Sachsen-Bischof entsetzt über Bundestagspräsidenten Lammert

Bild: wikipedia/Th1979

Der Bundestagspräsident behauptete, dass die Kirche stärker an der Aufrechthaltung ihres Geschäftsmodells interessiert zu sein scheine als an der Vermittlung von Glaubensinhalten – Designierter Dresdner Bischof Heiner Koch ist entsetzt

kath.net

Der künftige Bischof von Dresden-Meißen, Heiner Koch (Foto), hat sich im Gespräch mit der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ entsetzt über eine umstritten Anti-Kirchen-Äußerung von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) geäußert. Lammert hatte vor kurzem bei einem Gesprächsabend in Neuss gesagt, eines seiner größten Probleme mit seiner Kirche sei es, dass diese an der Aufrechthaltung ihres Geschäftsmodells stärker interessiert zu sein scheine als an der Vermittlung von Glaubensinhalten.

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Heinz Buschkowskys Religions-Bullshistic – christlich-jüdische Traditionen

Der Neuköllner Bezirksbürgermeister hatte mit seinem Buch „Neukölln ist überall“ einen enormen Erfolg. Foto: pro

„Nicht ‚die Einwanderer‘ sind das Problem, sondern die soziale Schwäche vieler Einwanderer.“ Das erklärte der Bezirksbürgermeister für Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, beim „Kongress christlicher Führungskräfte“. Der Politiker plädierte auch für eine Kindergartenpflicht.

pro Medienmagazin

Buschkowsky führte an, dass es millionenfach gelungene Integration in Deutschland gebe. Allerdings sei die Integrationspolitik in den vergangenen Jahrzehnten konzeptionslos gewesen, anders als beispielsweise in den USA, Kanada und Australien: „Dort fragt man Einwanderer danach, was sie zur Gesellschaft beitragen wollen und ob sie ein Teil der Gemeinschaft werden wollen.“ Dies sei in Deutschland verpönt. Dabei sei das eigentliche Problem nicht die Einwanderung, sonder die soziale Schwäche vieler Einwanderer auch in der zweiten und dritten Generation.

Einwanderer aus anderen Kulturkreisen müssten sich bewusst für die freiheitliche Gesellschaft entscheiden: „Wir leben hier nun mal anders als im Südsudan oder in Somalia. Wir haben christlich-jüdische Traditionen, und ich trete dafür ein, dass das auch so bleibt.“ Neukölln solle nicht nur geografisch, sondern auch in den Köpfen der Menschen mitten in Europa liegen.

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Konfessionslos in der Schule?

Karikatur: Christiane Pfohlmann

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) hat eine bundesweite Kampagne für eine Schule ohne Religionsunterricht angekündigt.

Von Peter Nowak ND

Dazu soll das religionskritische Buch »Konfessionslos in der Schule« des IBKA-Vorsitzende Rainer Ponitka an Bildungspolitiker in den Landesparlamenten verschickt werden. Zudem sind Diskussionsveranstaltungen mit Lehrern und Schülern über den Einfluss der Religion auf die Schule geplant. Dort sollen sich die Schüler auch über Möglichkeiten informieren lassen können, wie sie sich vom Religionsunterricht befreien lassen können.

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Muhammad Mursi: „Wir wollen keinen Gottesstaat!“ – Wers glaubt

„Ausgeglichene Beziehungen“: Mursi in seinem Amtsitz, aufgenommen am 10. Januar ©AFP

„Der Staat, an den wir glauben, ist ein moderner Staat, in dem die Machtübergabe friedlich verläuft, in dem Demokratie und Freiheiten herrschen.“ So erläutert der ägyptische Präsident Muhammad Mursi im Gespräch mit der F.A.Z., dass das Land keinen Gottesstaat wolle.

Markus Bickel und Rainer HermannFrankfurter Allgemeine

Herr Präsident, kommende Woche jährt sich die Revolution gegen das Regime Husni Mubaraks zum zweiten Mal. In den Tagen der Proteste auf dem Tahrir-Platz war Ägypten geeint, heute ist die Gesellschaft gespalten. Was tun Sie, um Ihr Volk wieder zusammenzuführen?

Mein Bestes. Ich freue mich, dass es Meinungsvielfalt gibt, und ich bin froh, dass es eine Opposition gibt. Wir lernen noch, wie man in einem völlig demokratischen Umfeld zusammenarbeitet – mit wirklichen Freiheiten, zu unser aller Wohl, um gemeinsam voranzukommen. Niemand hat das Recht, Gewalt anzuwenden. Zurzeit haben wir kein Parlament, das wird bald anders sein.

Das Verfassungsgericht hatte im Juni 2012 die erste freie Parlamentswahl des Landes für verfassungswidrig erklärt. Jetzt wird im Frühjahr wieder ein Parlament gewählt. Wird das zur Versöhnung beitragen?

Es gibt eine große Chance für alle Parteien und politischen Blöcke, sich an den Wahlen zum neuen Parlament zu beteiligen. Das zu garantieren, ist meine Pflicht. Ich werde den Frieden um jeden Preis bewahren helfen, damit alle Teile der Gesellschaft daran teilhaben können. Ich glaube, die Zukunft wird sehr viel besser sein als die Vergangenheit.

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Sexueller Missbrauch: Wo Opfer Hilfe bekommen

Bild: WAZ
Bild: WAZ

Sie haben Angst, schämen sich, schweigen: Opfer von sexuellem Missbrauch bleiben oft allein mit ihrem Schicksal. Das muss nicht sein. Hier ist eine Übersicht mit Hilfsangeboten für Betroffene.

stern.de

Wo finden Opfer von sexuellem Missbrauch Hilfe? Wie finden sie den richtigen Ansprechpartner in ihrer Nähe? Und gibt es auch Angebote, bei denen die Betroffenen anonym bleiben können? Hier eine Übersicht über Beratungsstellen und Hotlines für Opfer sexueller Gewalt.

Beratungsstellen vorort finden

Informationen, Hilfsangebote und Kontaktadressen für Opfer von sexueller Gewalt sowie für Angehörige und Freunde bietet der Verein Wildwasser an:
www.wildwasser.de

Wildwasser ist bundesweit tätig: Über die Postleitzahlen-Suche auf der Homepage des Vereins finden Opfer schnell Beratungsstellen in ihrer Nähe.

Und eine umfassende Liste mit Beratungsstellen gibt es auch direkt unter:
www.wildwasser.de/adressen/alle.shtml

Eine Anlaufstelle für Betroffene ist auch die unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung:
www.beauftragte-missbrauch.de/

Online-Beratung

Schnelle Hilfe für Missbrauchsopfer gibt es bei der (aus Deutschland) kostenlosen Service-Hotline der katholischen Kirche unter 0800-1201000

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