Frankreich: „Jesus hatte auch zwei Papas“

Statement für die Homo-Ehe: Demonstranten in Lyon. Bild: reuters

Mehrere tausend Franzosen gingen in Lyon und Montpellier auf die Straße, um die geplante Einführung der Homo-Ehe zu unterstützen. Am Sonntag ist eine Großkundgebung in Paris geplant.

taz

Drei Tage vor der Parlamentsdebatte über die geplante Einführung der Homo-Ehe haben in Frankreich mehrere tausend Menschen für das Vorhaben demonstriert. Im südostfranzösischen Lyon beteiligten sich am Samstag nach amtlichen Angaben 11.000 Menschen an einer Kundgebung, die Organisatoren sprachen von 20.000 Teilnehmern.

Die Demonstranten trugen Transparente mit Parolen wie „Jesus hatte auch zwei Papas“ oder „Wir haben zwei Väter und wir sind nicht orientierungslos“.

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Größte Kundgebung für das Lebensrecht in der US-Geschichte – Halbe Million bei Marsch für das Leben

Bild: katholisches Magazin

Am 23. Januar fand in den USA die bisher größte Kundgebung für den Schutz des Lebens statt, wie selbst die linksgerichtete Huffington Post berichtete.

Von Giuseppe NardiKatholisches Magazin für Kirche und Kultur

Mehr als eine halbe Million Menschen demonstrierten in der US-Bundeshauptstadt Washington für das Lebensrecht. Zum 40. Jahrestag des Urteils Roe gegen Wade durch den Obersten Gerichtshof der USA, mit dem die faktisch Abtreibung legalisiert wurde, versammelten sich mehr Menschen in der US-Bundeshauptstadt, um für den Schutz der ungeborenen Kinder und das Recht auf Leben zu demonstrieren, als je zuvor. In einem großen Demonstrationszug, der zum Sitz des Obersten Gerichtshof führte, forderten die Teilnehmer ein Ende der Abtreibung.

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Bundesweiter Arbeitskreis Säkulare Grüne

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Screenshot brightsblog

„Als säkulare Grüne streben wir eine Gesellschaft an, in der Menschen verschiedener Glaubensrichtungen, Weltanschuungen sowie Nichtreligiöse gleichberechtigt zusammenleben.

Bundesweiter Arbeitskreis Säkulare Grüne

Niemand soll aufgrund seiner Weltanschauung oder der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion bevorzugt oder diskriminiert werden.

Privilegien von Kirchen und Religionsgemeinschaften sollen daher abgeschafft werden.

Orientierungspunkt ist die freie Entfaltung der Persönlichkeit in sozialer und ökologischer Verantwortung, also individuelle Selbstbestimmung.“

Grundstatement.doc

Grundstatement.pdf

Don’t kidding me: Vatikan warnt vor aggressiven religiösen Internetseiten

Erzbischof Claudio Maria Celli, Bild: wikipedia/Christoph Wagener

Erzbischof Claudio Maria Celli, Präsident des Päpstlichen Medienrates: «Wir empfehlen katholischen Seiten einen respektvollen Dialog mit den anderen. Manchmal haben wir zu aggressive Seiten»

kath.net

Der Vatikan hat katholische Internetseiten davor gewarnt, den Glauben aggressiv zu vertreten. «Wir empfehlen katholischen Seiten einen respektvollen Dialog mit den anderen. Manchmal haben wir zu aggressive Seiten», sagte der Präsident des Päpstlichen Medienrates, Erzbischof Claudio Maria Celli, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zur Präsentation der päpstlichen Medienbotschaft. «Wenn wir keine Haltung des Respekts bewahren, läuft alles falsch», betonte er.

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Eine Truhe voller Moos von Darwins deutschem Freund

Hermann Müller-Lippstadt (1829-1883) löste mit seinem Einsatz für Charles Darwins Lehren politische Kontroversen aus, die bis in den preußischen Landtag reichten. Die Kirche wollte verhindern, dass er seinen Schülern am Gymnasium die Evolutionstheorie vermittelte.

Urenkel des Naturforschers Müller-Lippstadt übergab dessen verschollen geglaubte Sammlung an das Naturkundemuseum in Münster.

SCHLESWIGER NACHRICHTEN

Dr. Bernd Tenbergen, 53-jähriger Botaniker aus dem Naturkundemuseum in Münster, saß gestern an einem Esstisch im Schleswiger Amselweg und strahlte übers ganze Gesicht wie ein Dreijähriger, der vor dem Weihnachtsmann steht.

Das Geschenk, das er gerade bekommen hatte, bestand aus tausenden getrockneten Moosfetzen. Es ist das Herbarium des Naturforschers Hermann Müller-Lippstadt (1829-1883), der in regem Kontakt mit Charles Darwin stand und zu den ersten gehörte, die die Evolutionstheorie in Deutschland verbreiteten. Müller-Lippstadts legendäre Moossammlung galt in der Fachwelt seit vielen Jahrzehnten als verschollen. Man nahm an, sie sei im Zweiten Weltkrieg im Berliner Bombenhagel verbrannt.

In Wahrheit lag die Sammlung in einer alten Holztruhe im Wohnzimmer von Müller-Lippstadts Urenkel Reinhart Müller. Er hatte den Schatz vor rund 15 Jahren von seinem inzwischen verstorbenen Vater übernommen. Der Vater war es auch, der die Moose – und außerdem eine Insektensammlung – im Krieg aus Berlin rettete und mitnahm, als er wenig später nach Bad Godesberg bei Bonn zog. Dass die Sammlung in Schleswig landete, lag daran, dass Reinhart Müller 1976 wegen seiner dänischen Frau Lone in den Norden zog.

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„Religionen sind ja keine Anleitung zum guten Leben“

foto: standard/cremer Konrad Paul Liessmann fordert verpflichtenden Ethikunterricht für alle und nicht nur als „Restfach“ für Religionsabmelder.

Philosoph Konrad Paul Liessmann über das gute Leben und den rechten Glauben, weltliche Gesetze und göttliche Offenbarung

Interview | Lisa NimmervollderStandard.at

STANDARD: Österreich schleppt das Thema Ethikunterricht seit 1997 als Schulversuch mit, und noch immer gibt es keine politische Entscheidung, ob und wenn ja, in welcher Form Ethikunterricht eingeführt werden soll. Was sagt uns dieses Gezerre über dieses Land und sein Verhältnis zur Religion?

Konrad Paul Liessmann: Wir können den Ethikunterricht offensichtlich nur im Zusammenhang mit Religion und Religionsunterricht diskutieren. Ursprünglich wollte man etwas für die Schüler tun, die sich von Religion abmelden und in dieser Zeit keinen Unterricht haben, eine schulorganisationstechnische Maßnahme. Da kam die Idee des Ethikunterrichts, der sich in anderen Ländern aus ganz anderen Überlegungen durchgesetzt hat. Mittlerweile wird so diskutiert, als gälte: Entweder haben Menschen eine Religion, dann sind sie moralisch gefestigt, oder sie haben keine, dann brauchen sie Ethikunterricht. Das sehe ich anders.

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