Professoraler Schwachsinn: Ob Jesus twittern würde?


„Das können weder klassische Medien noch öffentliche Foren in dieser einmaligen Art und Weise leisten“, sagt Rolf Krüger über Blogs. Foto: Strixcode (Fotolia)

Einen Blick in die katholische Blogosphäre wirft das Onlinemagazin „Sinnstiftermag“ in seiner aktuellen Ausgabe. Der Theologe Norbert Kebekus fordert: Die Kirche muss im Web auf ihr Verkündigungsmonopol verzichten und sich der Konkurrenz auf dem Markt der Sinnangebote stellen.

pro Medienmagazin

„Sich in einem prinzipiell hierarchiefreien Kommunikationsraum zu bewegen, in dem die Grenze zwischen Anbieter und User verschwimmt, ist für die Kirche völlig ungewohnt“, schreibt Kebekus, der Leiter des Referates Medienpastoral im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg ist. Es sei aber notwendig, dass sie den „schwierigen Balanceakt“, die innerkirchliche Pluralität zuzulassen, ohne den Wahrheitsanspruch der eigenen Lehre aufzugeben, wage. Ansätze dazu sieht er in der katholische Bloggerszene, der sogenannten „Blogözese“.

In der Szene tummelten sich ganz unterschiedliche Menschen, auffallend sei aber, dass es überproportional viele Autorinnen und Autoren gebe, die konvertiert seien oder erst im Erwachsenenalter zum Glauben gefunden hätten. Institutionelle Blogs, etwa von Diözesen oder Kirchgemeinden, gebe es im deutschsprachigen Raum wenige. Vorbild vieler christlicher Blogger sei Paulus. „Paulus hat im Altertum Briefe geschrieben, heute würde er bloggen“, sei eine Begründung dafür. Doch gerade von kirchlicher Seite werde Bloggern nach wie vor große Skepsis entgegengebracht.

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2 Comments

  1. Die Kirchen dominieren Fanatiker, Pädophile, Schizophrene, Unsterbliche, All-Wissende, von Gott Auserwählte wie in der geschlossenen Psychiatrie und hämmern Kindern ihren Rassismus ins Gehirn. In der Szene der Religionsforen tummeln sich nur derart typische Christen, geistig einseitg belichtet schlägt man sich die Bibelsprüche um die Ohren. Sobald jemand Kritik am Glauben übt, wird er selbt bei faktisch richtigem Inhalt sofort verwarnt und bei Wiederholung gesperrt.

    Gläubige sind in geistiger Einfalt obrigkeitshörig und beschränkt, ihr Denken ist zu inflexibel abweichende Positionen zu analysieren und Kritik zu verstehen. Glaube ist die logische Ursache fehlender Kritikfähigkeit und nicht dessen Folge. Kritik ist religiös nicht zu diskutieren, als Blasphemie wird sie gewaltsam bis hin zum Mord unterdrückt.

    Positive Publikationen zum Glauben erscheinen fast ausschließlich in Medien wie oben, die von den Kirchen kontrolliert werden. Die Kommentarfunktionen sind abgeschaltet oder negative Kommentare verschwinden spurlos.

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  2. Standardisierte Religionen, bei denen Frau und Mann weltweit das Gleiche erwarten dürfen (wie bei Coca-Cola, McDoof und Würger King), sind eine Erfindung der neuzeitlichen Staatenbildung – oder korrekter: Eine evolutionäre Notwendigkeit für den Übergang von Häuptlingtümern zu Staaten.

    Religion ist eben doch einfach die Fortsetzung der Biologie mit den Mitteln der Kultur.

    Und immer dran denken: Panta Rhei!

    For the times they are a-changing.

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