Hernn Meisners Erkenntnisse über Kontrazeption, Interzeption, Kontragestion und Abortation

Joachim Kardinal Meisner bei Einzug zur Vigil anlässlich des fünften Jubiläums des Weltjugendtags 2005 in Köln Bild: wikipedia/PolskiNiemiec

Es ist gut, daß sich Kardinal Meisner bei dem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer entschuldigt hat. Es ist auch gut, daß er sich über den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zum Thema postkoitale Kontrafertilisation informiert hat. Sein übriges Vorgehen in der Causa „Pille danach“ erscheint jedoch allenfalls gut gemeint.

von Johannes BuchmannKatholische Magazin für Kirche und Kultur

Besteht seiner Meinung nach denn eine wirkliche Hilfe für ein vergewaltigte Frau in den Hinweisen

„wenn Sie ein Präparat , dessen Wirkprinzip die Verhinderung einer Zeugung ist, mit der Absicht einsetzen, die Befruchtung zu verhindern, dann ist dies aus meiner Sicht vertretbar. Wenn Sie jedoch ein Präparat, dessen Wirkprinzip die Nidationshemmung ist, mit der Absicht einsetzen, die Einnistung der bereits befruchteten Eizelle zu verhindern, ist das nach wie vor nicht vertretbar, weil damit der befruchteten Eizelle, der der Schutz der Menschenwürde zukommt, die Lebensgrundlage aktiv entzogen wird. Dass das Abgehen befruchteter Eizellen auch ganz natürlicherweise ohne menschliches Zutun geschieht, berechtigt einen Menschen nicht dazu, diesen natürlichen Vorgang aktiv zu imitieren. Denn die Beendigung eines Menschenlebens durch die Natur nennt man ein Naturereignis. Dessen absichtliche Imitation nennt man Tötung.“

Ergibt sich für die betroffenen Ärzte wirkliche Handlungssicherheit durch seine Aufforderung

„sich rückhaltlos der Not vergewaltigter Frauen anzunehmen und sich dabei unter Berücksichtigung des neusten Stands der medizinischen Wissenschaft in ihrem ärztlichen Handeln an den oben genannten Prinzipien auszurichten. Darüber hinaus ist nichts dagegen einzuwenden, dass sie in diesem Fall auch über Methoden, die nach katholischer Auffassung nicht vertretbar sind, und über deren Zugänglichkeit aufklären, wenn sie dabei, ohne irgendwelchen Druck auszuüben, auf angemessene Weise auch die katholische Position mit Argumenten erläutern. In jedem Fall muss in katholischen Einrichtungen die Hilfe für vergewaltigte Frauen aber natürlich weit über die Erörterung solcher Fragen hinaus gehen.“

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Bestattung: Totgeborgene Kinder(Sternenkinder), unter 500 Gr, können normal bestattet werden

Bild: schmetterlingskinder.de

Eltern können totgeborene Kinder unter 500 Gramm künftig mit eigenem Namen im Personenstandsregister eintragen lassen – In Zukunft kann bei der Personenstandsregistereintragung das Geschlecht bei intersexuellen Kindern offen gelassen werden.

kath.net

Eltern können totgeborene Kinder unter 500 Gramm künftig mit eigenem Namen im Personenstandsregister eintragen lassen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedete der Bundestag am Donnerstagabend. So können die sogenannten Sternenkinder auch normal bestattet werden.

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Priester der Piusbruderschaft „a divinis“ suspendiert

Bild: Katholisches Magazin

Charles Morerod, Bischof von Lausanne-Genf-Freiburg untersagt per Dekret den Priestern der Priesterbruderschaft St. Pius X. die Nutzung katholischer Kirchen und Kapellen in seiner Diözese. Dies berichtet der Vatikanist Andrea Tornielli.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Das Dekret ist von besonderer Bedeutung, da Bischof Morerod nicht irgendein Oberhirte einer Diözese ist. Der Theologe aus dem Dominikanerorden war vor Bischofsernennung bereits Rektor des Angelicum in Rom und Sekretär der Internationalen Theologischen Kommission. Vor allem aber gehörte er der dreiköpfigen Delegation des Heiligen Stuhls an, die mit der Piusbruderschaft von 2009 bis 2011 die Gespräche zu Fragen der Glaubenslehre führte. Nach Abschluß der Gespräche wurde Msgr. Morerod 2011 von Papst Benedikt XVI. zum Bischof der Westschweizer Diözese ernannt. Als solcher untersagte er nun den Priestern der Bruderschaft, in den Kirchen und Kapellen seines Bistums die Heilige Messe zu zelebrieren. Den Schritt begründet er damit, daß die Priester der Piusbruderschaft „a divinis“ suspendiert sind.

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„Pille danach“: Erzbistum Berlin will Kölner Linie nicht folgen

Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Berlin (2011) Bild: wikipedia/Botulph

Im Erzbistum Berlin wird es auch in Zukunft in den katholischen Krankenhäusern keine „Pille danach“ geben.

Deutschlandradio Kultur

Dies teilte ein Sprecher dem Magazin „Focus“ mit. Der Hamburger Weihbischof Jaschke erklärte dagegen, man werde den neuen Vorgaben aus Köln folgen. Dort hatte Kardinal Meisner die Abgabe der sogenannten „Pille danach“ an Vergewaltigungsopfer als vertretbar bezeichnet, falls das Präparat die Befruchtung einer Eizelle verhindert. Allerdings dürften keine Medikamente eingesetzt werden, die das Einnisten bereits befruchteter Eizellen verhinderten.

Papst-Attentäter bringt Vatikan in Rage

Papst Johannes Paul II. bei seinem berühmten Besuch bei seinem Attentäter Ali Agca 1983 im Gefängnis. (Bild: Keystone)

Der türkische Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca hat den iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini als Drahtzieher des Anschlags von 1981 genannt. Diese habe er auch dem damaligen Papst Johannes Paul II. mitgeteilt, schreibt Ali Agca in einem Buch.

Tagblatt-Schweiz

Der Vatikan bezeichnete die Aussagen des Attentäters als „Lügen“. Ali Agca hatte am 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz auf Johannes Paul II. geschossen und diesen schwer verletzt.

Er sei in Teheran „indoktriniert“ worden, nachdem er aus einem türkischen Gefängnis ausgebrochen war, wo er wegen Mordes an einem Journalisten inhaftiert war, berichtet Ali Agca nun in seinem Buch „Mi avevano promesso il paradiso“ (Man versprach mir das Paradies), das in Italien erschienen ist.

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