Lust und Islam: Die Sexualnot der Massen


Symbolbild / Bild: (c) EPA Abedin Taherkenareh

„Sex und die Zitadelle“: In den Schlafzimmern des Arabischen Frühlings sieht es nicht gut aus, meint die Immunologin und Journalistin Shereen El Feki. Das behindere die politische Freiheit.

von anne-catherine simonDie Presse

Als Flaubert 1849 nach Ägypten reiste, interessierte ihn vor allem eines: der Sex. „Man steht zu seiner Sodomie, und bei Tisch im Hotel spricht man darüber“, notiert er überrascht. Sodomie – gemeint war damals Homosexualität – sei ein Kavaliersdelikt, für das man geneckt werde. Ganz anders in seiner Heimat. Die hatte zwei Jahrzehnte früher der ägyptische Imam Rifa‘a Rafi‘ al-Tahtawi bereist. Er war begeistert von der französichen Nulltoleranz für Homosexualität: „Die Franzosen halten sie für eine der widerwärtigsten Obszönitäten.“

Prüde Muslime, unbefangene „Westler“ – das ist eine junge Vorstellung. Bis weit ins 19. Jahrhundert galt der Orient dem Westen als Hort der Sinnenfreude und Freizügigkeit, man erfreute man sich an Haremsbildern europäischer Künstler und lechzte nach  unzensurierten Ausgaben von „1001 Nacht“.

weiterlesen

1 Comment

  1. Wieso, Sex ist im Islam doch kein Problem – obwohl die überwiegende Mehrhetít der Männer schwul mit Händchen haltenden „Freunden“ in der Öffentlichkeit spazieren geht. Nicht umsonst sind alle islamischen Staaten Diktaturen, die von Despoten und Schwerstkriminellen zum Vorteil ihrer Familie ausgebeutet werden. Deren private Vermögen sind vielfach höher als das BIP des Staates. Eine soziale Verantwortung im Islam ist nicht existent, nur die Mitläufer, geständigen Täter und Schwuchteln profitieren vom Verbrechen, der Rest vegetiert dahin.

    Ayatollah Khomeini erklärt im grünen Buch die islamischen Praktiken im Geschlechtsverkehr mit Babys, Kindern, Schafen, Ziegen und Kamelen, das sind Wunschträume geiler impotenter Böcke. Im Iran gelten Eheverträge für wenige Stunden als konform mit dem Koran. Der Freier im Bordell geht mit der Nutte eine Ehe für 1 Stunde ein, bei religiös erlaubter Vielehe sind auch Sexorgien wie im Harem kein Problem. Mit Allahs Wohlwollen wird fremdhuren zum ehelichen Geschlechtsverkehr. Scheich Maulana Abu Sayeed, Präsident des Islamic Sharia Council UK, lehnt die Bestrafung von Ehemännern ab, die ihre Frauen vergewaltigen. Sex ist ein Teil der Ehe, Frauen die solche Vergewaltigungen anzeigen sind Lügnerinnen. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Arabischen Emirate hat entschieden, ein Mann darf die Ehefrauen und Kinder schlagen, wenn keine sichtbaren Spuren bleiben.

    Der iranische Imam Hojatoleslam Kazem Sedighi beschuldigt Frauen, die sich nicht nach Bekleidungsvorschriften des Islam verhüllen, durch zur Schau gestellte Busen junge Männer abzulenken und sexuell zu verführen. Außerdem treten dadurch Erdbeben auf und alles wird unter Trümmern begraben. Für die Erkenntnis hat der Imam sich selbst zum Seismologen ernannt. Der traurige Witz löst weltweit den „Bobquake“ Tag aus.

    Der Iran vollstreckt im Jahr über 300 Todesurteile selbst für geringfügige Vergehen. Selbstkritik bedeutet Schwäche, Respekt und Toleranz gegen Ungläubige ist ehrloses Verhalten, wer vor Zeugen Zweifel am Islam zugibt oder abfällig redet, der ist ein Todeskandidat. Alles im Leben ist Allahs unabänderlicher Wille, den nur der Imam ergründen kann, schuld sind immer externe Provokationen.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.