Volkshochschulen: Neues Halbjahr, alter Schwachfug

Bild: vhs-frankfurt-oder.de

Zweimal im Jahr erscheint bundesweit und in hoher Auflage ein für Skeptiker zunehmend deprimierender Lesestoff:

das lokale VHS-Programmheft.

Laut dem Deutschen Volkshochschul-Verband sind Volkshochschulen kommunale Weiterbildungszentren, die „zur lokalen Daseinsvorsorge“ beitragen.

Kennzeichnend für die Volkshochschulen sei ihre „prinzipielle Offenheit für alle“.

Und leider auch für alles.

Von Holger von Rybinski – gwup|die skeptiker

Laut dem Deutschen Volkshochschul-Verband sind Volkshochschulen kommunale Weiterbildungszentren, die „zur lokalen Daseinsvorsorge“ beitragen.

Kennzeichnend für die Volkshochschulen sei ihre „prinzipielle Offenheit für alle“.

Und leider auch für alles.

Zwar hätten sich „die VHS in den letzten Jahren mehrheitlich Zertifizierungsprozessen für ihre Qualitätsentwicklung und -sicherung (sowohl im pädagogischen als auch im Servicebereich) unterzogen und damit auf die veränderte Marktsituation in der Weiterbildung reagiert”, heißt es weiter.

Zugleich aber müssten die VHS “wettbewerbsfähig agieren”, was für jede einzelne Einrichtung bedeute ….

… die Notwendigkeit wirtschaftlichen Erfolgs mit ihrem bildungspolitischen Auftrag auszubalancieren.”

Und das ist genau das Problem.

Abseits der Wissenschaft angesiedelte Erkenntnisbereiche, die weitgehend auf illusionärem Denken beruhen, boomen”,

schrieb gestern der Standard.

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Bibelworte in Blei geritzt – gegen das Böse

Mittelalterliche Beschwörungstäfelchen im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) (Foto: dpa)

Auf Täfelchen geritzte Beschwörungen und Bibelworte waren im Mittelalter als Schutz vor Krankheiten und Dämonen im Umlauf. Archäologen in Halle haben jetzt Texte im großen Umfang entziffert.

Süddeutsche.de

Geheime Beschwörungen und Bibelworte, in Bleitäfelchen geritzt, sollten im Mittelalter vor Dämonen und Krankheiten schützen. Blei galt als magisch heilendes Metall. „Die Stücke wurde als Amulette um den Hals getragen“, sagt Archäologe Arnold Muhl. Zusammen mit seinem Kollegen Mirko Gutjahr hat der Wissenschaftler in monatelanger Kleinarbeit die Texte von acht Beschwörungstäfelchen im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle entziffert. „Es ist die erste große Arbeit zu diesem Thema“, sagt Muhl. Unter dem Titel „Magische Inschriften in Blei“ wird die Studie in den kommenden Wochen veröffentlicht.

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Kirche zieht in Kampf gegen „Rundfunksteuer“

Bild: stern.de

Der Rundfunkbeitrag treibt nun auch die katholische Kirche auf die Barrikaden: Sie nennt die Reform „gesetzeswidrig“ und schimpft über gestiegene Kosten. Doch die Sender beeindruckt das nicht.

Von Benedikt FuestDIE WELT

Nach der Stadt Köln mischt sich nun auch die katholische Kirche am Rhein in den Streit über den neuen Rundfunkbeitrag ein: Das größte deutsche Erzbistum unter Joachim Kardinal Meisner wirft den öffentlich-rechtlichen Geldeintreibern gesetzeswidriges Verhalten vor.

„Es ist zu beklagen, dass sich der Beitragsservice nicht an den eindeutigen Wortlaut des Paragrafen sechs Absatz eins des Rundfunkgebührenstaatsvertrages hält“, antwortet die bischöfliche Verwaltung auf eine Anfrage der „Welt am Sonntag“. „Den Versuch, für jeden Kindergarten, jedes Pfarrhaus, jede Bücherei und jeden Jugendraum, ob mit oder ohne Beschäftigte, eine eigene Gebühr zu generieren, weisen wir als gesetzeswidrig zurück.“

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Simone Thomalla zerlegt Kirche und Zölibat

Simone Thomalla hält nicht viel von der Kirche. Foto: ZDF/Heike Ulrich

Als Tatort-Kommissarin teilt sie regelmäßig aus. Jetzt wird TV-Liebling Simone Thomalla (47) auch in ihrer zweiten Serien-Rolle als ZDF-Dorfhelferin („Frühlingskinder“, Sonntag, 20.15 Uhr) zur Furie – und legt sich mit der Kirche an.

Von Bernd PetersBerliner Kurier

Und das machte ihr offenbar richtig Spaß… Denn wenn’s um die Gretchen-Frage geht, kennt die gebürtige Leipzigerin, die in der DDR atheistisch aufwuchs, absolut kein Pardon.

Im Interview rechnet sie schonungslos mit der Kirche ab: „Ich glaube nicht an Gott und stehe der Kirche sehr skeptisch gegenüber! Im Namen des Glaubens wurden und werden bis heute viele Kriege geführt, und Menschen müssen sterben.“

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Dodo-Müller und die Wagenburg der Selbstverdummung

Gerhard L. Müller links im Bild
Gerhard L. Müller links im Bild

Es ist höchste Zeit für ein neues Gebot Gottes, denn fast jede religiöse Gemeinschaft sieht sich in irgendeiner Opferrolle und missachtet dabei völlig die wahren Opfer und Verfolgten.

Von Matthias KamannDIE WELT

Vielleicht sollte Gott wieder einmal auf den Berg Sinai hinunterfahren und ein elftes Gebot nachliefern: „Du sollst dich nicht zurechnen einer verfolgten Minderheit, wenn du nicht verfolgt wirst.“ Bedarf jedenfalls gäbe es für eine solche Anweisung.

Denn derzeit neigen Radikalisierer jedweder Couleur dazu, sich mit ihren steilen Thesen wichtig zu machen, indem sie behaupten, man dürfe heute überhaupt gar nichts mehr sagen und werde sofort unterdrückt.

Auch Erzbischof Gerhard Ludwig Müller gehört zu jener Spezies, und bei ihm dürfte ein göttliches Gebot gegen die Opferrollenanmaßung einiges bewirken – wenn schon die Faktenlage bei dem Präfekten der römischen Glaubenskongregation nichts auszurichten vermag.

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