Die Inquisition ist tot, es lebe die Inquisition!


Bild: katholisches Magazin

Gestern(17.01.2013) saß halb Deutschland vor dem Fernseher, um im ARD ab 22.45 Uhr die Talk-Show Beckmann zu sehen. Dort fand ein Duell zwischen dem bekannten Kriminologen Christian Pfeiffer und dem Jesuiten Pater Hans Langendörfer, dem Sekretär der deutschen Bischofskonferenz statt.

Von Giuseppe NardiKatholisches Magazin für Kirche und Kultur

Die Anklage Pfeiffers war hart. Er hatte sie bereits in den vergangenen Tagen durch alle Medien getragen. Er war vor kurzem vom Auftrag entbunden worden, für die deutschen Bischöfe die Fälle von sexuellem Mißbrauch durch Priester zu untersuchen. Ein Auftrag, der ihm 2010, als der Pädophilieskandal medial auf seinem Höhepunkt war, erteilt worden war und die Bischofskonferenz 500.000 Euro kostete.

Ein Kriminologe sollte sich hüten, Spekulationen in Umlauf zu setzen

Pfeiffer wiederholte im Fernsehen, die Gründe seiner Abberufung nicht zu verstehen, aus der er seinerseits eine Anklage gegen die Kirche machte und vom Ermittler zum Ankläger wurde. Pfeiffer hätte als Kriminologe davor gefeit sein müssen, Spekulationen freien Lauf zu lassen. Statt dessen schürte der offenbar in seiner Eitelkeit gekränkte, von den Bischöfen aber fürstlich bezahlte Fachmann in den vergangenen Tagen Spekulationen, wo er nur konnte. So äußerte er die Befürchtung, seine Abberufung diene dazu, zu einem System der Vertuschung zurückzukehren, das er einfach unterstellte.

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