Irans innere Feinde: Mystiker, Evangelikale und Meta-Therapeuten

iran_usa_israel
Bild: BR

Während in den arabischen Staaten der Islam privat wie politisch an Bedeutung gewinnt, leeren sich ausgerechnet in der Islamischen Republik Iran die Moscheen. Auf der spirituellen Suche wenden sich viele Menschen dem Christentum, den Derwischorden oder Psychosekten zu.

Von Ali SadrzadehTransparency for Iran

„Im Iran wird niemand wegen seines Glaubens verfolgt“, beteuert Mohammed-Javad Laridschani, der Vorsitzende der iranischen Menschenrechtskommission, immer dann, wenn er nach der Verhaftung von Andersdenkenden oder –gläubigen gefragt wird. Die Realität sieht anders aus. Der jüngste Fall: Elf Hausfrauen wurden in der Stadt Shahrud im Nordosten des Landes verhaftet aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu der Sekte „Interuniversale Mystik“. Die Frauen hätten wöchentlich eine sechsstündige Lehrsitzung veranstaltet, so der Vorwurf. Die Lehrerin des Kurses — eine Juristin — sei dafür extra aus der rund 700 Kilometer entfernten Stadt Isfahan angereist. Die Frauen hätten sich zudem nicht nur mit der „obskuren Mystik“, sondern auch mit einer „schädlichen Psychotherapie“, der sogenannten „Meta –Therapie“, beschäftigt, berichtet die Nachrichtenagentur Fars.

R. Marx dilettiert über aggressiven Atheismus – Blödsinn vom Feinsten

Foto: dapd Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx

Reinhard Kardinal Marx betont den Segen von Religion. Sie sei nicht unvernünftig, sondern eine Quelle des Friedens und des Fortschritts. Das müsse den Menschen wieder vermittelt werden.

Von Gernot FaciusDIE WELT

Die Welt: Herr Kardinal, mit welchen Erwartungen geht ein Mann der Kirche in das „Superwahljahr“ 2013?

Reinhard Kardinal Marx: Ich beobachte seit Jahren, dass gerade im Wahlkampf die Zuspitzungen und Personalisierungen zunehmen und die Programmatik immer stärker in den Hintergrund tritt. Das finde ich bedauerlich. Wir als Kirche werden nicht aufhören, Fragen des Lebensschutzes, der Familie, der Nachhaltigkeit zu thematisieren. Wir treten für eine gerechte Gesellschaft ein, die allen eine Chance geben muss.

weiterlesen

Sieben große Mythen über die katholische Kirche

Bild: Katholisches Magazin

Gegen Mythen, tiefsitzende und seit langem verbreitete Vorurteile ist es schwer anzukommen. Dies gilt offensichtlich besonders dann, wenn im Namen der Bekämpfung von Vorurteilen in Wirklichkeit neue Vorurteile erzeugt wurden. Die Probe aufs Exempel? Wem fällt nicht etwas zu den Stichworten Hexenverbrennung, Frauenfeindlichkeit, Galileo Galilei ein.

Von Giuseppe NardiKatholisches Magazin für Kirche und Kultur

Bei näherer Betrachtung würden sich die landläufigen Meinungen dazu in einem erschreckend hohen Maß als pure Erfindung, verzerrte Wahrnehmung der Geschichte oder als blankes Vorurteil erweisen. Häufig als antikatholisches Vorurteil.

Scheinbares „Wissen“ als Vorurteile entlarvt

Der Enttarnung des vermeintlichen „Wissens“ als antikatholische Mythen und Vorurteile widmet sich ein neues Buch, das in den USA erschienen ist. Christopher Kaczor stellt Behauptungen auf den Prüfstand, die häufig und schnell zur Hand sind, wenn es darum geht, die katholische Kirche zu diskreditieren. Die Kirche haßt Frauen, die Kirche haßt Schwule, die Kirche unterdrückt die Freiheit, die Kirche ist leibfeindlich, die Kirche ist wissenschaftsfeindlich. Und die Kirche ist das alles natürlich aus Machtgier und reinem Fanatismus.

weiterlesen

Hetzportal wiederbelebt

„Kreuz-net.info“ sieht seinem Vorgägner zum Verwechseln ähnlich. Foto: Screenshot pro

Die Internetseite „kreuz-net.info“ will offenbar „kreuz.net“ beerben. Nach massiver öffentlicher Kritik ging „kreuz.net“ im Dezember offline. „Kreuz-net.info“ nennt sich ebenfalls katholisch und ist seinem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich – inhaltlich wie optisch.

pro Medienmagazin

Thematisch gibt es offenbar wenige Unterschiede zwischen Vorbild und Nachfolger. „Kreuz-net.info“ beschäftigt sich mit „Schwulenmessen“, dem Islam und vermeintlichen Missachtungen des katholischen Glaubens in der Gesellschaft. In einem Auftaktartikel vom 19. Dezember schreibt ein anonymer Autor: „So bleibt als Ziel, eine ähnliche Beitragsqualität wie ‚kreuz.net‘ zu erreichen, so daß das kolportierte Zitat eines Aachener Pfarrers Realität wird: ‚In Rom ist es so üblich, daß man morgens, bevor man die Fensterläden aufmacht, erst mal ‚kreuz.net‘ liest, um zu sehen, was es in Deutschland Neues gibt.'“ Zugleich rufen die Macher „Autoren und Informationsgeber“ der abgeschalteten Seite zur Mitarbeit auf.

weiterlesen