BKK-IHV: Religiöser Fundamentalismus von Pro-Life finanziert


bkk_ihvDie Betriebskrankenkasse für Industrie, Handel und Versicherungen bestreitet die bewusste Finanzierung von Spitzeln gegen die Verschreibung der „Pille danach“

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Nachdem eine mit K.O.-Tropfen betäubte Frau von zwei katholischen Kliniken in Köln unter Hinweis auf religiös begründete Verbote abgewiesen wurde, kam ans Licht, dass 2011 eine „Detektivin“ in zehn kirchlichen Krankenhäusern der Karnevalshochburg zum Schein die Pille danach verlangt hatte. Weil sie in vier Kliniken an eine (organisatorisch nicht zum Krankenhaus gehörige) Notfallpraxis verwiesen worden war, wandte sich ein fundamentalistischer Katholik mit dieser Information an das Erzbistum Köln, das darauf hin über den Diözesan-Caritasverband sicherstellen wollte, dass sich die Ärzte in katholischen Kliniken „gemäß der Lehre der Kirche zu verhalten“.

Am Mittwoch berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, solche „Detektive“ seien über die Gruppe „ProLife“ von der Betriebskrankenkasse für Industrie, Handel und Versicherungen (BKK-IHV) bezahlt worden.

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