Zehn Tage bei Scientology: „Meine Persönlichkeit ist im Arsch“


Scientology Headquarter Berlin,Das 2007 eröffnete Scientology-Büro in Berlin. Die Bewegung startete in den vergangenen Wochen im deutschsprachigen Raum eine Kampagne, um Jugendliche anzusprechen. Neben den Fällen in Klagenfurt gibt es entsprechende Berichte auch aus Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Bild: Brightsblog
Scientology Headquarter Berlin,Das 2007 eröffnete Scientology-Büro in Berlin. Bild: Brightsblog

Tun Sie es nicht“, warnte ein Sektenexperte. „Genauso wenig würde ich Ihnen raten, testweise Heroin zu spritzen.“ Trotzdem wagte der Journalist Philipp Mattheis den Selbstversuch: zehn Tage bei Scientology. Die Gehirnwäsche wirkte auch bei ihm.

Von Philipp Mattheisstern.de

1. Tag: Der Einstieg

Vor dem Dianetik-Zentrum an der Münchner Freiheit wirbt ein Schild: „Heute kostenloser Stresstest“. In der Eingangshalle steht ein Bionade-Automat. Mir ist mulmig. Ein junger Mann mustert mich aufmerksam und kommt dann auf mich zu. Er heißt Markus*. Ich gebe mir und Scientology zehn Tage Zeit.

In der Aula stehen mehrere kleine Tische mit Stühlen. Darauf das „E-Meter“, ein Apparat mit Zeigern und zwei Aluminium-Dioden an den Enden. Das „E-Meter“ reagiert auf elektrische Impulse an der Hautoberfläche.

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