Selbstmord: Nicht-Gläubige bringen sich eher um, mehr Protestanten als Katholiken


Bild: katholische Magazin

Selbstmord wird in moralischer und religiöser Hinsicht negativ bewertet. Darüber hinaus ist er jedoch einer der aussagekräftigsten und objektiv-statistisch leicht feststellbarer Gradmesser für das Wohlbefinden.

Von Roberto ReggiKatholisches Magazin für Kirche und Kultur

Bereits seit der klassischen Studie von Émile Durkheim (1897), die als erste wissenschaftliche soziologische Studie überhaupt gilt, ist bekannt, daß unter gläubigen Menschen im Vergleich zu nicht gläubigen die Selbstmordrate geringer ist. Im Detail gibt es zudem weniger Selbstmorde bei Katholiken als bei Protestanten. Die Interpretation für dieses Phänomen, die der Vater der Soziologie gab, gründet auf dem Konzept der Anomie. Der Rückgang oder Verlust von religiösen Normen und Werten (a-nomos, ohne Gesetz) führt zu Störungen der sozialen Ordnung und zum Verlust von gesellschaftlicher Integration. Folgen der Anomie sind bei Menschen das Gefühl des Verlassenseins, wachsende Unzufriedenheit und Ängste, die bis zum Selbstmord führen können.

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3 Comments

  1. @Rolo
    Kern christlicher Dogmen ist die Erbsünde auf Konzilen 418 n.C. und 431 n.C. als fataler Fehler an Gottes perfekter Schöpfung verabschiedet. Schuldkomplexe sind zerstörend für Menschen, die nach religiöser Gehirnwäsche jeden Unsinn für göttlich wahr halten. Die Moralschwelle wird so immer weiter zurück verlegt und schafft immer neue Schuldgefühle.

    Gott als schizophrener Wahn mildert psychische Schwächen durch geistige Einfalt der Idioten. Der Arzt E. Schaetzing nennt dies Symptom »ekklesiogene Neurose«, die Patienten haben Schuldgefühlen mit immer neuen Wahnvorstellungen. Durch externe elektrische Stimulierung von Gehirnregionen ist jeder religiöse Wahn künstlich auszulösen, ohne Gott und seine all-gütigen Kinderficker.

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  2. Da ich als Atheist (eigentlich Antitheist) weder an Himmel noch Hölle, oder anderweitiges Weiterleben nach dem physischen Tod glaube, habe ich auch keine Angst vor dem Tod. Das heißt aber nicht, dass ich sterben möchte. Es kann aber schon sein, dass dadurch die Angstschwelle vor dem Tod sinkt. Auf jeden Fall lebt es sich aber ruhiger in diesem Leben, wenn man die durch das Pfaffengesindel indoktrinierten Ängste zu Lebzeiten überwunden hat. 😛

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  3. Nicht-Gläubige sind im Allgemeinen ja auch keine Angsthasen oder gar Feiglinge. Das Fundament der Religionen ist zweifellos „Angst“. Wenn sich ein Nichtgläubiger umbringt tut er das wahrscheinlich, weil er einem, nicht zu ertragenden Leidensweg ein Ende setzen will. Gläubige hingegen leiden und quälen sich lieber zu Tode, um ihr liebendes und gütiges, überirdisches Gehirngespinst nicht zu verärgern. Es könnte sie ja schließlich, Dank seiner Allmacht und bezugnehmend auf seine schöpferische Verantwortung , in das ewige Höllenfeuer verdammen. 😉

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