St. Vinzenz-Hospital: Dodo des Monats Januar 2013


Dodo des Monat Januar 2013
Dodo des Monat Januar 2013
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Portal,St.Vinzenz

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gehört zu den Grundrechten eines Menschen im Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik. Soweit so gut. Dieses Grundrecht wird individuell durch Gewaltstraftaten gegen Leib und Leben eines Menschen verletzt.

Vergewaltigungen sind Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Opfer dieser Straftaten brauchen die Hilfe und Unterstützung der Gesellschaft, uneingeschränkt. Um so schlimmer, wenn Teile der Gesellschaft hier versagen. Versagen weil moralische und arbeitsrechtliche Bestimmungen dem grundgesetzlichen Schutz der Menschenwürde zuwider laufen. Eine Reihe von Männern, die alle einmal das schnellste Spermium im Ejakulat ihres Vaters gewesen sind, maßen sich an über Leben und Tod bestimmen zu können. Auf der Grundlage einer äußerst fragwürdigen, irrationalen Glaubenspraxis.

Das Opfer einer Vergewaltigung ist schwer traumatisiert, Gefahr für Leib und Leben hat es erfahren müssen und bedarf der Hilfe. Die bekommt es natürlich, Voraussetzung, wie die jüngsten Ereignisse zeigen, es erfolgt keine Behandlung in einem katholischen Krankenhaus. Dort ist die obskure Moralvorstellung vorhanden, dass mit der Befruchtung einer Eizelle, Leben entstanden ist. Eine befruchtete Eizelle, ist erst einmal nichts anderes als eine befruchtete Eizelle. Katholische Sicht, mit der Verschmelzung von Eizelle und Spermium beginnt das Leben. Bis zur Einnistung in die Schleimhaut der Gebärmutter ist es noch ein langer Weg und die Möglichkeit der Nichteinnistung ist ebenso gegeben.

Katholische Unmoral zwingt nun das Vergewaltigungsopfer das mögliche „Kind“ des Gewalttäters in Liebe anzuerkennen, zu einem Zeitpunkt, in dem das Opfer noch immer schwer traumatisiert ist. Einfach unmenschlich. Zeigt es doch, wie weltfremd und bar jeder Realität die Apostel des Herrn sind. Unbeantwortet auch die Frage, wieso der Gott der Liebe überhaupt Vergewaltigungen zulässt? Die Autoerotiker und Haushälterinnen-Bumser lässt das kalt.

Unsäglich die Debatte, Männer bestimmen, was Frauen dürfen. Schwarzkittel, Purpurträger maßen sich an in das grundgesetzlich gesicherte sexuelle Selbstbestimmungsrecht der Frauen einzugreifen. Es ist Sache der Frauen zu entscheiden, ob eine Schwangerschaft stattfindet oder nicht. Es ist ihr Körper, ihre Gesundheit und manchmal auch ihr ganzes Leben. Keiner dieser katholischen Theologen und Moral-Prätorianer kommt auf den Gedanken einfach die Schnauze zu halten. Da reden sie über Follikel-Sprung, Nidation als wären sie die lebendgebärenden Molche im katholischen Sünden-Pfuhl. Die religiösen Trottel kommen noch nicht einmal auf den Gedanken, dass auf der einen Seite, ihre Forderung nach Ehe, Familie, Kinder, auf der anderen Seite der Hass eines Opfers dem Täter entgegensteht. Die vergewaltigte Frau soll unter Umständen das Kind in Liebe annehmen. Solcher Blödsinn macht mich wütend. Aber genau diese doppelbödige Moral kommt ja auch im Missbrauchsskandal der katholischen Weltkirche zum tragen. Die Opfer sind die Dummen, sie haben mit Liebe zu reagieren, statt ihre Peiniger in den Knast zu bringen.

Mit dem Arsch an die Wand, der katholische Egoismus des medizinischen Personals. Ich verliere meinen Job, Unmoral ist die Moral derjenigen, die sich amüsieren. Devot nimmt man die Bestimmungen und Regeln des Gottesbetriebs an, der andere Mensch, der hilfsbedürftige ist zweitrangig. Das ist katholisches Menschenbild. Ungern habe ich mich in der Vergangenheit in Häuser begeben mit dem Wort „Sankt“ im Namen, jetzt werde ich einen Bogen machen, einen großen. Kein Katholen-Arzt wird Hand an mich legen. Als Atheist kann ich nicht wissen, ob er es ehrlich meint.

Es ist Sache unserer Gesellschaft dafür zu sorgen, dass die Menschen in den Krankenhäusern weltanschaulich neutral behandelt werden können, notfalls hat die Politik dafür zu sorgen. Wer sich weigert, Opfer von Gewalttaten umfänglich medizinisch zu behandeln, weil seine Moralvorstellungen entgegenstehen, verliert das Recht für jedwede medizinische Behandlung.

Herzlichen Glückwunsch an das St.Vinzenz-Krankenhaus zum Dodo. Sie sollten nur noch tiefgläubige Katholiken aufnehmen, und alle anderen auf die umfangreichen Nebenwirkungen ihrer Religiotie am Portal hinweisen. Aufrechter Gang sieht anders aus. Die Ereignisse in ihrem Hause zeigen eine Charakterlosigkeit, die so bei Medizinern nicht zu erwarten war.

3 Comments

  1. > Im Prinzip ist die Sache (dass Vergewaltigungsopfer nicht in kath. Krankenhäusern behandelt werden dürfen) ja klar. Die katholische Kirche braucht für ihre Priester Opfer für den weiteren Kindesmissbrauch. Verweigert man den Vergewaltigungsopfern die Pille danach, entsteht eine sehr stark belastete Mutter-Kind-Beziehung die es den Pfaffen später einfacher macht diese Kinder zu missbrauchen. Der Verdacht liegt überhaupt nahe, dass die gesamte Stellung der Katholiban zum Thema Abtreibung vor allem dadurch bestimmt wird, dass sie ja viele, möglichst unglückliche Kinder brauchen, um die Lust ihrer Priester befriedigen zu können (…).

    http://duckhome.de/tb/archives/10513-Katholiban-und-Vergewaltigung.html

    *********************************
    > und die Opfer von sexueller Gewalt werden von der Katholischen Kirche gar verhöhnt:
    http://www.fr-online.de/meinung/gastbeitrag-missbrauchsopfer-werden-verhoehnt,1472602,10918224,view,printVersion.html

    > wobei nicht vergessen werden darf, dass wir diese Straftäter finanzieren – und dann auch noch richtig üppig:
    http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/violettbuch-kirchenfinanzen-wie-die-kirche-sich-von-den-heiden-finanzieren-laesst-1613336.html
    >> http://www.staatsleistungen.de/wp-content/uploads/2011/04/Katholische_Kirche_nach_-Bundesl%C3%A4ndern__1949-2010_.pdf
    >> http://www.spiegel.de/politik/deutschland/neue-berechnungen-staat-stuetzt-kirchen-mit-milliarden-a-727683-druck.html

    Kurzum:
    > Die Abschaffung aller Subventionen für die Katholische Kirche in Deutschland muss oberste Agenda sein.
    > Für den Fall, das nach einem Zudrehen des „staat“lichen Geldsegens (- der ja von uns Steuerzahler_innen finanz.wird) trotzdem noch Mitglieder in dieser verbrecherischen Sekte verbleiben wollen (deren Anzahl [wenn wir keine „Wirtstiere“ mehr sind] dann freilich recht gering sein wird), so ist – schon der (wehrlosen) Kinder wegen – ein Verbot der Katholischen Kirche zwingend erforderlich.

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