William James und die Anfänge der Religionspsychologie


Zeitgenössische Aufnahme des amerikanischen Psychologen und Philosophen William James. (Bild: picture alliance / dpa / B0173_Belga)

William James (1842-1910), Harvard-Professor für Psychologie und Philosophie, gilt als einer der Pioniere der Religionspsychologie. Für James ist die Religion ein zutiefst subjektives Phänomen und nicht die Anerkennung theologischer Lehren.

Von Alexander GrauDeutschlandfunk

„Während ich mich, was meine Zukunft betraf, in allgemeiner Niedergeschlagenheit befand, überfiel mich plötzlich eine entsetzliche Existenzangst. Vor meinem geistigen Auge erschien das Bild eines Epileptikers, den ich in der Anstalt gesehen hatte.“

berichtet der Psychologe William James während einer Vorlesung an der schottischen Universität in Edinburgh.

„Ich empfand eine solche Abscheu und fühlte gleichzeitig mein augenblickliches Anderssein so deutlich, als schwände etwas bis dahin Festes in mir dahin, und aus mir wurde ein bibbernder Angsthaufen. Nach diesem Erlebnis war das Universum für mich völlig verändert.“

William James gilt zu diesem Zeitpunkt, 1901, als der bedeutendste Psychologe seiner Zeit. 1890 hatte er mit seinem umfangreichen Werk, den „Principles of Psychology“, die Grundlagen der modernen, wissenschaftlichen Psychologie gelegt.

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