R. Dawkins: Wie die Götter die Welt auskotzten


Foto: Getty Images/Robert Harding World Imagery Waren die Milben auch schon auf der Arche Noah, fragt sich der Spötter Richard Dawkins

Neues vom Oberhaupt der Atheisten: Der britische Biologe Richard Dawkins erzählt uns vergnüglich, wie die Erde und alles Getier entstand – vom Nashorn mit Spinnenbeinen bis zur Staubmilbe.

Von Cosima LutzDIE WELT

Nach dem Mythos eines Bantu-Volkes im Kongo erbrach am Anfang Gott Bumba unter starken Magenschmerzen Sonne, Mond und Sterne. Schließlich kotzte er sich auch die Tiere und die Menschen aus dem Leib.

In Tasmanien hatten die Leute anfangs Känguruschwänze und keine Knie. Der Gott, der das angerichtet hatte, war gerade vom Himmel gefallen und wollte, schwer verletzt, schnell noch etwas Gutes tun, also lieber einen fehlerhaften als gar keinen Menschen machen, ein anderer Gott musste es dann richten. Und die biblische Überlieferung spricht zwar von einer suppigen Erst-Finsternis, darüber schwebte aber der vermutlich schmerzfreie Geist Gottes und schuf dann alles ordentlich mit Hand und Hauch.

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8 Comments

  1. Die Bibel ist ein wahres Buch. Und das habe ich woher? Na klar, steht doch in der Bibel.

    Liebe Leser, Wer die Worte Jesu schäzt, fällt nicht auf einen Zirkelschluß herein. Gehirnwäsche ist es nicht, sondern eine Segnung Gottes.

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  2. Antwort auf Josef Sefton. Für jedes seiner Märchen gibt es ein Besseres.

    Brüderchen und Schwesterchen
    Brüderchen nahm sein Schwesterchen an der Hand und sprach ’seit die Mutter tot ist, haben wir keine gute Stunde mehr; die Stiefmutter schlägt uns alle Tage, und wenn wir zu ihr kommen, stößt sie uns mit den Füßen fort. Die harten Brotkrusten, die übrig bleiben, sind unsere Speise, und dem Hündlein unter dem Tisch geht es besser: dem wirft sie doch manchmal einen guten Bissen zu. Dass Gott erbarm, wenn das unsere Mutter wüsste! Komm, wir wollen miteinander in dir weite Welt gehen.‘ Sie gingen den ganzen Tag über Wiesen, Felder und Steine, und wenn es regnete, sprach das Schwesterchen ‚Gott und unsere Herzen die weinen zusammen!‘ Abends kamen sie in einen großen Wald und waren so müde von Jammer, Hunger und dem langen Weg, dass sie sich in einen hohlen Baum setzten und einschlieft.
    Am andern Morgen, als sie aufwachten, stand die Sonne schon hoch am Himmel und schien heiß in den Baum hinein. Da sprach das Brüderchen ‚Schwesterchen, mich dürstet, wenn ich ein Brünnlein wüsste, ich ging und tränk einmal; ich mein, ich hört eins rauschen.‘ Brüderchen stand auf, nahm Schwesterchen an der Hand, und sie wollten das Brünnlein suchen. Die böse Stiefmutter aber war eine Hexe und hatte wohl gesehen wie die beiden Kinder fortgegangen waren, war ihnen nachgeschlichen, heimlich, wie die Hexen schleichen, und hatte alle Brunnen im Walde verwünscht. ….. u.s.w.

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  3. @Josef Sefton

    „die Bibel ist ein wahres Buch“

    Und das hast Du woher?
    Na klar, steht doch in der Bibel!

    Wie kann jemand auf so einen Zirkelschluß hereinfallen?

    Naja, ich weiß es schon … Gehirnwäsche …

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  4. Einwohner Deutschlands, die Bibel ist ein wahres Buch. Dieses Buch bleibt gültig in jedem Zeitalter!

    Warum sollten sie ständig denselben Fehler machen? Warum unterschäzten sie, Tag für Tag, der grösste Schatz in der Welt?
    Wahrlich die Lehre der Bibel ist gültig in jedem Zeitalter.

    Psalm, 119:160 – Dein Wort ist nichts denn Wahrheit; alle Rechte deiner Gerechtigkeit währen ewiglich.

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  5. @Gerhard Menzel
    Das Neue Testament (wie auch das AlteT.) sind Literatur ihrer Zeit, wie auch das noch ältere Gilgamesch Epos. Die Hellenen hatten ihre Illias und Odyssee, die Einblick in frühes antikes Denken gaben. Wie die Bibel beschreiben sie Stammesmythen und Folklore der Zeit. Speziell das NT ist keine historische Beschreibungen. Bis heute gibt es zwar eine schier unübersichtliche Jesus Literatur, aber keinen unabhängigen histoischen Beleg seiner Existenz, obwohl die Römer über alle Gerichtprozesse öffentliche Akten führten, fiel ihnen ein Jesu scheinbar nicht auf. Das heutige geschichtliche Verständnis der Antike schliesst eine „Kreuzigung“ Christi (mit Nägeln!) als absolut unüblich aus. Erst mit eingewanderten aufsässigen Christen in Rom änderte sich diese historische Aktenlage.

    Bei Interesse an der Bibel empfehle ich neuere Reflexionen wie die des Nobelpreisträger der Literatur José Saramago „Kain“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/jose-saramago-kain-der-liebe-gott-muss-dringend-in-therapie-11114923.html

    und „Das Evangelium nach Jesus Christus.“

    http://www.wolfskreis-lyrics.de/modules.php?name=News&file=article&sid=36

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  6. Oder anders: Wenn man beobachtet, was heute meist aus der Kirche kommt, in deren Namen verkündet und dann von Atheisten als Glaube betrachtet wird, da könnte einem echt das Kotzen kommen. Wen wundert es dann, wenn das, was heute evolutionswissenschaftlich erkärt wird und Sinn macht, auf mystische Weise als Auskotzen der Götter betrachtet wurde.

    Doch so wie ich die Grundlage der biblischen Glaubensgeschichten bzw. des NT lese, war am Anfang kein Kotzen von menschlichen Götterbildern, denen Dawkins im Gefolge der kirchlichen Lehre hinterherjagd. Was unsagbar war, unvorstellbar sein wird hat gesprochen.Was nach damaligem Wissen als Prozess des nat. Werdens gedeutet wurde, verstand man als Wort (hebr. Vernunft allen Werdens). Und dieses war gerade für Christen, die die phil. Vernunft/Logos-Lehre der Antike weiterdachten, hierin das verstanden, was den Juden als Wort galt (statt menschlicher Bilder oder Machthaber König war) der Jesus geannte neue Grund des Monoth. Kein Wunder, dass die damals als Ath. galten.

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  7. Da ist eben religiöse Wissenschaft, bei der alles und jedes göttlichen Ursprung hat. Da muss man 8 Jahre Zombielogie am Unikum studieren, um alles zu vertehen und danach als All-wissender das rote Gottestelefon bedient. Bei der Qualität christlicher Wissenschaft sollte man nicht über die Eingeborenen lachen

    Das biblische Wissen ist krasse Dummheit wie etwa: Vögel und Insekten haben 4 Füße, Fledermäuse sind Vögel, Hasen sind Wiederkäuer, Wale sind Fische, Schlangen fressen Erde, Kamele haben keine gespaltenen Hufe, farbig gestreifte Stäbe in der Tränke verursachen gemischt farbige Tiere, die Zahl π = 3,0, die Sonne umkreist die Erde und steht sogar still, der Mond scheint so hell wie die Sonne, das Licht ferner Sterne erreicht die Erde trotz 13,7 Milliarden Lichtjahren Entfernung am ersten Tag, Licht und Dunkelheit sind verschiedene Dinge, die Wasser überm gläsernen Firmament sind der Regen, 4 Engel halten die Winde an den Ecken der Erdenscheibe usw.

    Der Religiot Dr. Edwin Goodwin in US-Indiana reicht 1897 das Gesetz 246 ein, als Wahrheit der Mathematik ist die Zahl π = 3,0. Der US-Abgeordnete John Shimkus vom Energie- und Handelsausschuss negiert den Klimawandel: „Gott hat Noah fest versprochen, so etwas geschieht nach der großen Flut nie wieder.“ Virginia erlässt 2010 ein Gesetz, welches den Antichristen aus allen Mikrochips verbannt, der nach dem Abgeordneten Mark L. Cole dort haust und Angestellten in Versicherungen, Banken usw. als Kontroll-Chip wie bei Haustieren implantiert wird. Nach Gesundheitsministerin Dr. Manto Tshabalala-Msimang in Südafrika heilen rote Beete mit Knoblauch und Olivenöl AIDS, trotz der 800 Toten/Tag durch AIDS.

    Bei 1.2 Milliarden Christen ist die Menge des Schwachsinns unvorstellbar

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