Die Säkularisierung des Papstamtes


Woelki glaubt, dass sich nach dem Rücktritt von Benedikt XVI. die Kirche verändert hat. – Foto: dpa

Der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki glaubt, dass Papst „Benedikts Rücktritt die Kirche verändert hat“. Nun müsse verhindert werden, dass das Amt zu einer Art Chefposten wie in der Wirtschaft wird. Einen jüngeren Papst-Nachfolger fordert Woelki trotzdem nicht.

Von Andrea Dernbach und Claudia KellerDER TAGESSPIEGEL

Die Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. hat eine Debatte über die Zukunft des Papstamtes angestoßen. Der Rücktritt „hat die Kirche verändert“, sagte der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki am Dienstag, er habe „die Macht des Amtes entzaubert.“ Um die Gefahr zu bannen, dass das Papstamt nun zu einem Amt wie das eines Aufsichtsratsvorsitzenden eines Konzerns wird, werde sich der Nachfolger der geistigen Dimension des Amtes noch bewusster werden und diese auch mehr in den Vordergrund stellen müssen. Grundsätzlich begrüßt Woelki diese Art der Entzauberung, da „kein Papst, kein Bischof, kein Pfarrer Macht ausüben darf“.

weiterlesen

3 Comments

  1. Den Schwarzkitteln wäre es natürlich angenehmer gewesen, wenn der Alte ins Gras gebissen hätte. Die Intriganten in Rom hätten lieber mit einem dementen hilflosen Papa weiter gemacht, den man sich auf den Mittelfinger steckt und auf dem Balkon der Bevölkerung zeigt. http://www.sospetto.de/Puppenspieler.jpg
    Diese Gesindel muss jetzt damit rechnen, dass ein jüngerer Allwissender ihnen auf die Finger schaut.
    Natürlich nimmt es der Funktion des Schöpflerstellvertreters die Magie des Glorienscheins. Das wird schon das eine oder andere Mütterchen vor den Kopf stoßen. Ab 28.2. ist er wieder ein ganz normaler Furzer.

    Gefällt mir

  2. Komisch, wenn der gute Bischof die medizinische Versorgung vergewaltigter Frauen an bestimmten Kliniken verbietet, dann ist das keine ausgeübte Macht – obwohl die Kosten der Kliniken zu über 90% direkt vom Steuerzahler getragen werden

    In jedem Fall ist es ein Bankrott-Erklärung des frommen Gesülze von Nächstenliebe

    Gefällt mir

  3. …da „kein Papst, kein Bischof, kein Pfarrer Macht ausüben darf“… und überhaupt, Einer so überflüssig ist, wie der Andere.
    Mein lieber Herr Gesangsverein, mit dieser Einstellung wird der Daydreamer Woelki aber kaum Chancen haben mal Papst zu werden. 🙂

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.