Merkels Neujahrs-Bullshistic


Bild: bundesregierung.de
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Die Neujahrsbotschaft der Kanzlerin hatte es in sich, oder sollte man besser sagen der Bundespredigerin? Da sitzt sie vor der Kamera und grinst, als wenn sie gerade den Dalai Lama gefressen hat.

Inhaltlich klingt ihre Rede wie die Aneinanderreihung von Sprüchen aus chinesischen Glückskeksen. Verbindlich wie das Wort zum Sonntag. Grundtenor der Ansprache, der Glaube. Erinnert man sich, dass Merkel ja von der CDU kommt, der Glaube also die oberste Prämisse politischen Handelns ist, erscheint plötzlich Sinn im Gerede. Wir können von Glück sagen, dass sie nicht die katholische Liturgie beherrscht. So redet Merkel wie eine evangelische Pfarrerin, die ihre Religion zum Nutzen politischer Macht missbraucht. Nach dem göttlichen Rührstück, Merkelscher Prägung, dürften etliche zum Taschentuch gegriffen haben.

Merkel will die Probleme der Gesellschaft „mit Gottes Hilfe“ lösen. Forschung und Bildung sollen Arbeitsplätze sichern, warum, erläutert sie nicht. Gottvertrauen sieht anders aus und hört sich anders an. Die Ungläubigen, die sich ihrer Syntax von der Hilfe Gottes verweigern, werden schon mal politisch ausgegrenzt. Mit einem Satz zerstört sie die staatliche Neutralität der religiösen Balance. Wahrlich, religiöse Idiotie feiert fröhlich Urständ in Deutschland.

4 Comments

  1. Äh, irgendwie hat der Autor wohl eine andere Ansprache gehört als ich, denn die war alles andere als religiös geprägt (hier der genaue Wortlaut: http://www.heute.de/Merkels-Neujahrsansprache-Wortlaut-25976404.html)
    Der „Glaube“ kommt einmal am Ende vor, als Sie den Zuschauern „Gottes Segen“ wünscht und das wars auch schon. Ich bin alles andere als CDU-Wähler aber für gewisse Leute kann Merkel wohl sagen was sie will, sie wird auf jedenfall hinterher dafür niedergemacht ( Und wenn sie das Vorwort von Dawkins` „Gotteswahn“ vorgelesen hätte). Im übrigen hat dieses Land ganz andere Probleme als die religiösen Anschauungen seiner Politiker.

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  2. 2015 will sie ja, wie sie selbst sagt, freiwillig Schluß machen. Ob unsere Nation dann etwas Besseres beschert bekommt ? Kaum zu glauben. Die Politik ist so religiotenverseucht, da wird schwer ein Nachfolger zu finden sein der dieses Geistlichkeitsbuckeln-Virus nicht in sich hat. Damit sich daran nichts ändert, leisten die -Geisterbeschwörer- immer noch die gleiche fiese Interventionsarbeit, wie es schon die Priester in der Zeit der Pharaonen taten. Und die „Dummgläubigen im Volke“ sind in der Relation zu damals, eher noch bescheuerter geworden.

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  3. Die Bunzlerin evangele Gläubige und Tochter eines Pfaffen, Stasi-IM, permanente Nebelbomben-Werferin und Nix-Sagerin

    Der Bundespräsident Pfaffe und -wie ein Kleinkind- Verkünder einer Art von Freiheit, von der er wohl mal als Kleinkind verseucht wurde, und die eigentlich selektive Anarchie zugunsten der Reichen und eh schon Privilegierten meint

    Der „Bundeszausel“ Thierse ein Religiot, der es noch im Arsch dieser Mafiosi steckend schafft, Lobeshymnen für eben diese Mafiosi zu singen (wie das wohl geht? Ich mag es mir nicht vorstellen)

    Die Parteien -mit sehr wenigen löblichen Ausnahmen- zutiefst im Arsch der Religioten verankert

    Was will man da schon erwarten können?
    He, im GG steht: BRD ist ein säkularer Staat!
    Aber das GG und Menschenrechte sind den Volkszertretern seit langer Zeit bereits total schnurzpiep-egal. Ich wünsche ihnen allen, daß sie die Rechnung angemessen serviert bekommen!

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