UN-Experte Heiner Bielefeldt: „Freiheit ist kein Freibrief“


Heiner Bielefeldt ist UN-Sonderberichterstatter. (Cornelius Wachinger)

Für den UN-Experten Heiner Bielefeldt ist Beschneidung kein trivialer, aber ein Identität stiftender Eingriff.

Von Cornelia Breuer-IffWZ newsline

Überall auf der Welt werden Menschen wegen ihrer religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen verfolgt, misshandelt und unterdrückt. In Deutschland ist die Freiheit des Glaubens im Grundgesetz garantiert. Der Sonderberichterstatter der Uno für Religions- und Weltanschauungsfreiheit ist derzeit ein Deutscher. Wir sprachen mit Heiner Bielefeldt über Knabenbeschneidung, Religionskritik und Islamunterricht an Schulen.

Herr Professor Bielefeldt, wer ist der größte Feind der Religionsfreiheit?

Heiner Bielefeldt: Weltweit gesehen? Der Hass. Hass, der sich einerseits aus Verachtung, andererseits aus Angst speist. Die schlimmsten Übergriffe sind unglaubliche Hassausbrüche.

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat dieser Tage hingegen gezielt den Islamismus als Bedrohung der Religionsfreiheit weltweit gegeißelt.

Bielefeldt: Die Religionsfreiheit wird von ganz vielen Seiten bedroht. Die Vorstellungen von einer natürlichen Täterreligion oder einer natürlichen Opferreligion kommen einem bei meiner Arbeit abhanden. Es ist naiv zu glauben, man könne in die heiligen Bücher schauen und daraus dann die Welt erklären. Solche simplen Zuordnungen möchte ich auflösen. Es gibt Hindu-Fanatismus in Indien, im Iran werden Anhänger der Bahai grausamst verfolgt, und es gibt gewaltbereite Buddhisten. Natürlich spielt der politische Islam eine Rolle, und mit Blick auf Ägypten sorge ich mich um die Kopten, aber auch um atheistische Blogger.

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1 Comment

  1. Es gibt auf Dauer keine Freiheit ohne Pflichten. Da religiöse Systeme (Kirchen, Sekten) immer absolutistische Diktaturen sind, kann man ihnen keine Freiheit ohne Auflagen und Kontrollen gewähren

    Rassismus ist die übelste Folge aller Religionen. Ungläubige, Fremdgläubige und Abweichler werden missioniert, in ihrer Existenz bedroht, die Ehe verweigert. der Job gekündigt, gesteinigt oder verbrannt. Die Menschenrechte der UN-Resolution von 1948 lehnt die RKK ab und diskriminiert in Doppelmoral nach Geschlecht, Glauben, Handeln, Denken und Lebensweise als von Gott gewollt.

    Die Kirchen dominieren Fanatiker, Pädophile, Schizophrene, Unsterbliche, All-Wissende, von Gott Auserwählte wie in der geschlossenen Psychiatrie und hämmern Kindern ihren Rassismus ins Gehirn. Gläubige sind in geistiger Einfalt obrigkeitshörig und beschränkt, ihr Denken ist zu inflexibel abweichende Positionen zu analysieren und Kritik zu verstehen. Glaube ist die logische Ursache fehlender Kritikfähigkeit und nicht dessen Folge. Kritik ist religiös nicht zu diskutieren, als Blasphemie wird sie gewaltsam bis hin zum Mord unterdrückt.

    Durch Drohung mit Dämonen, Verdammnis und Höllenpein sichert sich religiöser Humbug seine zahlenden Idioten und belegt so eigene Zweifel am Glauben „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des (christlichen) Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der – Drohung, Drohung, Drohung“. Die Oberhirten verstoßen gegen die gepredigte Moral und Ethik, sie morden, rauben, fälschen, missbrauchen, huren, zocken und drohen ihrer Elite um sie durch Angst zu disziplinieren.

    Religionen und Diktaturen als paranoide Zwangssysteme überleben nur, wenn sie Kritik und abweichendes Handeln brutal unterdrücken oder auszurotten wie bei der Diktatur von General Videla in Argentinien. Die RKK unter Nuntius Pio Laghi und Kardinal Raúl Primatesta hilft beim Verschwinden von 9.000 Oppositionellen oder die RKK in Spanien, die 30.000 Babies den Müttern stiehlt und verkauft, indem sie Totgeburten vortäuscht.

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