Richtigstellung zum Post: „Vatikan-Millionen unterstützten alliierte Rüstung“


Historical Journal, Cambridge, Screenshot: brightsblog
Historical Journal, Cambridge, Screenshot: brightsblog

Am 01. Februar 2013 hatten wir hier den Artikel „Vatikan-Millionen unterstützen alliierte Rüstung“ von Sven Felix Kellerhoff, erschienen „DIE WELT“ und offensichtlich bei der Berliner Morgenpost.

Grundlage für die Berichterstattung beider Zeitungen war eine Veröffentlichung der Historikerin Patricia M. McGoldrick in THE HISTORICAL JOURNAL, vom Dezember 2012.

Patricia M. McGoldrick hatte sich am gestrigen Tage an den Blog gewendet um wenigstens hier eine Richtigstellung der Fakten zu erreichen. Ihre Briefe an beide Zeitungen blieben unbeantwortet und wurden auch nicht veröffentlicht. Da die Kommentarfunktionen ebenso nicht mehr funktionsfähig waren, war eine Kommentierung und Richtigstellung nicht mehr möglich.

DIE WELT

[…] Schon im Mai 1940 ließ Nogara die Goldreserven des Vatikan im Nennwert von 500 Millionen US-Dollar über den Atlantik bringen[…]

Die, von der Historikerin, korrigierte Fassung leist sich dann so: Der Vatikan überwies nicht $ 300 Millionen Dollar in Gold an die Vereinigten Staaten, diese Summe überwies die Britische Regierung. Der Vatikan überwies $ 7.665.000 Dollar in Gold an die Vereinigten Staaten.

DIE WELT

[…]Tatsächlich investierte Nogara auch in die deutsche Wirtschaft, insgesamt 197 Millionen Reichsmark. Man muss jedoch in Rechnung stellen, dass man mit Reichsmark außerhalb des deutschen Machtbereichs wenig bis nichts anfangen konnte – mit US-Dollar dagegen sehr viel.

Korrigierte Fassung: Der Vatikan investierte auch nicht 197.000.000 Reichsmark ins Dritte Reich. Er investierte das Äquivalent dieser Summe in den Vereinigten Staaten.
In den im Britischen Nationalarchiv entdeckten Dokumenten findet sich kein Hinweis, dass irgendwelche Investitionen im Dritten Reich gemacht worden sind.

Der Artikel von Frau McGoldrick kann hier im Abstrakt eingesehen werden.

Was da nun falsch lief ist von hier nicht einsehbar, auf alle Fälle scheinen einige Netzwerkverbindungen im Hause Springer genullt zu sein.