R.Dawkins verliert Debatte gegen R.Williams


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Der Atheist Richard Dawkins (Oxford) hat eine Debatte über die Rolle der Religion im 21. Jahrhundert gegen den früheren anglikanischen Primas Rowan Williams (Cambridge) verloren.

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Nach dem Meinungsaustausch, der am 31. Januar an der Universität von Cambridge stattfand, konnten die Zuhörer abstimmen. Williams erhielt 324 und Dawkins 136 Stimmen. Der 62-jährige Williams war bis Ende 2012 als „Erzbischof von Canterbury“ geistliches Oberhaupt der Anglikaner und der „Kirche von England“. Seit Anfang des Jahres hat er wieder eine akademische Tätigkeit aufgenommen. Im intellektuellen Schlagabtausch mit Dawkins argumentierte er unter anderem, dass Religion schon immer zum Aufbau der menschlichen Gemeinschaft und von Beziehungen der Nächstenliebe beigetragen habe. Die Vorstellung, dass religiöse Praxis einzig und allein Privatsache sei, gehe „gegen den Strich der Religionsgeschichte“, so Williams. So habe das Konzept der Menschenrechte eindeutig religiöse Wurzeln.

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1 Comment

  1. „Der Artikel ist mäßig recherchiert: die Debatte fand mitnichten an der Universität statt sondern bei der Cambridge Union Society, weiterhin waren neben den genannten noch 3 weitere Sprecher (1 pro „This House Believes Religion Has No Place in the 21st Century“, 2 contra) anwesend und letztlich wird mehrfach am Anfang der Debatte betont, dass es ausschließlich um institutionalisierte Religion geht. Vor allem der 1. Fakt ist enorm wichtig. Die Cambridge Union Society ist ein Debattierclub, wie er zur englischen Universitätskultur gehört. Ein hier wichtiges Detail dieser Debattierkultur ist, dass die Abstimmung ausdrücklich nicht über den Wahrheitsgehalt der These geht, sondern um die rhetorischen Fähigkeiten der Sprecher. Fast schon lustig ist, dass die eine verlorene Debatte hier erwähnt wird.“

    Zitiert aus der Kommentierung auf idea.de

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