Forensiker Leygraf verteidigt Kirche gegen Zensurvorwürfe


Norbert Leygraf. Bild: fnp

Norbert Leygraf hatte in seiner eigenen parallel geführten Studie über sexuelle Übergriffe durch katholische Geistliche nach eigener Aussage keine Zensur erlebt.

kath.net

Der Essener Wissenschaftler Norbert Leygraf (Foto) nimmt die katholische Kirche gegen Zensurvorwürfe bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in Schutz. Der Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie der Universität Duisburg-Essen hatte parallel zum Hannoveraner Kriminologen Christian Pfeiffer eine wissenschaftliche Studie über «Sexuelle Übergriffe durch katholische Geistliche in Deutschland» durchgeführt und dabei forensische Gutachten analysiert.

Leygraf sagte dazu am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Essen, die Kirche habe in keiner Weise Einfluss auf den Abschlussbericht genommen und keine Zensur ausgeübt. Das gelte auch für eine geplante Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift. Wie bei Drittmittelstudien üblich, seien die Ergebnisse der Studie den Auftraggebern aber vor der Veröffentlichung vorgestellt worden.

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2 Comments

  1. Könnte es sein, dass die „Ergebnisse“ des von der Kirche geheuerten gutachtlichen Forensikers Leygraf eher „den Erwartungen“ der klerikalen Geldgeber entsprach, weswegen er keine Zensur bemerkte?

    Die erwarteten „Ergebnisse“ des Krimonologen Pfeiffer – der ja mit den Fragebögen auf die „Machtstrukturen der Vertuschung“ des päpstlichen Geheimnis zur Pädophilie hätte stossen können- waren der Kirche wohl doch zu brisant ? Datenschutz scheint für Täter vorteilhafter als für die Opfer? 😉

    Warum ergreift Leygraf Partei für seine Geldgeber und mischt sich in eine fremde Studie zur Krimonologie ein, für die er weder zuständig und auch nicht geheuert ist?

    Tausende kirchlicher Missbrauchsopfer stehen eben nicht auf der „Honorarliste“ der steinreichen „Täterorganisation“, sondern müssen -bei uns- um mildtätigen Schadensersatz aus der kirchlichen Portokasse betteln, weil sie der deutsche Staat mit einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft alleine lässt und die Öffentlichkeit mit nutzlosen Unersuchungen unterhalten lässt.

    Ca. 300.000 US $ ist der durchschnittliche Schadensersatz im Einzelfall den amerikanische Gerichte gegen die pädophile kirchliche Täterorganisation in den USA verhängt….solche Beträge erhalten in Deutschland eher Gutachter…..
    😉

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