Freie Anthroposophen und rechtspopulistischer Geschichtsrevisionismus


Freie Anthroposophen, Screenshot brightsblog
Freie Anthroposophen, Screenshot brightsblog

Die Freie Anthroposophische Vereinigung Pforzheim hat für das kommende Wochenende im Rahmen einer Veranstaltung den umstrittenen Historiker Stefan Scheil eingeladen.

Auf der Webseite der Freien Anthroposophischen Vereinigung lesen wir

Die Freie Anthroposophische Vereinigung wurde am 24. April 1988 gegründet. Die Gründungsmitglieder waren von der Anschauung durchdrungen, dass die gegenwärtige Zivilisation die Pflege und Fortentwicklung der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners dringender denn je benötigt. Sie fühlen sich mitverantwortlich für die Gestaltung der Zeitereignisse. Die Freie Anthroposophische Vereinigung erforscht die spirituellen Hintergründe gegenwärtiger menscheitsfeindlicher Zivilisationszüge. Sie stellt sich die Aufgabe, die kulturerneuernden Kräfte der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners zur Wirksamkeit zu bringen, ausgehend von der Tatsache, dass sie die wissenschaftliche Grundlage für eine Erweiterung der Erkenntnis auf allen Lebensgebieten bildet…

Ganz dem Werke Rudolf Steiners verpflichtet, akzeptiert man im Stillen auch seinen Rassismus. Mit dem Historiker Stefan Scheil formt man sich den kruden Geschichtsrevisionismus.

Rudolf Steiner(Über das Wesen des Christentums (GA 349), S. 52)

“Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”

Das passt zur Apologetik der Kriegspolitik Adolf Hitlers, welche durch den Historiker Scheil vertreten wird. In Pforzheim will Scheil „nur“ über den transatlantischen Elitenwechsel zwischen USA und Deutschland sprechen, aber die Kriegsschuldfrage Deutschlands, Hitler habe den Krieg gegen die Sowjetunion präventiv führen müssen, da es sonst angegriffen worde wäre, dürfte bei den Eliten eine Rolle spielen. Scheil nahm wiederholt an Veranstaltungen teil, die auch von Rechtsextremisten ausgerichtet werden. Er war neben Gerd Schultze-Rhonhof und Walter Post Hauptreferent auf der Tagung Wollte Hitler den Krieg? vom 6. Mai 2006, die die Herausgeber der geschichtsrevisionistischen Zeitschriften „Deutsche Geschichte – Europa und die Welt“ (Druffel & Vowinckel-Verlag) und „Deutschland in Geschichte und Gegenwart“ (Grabert Verlag) organisiert hatten. Spätestens seit 2002 schreibt er häufig Beiträge für die Wochenzeitung „Junge Freiheit“,auch die Zeitschrift „Sezession“ des Instituts für Staatspolitik führt ihn seit 2009 als regelmäßigen Mitarbeiter. Beide Blätter werden der „Neuen Rechten“ zugeordnet.

Da braucht man sich dann über den elitären Gedanken des Steinerschen Rassismus keine Gedanken mehr zu machen, dass passt.

Rudolf Steiner(Über das Wesen des Christentums (GA 349), S. 53)

“Die Negerrasse gehört nicht zu Europa, und es ist natürlich ein Unfug, dass sie jetzt in Europa eine so große Rolle spielt.”

Solch brutalen Thesen, gepaart mit Geschichtsrevisionismus kann man getrost als das benennen was es ist, Faschismus.

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