerdem, so der Unternehmer, der selbst mit einer Kandidatur für den Premiersitz liebäugelt, habe er das politische Programm Mario Montis „quergelesen“. Dabei habe er „kein einziges Wort“ über ethische Themen gesehen, die doch für die Kirche so wichtig seien.

1 Comment

  1. Hier irrt Berlusconi wenn er auf sich bezogen meint: „…ethische Themen, die doch für die Kirche so wichtig seien.“ Denen gilt Ethik nur als Schlagwort zur Dummhaltung ihre treudoofen Schäfchen. Ihm selbst sollte man allerdings untersagen, das Wort Ethik überhaupt in den Mund zu nehmen.

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