Esoterik: „Es gibt die Freiheit, Unsinn zu glauben“


Hartmut Zinser leitet ein Projekt zur „Rückkehr der Religionen“ Bild: FU-Berlin

Professor Hartmut Zinser forscht kritisch über Esoterik. Er erklärt, warum Pendel, Orakel und Jenseitskontakte zu Irrtümern führen – und wieso asiatischer Glaube so fasziniert.

Von Holger KreitlingDIE WELT

Hartmut Zinser, Jahrgang 1944, ist pensionierter Professor für Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Er hat sich lange kritisch mit Esoterik und Okkultismus beschäftigt, war Mitglied der Enquete-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ des Deutschen Bundestages. Daneben leitet er ein Forschungsprojekt zur „Rückkehr der Religionen“.

Die Welt: Wird Esoterik immer noch stärker?

Hartmut Zinser: Esoterische und okkulte Vorstellungen sind zu einem Teil unserer Alltagskultur geworden. Dies könnte noch weiter zunehmen mit der Verschärfung der sozialen Fragen, also Arbeitslosigkeit, Orientierungs- und Perspektivlosigkeit.

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5 Gedanken zu “Esoterik: „Es gibt die Freiheit, Unsinn zu glauben“

  1. @nickpol
    Ich bin religiös total ungebildet, sondern nur von der damit verbundenen Idiotie fasziniert, mit der die menschliche Geschichte total verunstaltet wird

    Leute wie Küng, Heinemann, Lüdemann usw. sind für mich Religionswissenschaftler, auch wenn sie keine Wissenschaft betreiben können. Das vatikanische Diktat aus allem und jedem darf nur die einzige Erkenntnis entstehen, der Papst hat immer recht und der Lattenjupp ist wirklich ein Untoter – die verhindert Wissenschaft im Ansatz und hat den oben genannten ihren Job gekostet

    Typen wie Marx, Mixa, Müller und Meisner sind für mich Theologen. Die ignorieren jede Erkenntnisse der Wissenschaft, leugnen die historischen Fakten zu ihrem „heiligen Buch“ als erfundenes Märchen, belügen ihre Schäfchen nach Strich und Faden zum eigenen Nutzen, bedrohen Existenzen durch absurde Gerichtsprozesse und morden wenn erforderlich mal ganz nebenbei einige 100.000 Andersgläubige, weil darin laut dem All-wissenden im Vatikan „die Hand Gottes zu spüren ist“ – so Pius XII zum Mord von 800.000 in Kroatien durch Priester und Mönche als KZ-Schlächer und Mörder

    Sollte ich falsch liegen, bitte klärt mich auf

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    1. @emporda, also Religionswissenschaft ist schon eine Geisteswissenschaft, nicht wenige Religionswissenschaftler sind Atheisten.
      Küng ist Theologe, am konsequentesten ist wohl von den genannten Uta-Ranke Heinemann. Mit ihrer Auffassung von Christentum könnte ich gut leben und hätte keine Probleme damit. Sie ist Theologin, war Professorin für Theologie und wurde auf Grund ihrer blasphemischen Interpretation vom Lehrstuhl gefeuert.

      Mixa, Müller, Marx, Meisner sind Theologen, die sich die Geisterwelt des Neolithikums verinnerlicht haben, weil sie gut davon leben können. Jedwede Kritik an dieser Märchenwelt wird von ihnen als existenzielle Bedrohung wahrgenommen, verständlich, stell dir Marx auf Hartz IV vor, wenn der JC-MA ihm das Stumpenrauchen abgewöhnen will. 😀

      Ich brauche keine Geisterwelt, wer sie erbaulich findet, bitte, solange er nicht meine Kreise stört. Das Recht auf Dummheit ist Menschenrecht. 😉

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  2. Peter

    Hallo,
    interessantes Interview.
    So ist es wenn man, Studiert, viele Bücher darüber gelesen hat, Studenten unterrichtet und der Meinung ist, dass man von der Sache Ahnung hat.
    In Wirklichkeit ist es so wie, wenn man 100 Bücher und Reportagen über Indien gelesen, gesehen hätte, aber nie dort gelebt hätte und würde man behaupten, dass man Indien Experte ist.
    So ist es auch mit der Esoterik. Es ist keine Religion und es wird nie eine Werden. Man muss es erleben und dann könnte man etwas darüber sagen.
    Man muss die Erfahrung selber machen.
    Was mich da ein wenig ärgert ist der lässige Ton, als ob man alles schon wusste. “ Hab schon alles gesehen. Das lässt sich nicht prüfen.“
    Fazit: Ein armer Man. Es tut mir echt leid für Dich.
    Du bist jetzt auf der Rente, geniesse lieber Dein Leben, weil dazu sind wir auch da auf Erden.
    LG
    Peter

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  3. Studiert hat der Mann als Theologe 8 Jahre Zombielogie mit Negierung historischer Fakten und moderner Wissenschaft. Exorzisten jagen phantasierte Dämonen, längst tote Könige regieren über nicht existente Städte, Propheten beten in nie gebauten Tempeln, phantasierte Grossreiche regieren Teile der Welt, Blinde können wieder sehen, Lahme wieder gehen, Extremitäten wachsen nach, Essen entsteht aus Nichts, Auserwählte wandeln über Wasser, Tote werden auferweckt und geistern Jahrtausende umher, gläubige Kannibalen fressen eucharistisch ihre Untoten, Wissen ist nur Eitelkeit, Gottes absolut perfekter Schöpfung sind die Genitalien zu verstümmeln usw.

    Religiotie (religiöse Idiotie) als Schaden durch Gehirnwäsche im Kindesalter verursacht ist krasse Körperverletzung. Gläubige Opfer erleiden reduzierte Leistungsfähigkeit bei extremer Realitätsverweigerung. Anders als Intelligenzminderung durch pathologische Gehirnschäden wie Alzheimer bedingt die Religiotie reduzierte Intelligenzquotienten. Wie beim autistischen Syndrom der „Inselbegabung“ gibt es eine „Inselverarmung“ durch pathologische Gehirnschäden wie bei dementen Alten und Patienten mit Alzheimer Gen-Schaden. Religiotie definiert sich als „partielle Schädigung des Gehirns“, ein Begriff des Psychologen Franz Buggle.

    Was unser Gesellschaft noch fehlt ist ein Ministerium der Esoterik mit Abteilungsleitern für Astrologie, Voodoo, Fruchtbarkeitszauber, Geistheilung, Gesundbeten und vor allem eine zentrale Verwaltung der Gummizellen

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