Löcher im Schutzschild der Erde

NASA — US government agency/public domain

Das Erdmagnetfeld hält den Sonnenwind von uns fern, doch es beginnt zu schwächeln. Neue Daten zeigen: Es könnte innerhalb kurzer Zeit verschwinden. Die Folgen wären dramatisch.

Von Max Rauner ZEIT ONLINE

Die Reise an den Rand der Ungewissheit dauerte eine Nacht und einen Tag und endete auf einer matschigen Wiese. Monika Korte war von Berlin über Amsterdam nach São Paulo geflogen, von dort nach Cuiaba und weiter in den Nationalpark Pantanal im Zentrum Brasiliens. Nachdem die Cessna gelandet war, stand die Geophysikerin aus Potsdam am Rande eines Sumpfgebiets, in Sichtweite ein Krokodil, Tausende Kilometer unter ihr ein rätselhafter Defekt im Geodynamo. Das Krokodil begnügte sich mit einigen Äpfeln, die ihnen die Nationalpark-Ranger zuwarfen. Die Sache mit dem Erdmagnetfeld ist komplizierter. Und gefährlicher.

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Dodo-Meisner und der Vertrauensverlust

meisner_400qMeisner bei DBK-Messfeier: „Es liegt in der politischen Großwetterlage unserer Gesellschaft, dass unser Versagen als katholische Kirche dramatisiert und multipliziert wird, als ob es nichts anderes mehr bei uns gäbe.“

kath.net

Der große Vertrauensverlust, der über uns hereingebrochen ist, kommt aus unserem eigenen Versagen als Kirche: die sexuellen Missbräuche und die Abweisung einer vergewaltigten Frau in zwei unserer katholischen Krankenhäuser.“ Das erläuterte Joachim Kardinal Meisner, der Erzbischof von Köln, in seiner Predigt im Rahmen der hl. Messe bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Trier am heutigen Donnerstagmorgen. Dies schmerze besonders, „wenn das Unheil vom Innern der Kirche nach außen geht“. Es liege „ in der politischen Großwetterlage unserer Gesellschaft, dass unser Versagen als katholische Kirche dramatisiert und multipliziert wird, als ob es nichts anderes mehr bei uns gäbe.“

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Verwaltungspanne: Mississippi schafft Sklaverei erst jetzt ab

Bild: hna.de

Im US-Bundesstaat Mississippi ist wegen einer Verwaltungspanne erst in diesem Monat die Sklaverei offiziell abgeschafft worden. Jahrelang haben die Behörden den Fauxpas nicht bemerkt – erst ein Professor hat sie darauf gebracht.

FOCUS ONLINE

Es sei schlicht vergessen worden, das Ergebnis einer Abstimmung zum formalen Ende der Sklaverei an höhere US-Behörden weiterzuleiten, berichtet das Magazin „Time“. Die fehlende Akte sei am 7. Februar offiziell nachgereicht worden – 148 Jahre nachdem der Besitz von Sklaven im Rest des Landes für illegal erklärt wurde.

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SPD-BT-Fraktionsdebatte: Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz!

Screenshot brightsblog
Screenshot brightsblog

Thema und Beschreibung des Vorschlags

Die religiöse Diskriminierung in der Arbeitswelt muss ein Ende haben! In allen Sozialeinrichtungen, die aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, müssen die Grundrechte, insbesondere Religions-­ und Weltanschauungsfreiheit, gewährleistet sein.

SPD-Bundestagsfraktion – Fraktionsdebatten

Das Betriebsverfassungsgesetz muss auch für kirchliche Sozialeinrichtungen gelten. Es ist nicht einzusehen, weshalb für kirchliche Einrichtungen andere Bestimmungen gelten sollten als für die AWO. Der „besondere Tendenzschutz“ für Religionsgemeinschaften (BetrVG § 118, Abs. 2) muss aufgehoben werden.

Angestellte kirchlicher Institutionen sollen die gleichen Rechte wie andere Arbeitnehmer haben, also einen Betriebsrat bilden und streiken dürfen.

Religionsgesellschaften als Arbeitgeber im sozialen oder medizinischen Bereich dürfen nicht in die private Lebensführung ihrer Angestellten eingreifen.

Das heißt 1,3 Millionen Arbeitsplätze verschlossen für Juden, Muslime, Atheisten, Agnostiker, Buddhisten, Homosexuelle, Geschiedene und Wiederverheiratete.

Sozialeinrichtungen sind keine kirchlichen Einrichtungen!

Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten oder Beratungs­einrichtungen müssen auf die Bedürfnisse der Patienten, Betagten, Kinder und Ratsuchenden ausgerichtet sein. Aus deren Interessen ergeben sich die qualitativen Standards, an denen die Arbeit ausgerichtet sein und nach denen das Personal ausgesucht werden muss. Die Religionszugehörig­keit darf keine Rolle dabei spielen, ob ein qualifizierter, engagierter Mensch eine Arbeitsstelle erhält oder nicht.

Ärzte „verkündigen“ nicht,sie behandeln Patienten!

Ärztinnen, Altenpfleger, Kindergärtnerinnen oder Schuldner­coaches haben keinen Verkündigungsauftrag. Sie heilen Kranke, pflegen Alte, erziehen Kinder oder beraten ver­ schuldete Menschen – wer der evangelischen oder katho­lischen Kirche nicht angehört, ist dadurch für diese Tätigkeiten ebenso wenig disqualifiziert wie Menschen, die ein zweites Mal heiraten oder in einer homosexuellen Partnerschaft leben.

Antidiskriminierungsbestimmungen müssen konsequent umgesetzt werden!

Die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland und Europa sind eindeutig: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevor­zugt werden“ (Artikel 3 des Deutschen Grundgesetzes). „Diskriminierungen insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, (…) der Religion oder der Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung sind verboten“ (Artikel 21 der Charta der Grundrechte der europäischen Union).

Ägypten: Salafistischer Prediger rechtfertigt Vergewaltigung

Tahrirplatz. Foto: Frank Schulenburg und Julian H. (Bearbeitung). Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Während man in deutschen Medien über Rainer Brüderles Busenblicke spricht, haben Frauen in Ägypten andere Probleme: Dort kommt es bei Demonstrationen zunehmend zu sexuellen Übergriffen – sogar dann, wenn sich die Protestveranstaltungen explizit gegen dieses Phänomen richten. Der BBC zufolge wurden an einem einzigen Tag im Januar alleine auf dem Tahrirplatz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo 22 schwere Vorfälle gemeldet. In einem Fall soll eine Frau sogar mit einem Messer oder einer Rasierklinge an der Vagina verletzt worden sein.

Von Peter Mühlbauer – TELEPOLIS

Die manchmal mit Mobiltelefonen gefilmten Angriffe laufen im Regelfall wie folgt ab: Ein paar Dutzend Männer kreisen eine Frau ein, drängen sie ab und missbrauchen sie. Die Opfer sind danach häufig traumatisiert und wagen sich nicht mehr an die Öffentlichkeit. Die Frauenrechtlerin Nevine Ebeid hält diesen Effekt für beabsichtigt. Ihrer Vermutung nach duldet die regierende Moslembruderschaft solche Übergriffen zumindest. Deren stellvertretender Vorsitzender Essam El Erian weist diesen Vorwurf weit von sich und meint, dass seine Partei schon aus religiösen Gründen jede Form sexueller Übergriffigkeit strikt ablehne.

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Deutsche Bischofskonferenz verärgert über gloria.tv

Screenshot brightsblog
Screenshot brightsblog

Bei ihrer Frühjahrsvollversammlung in Trier hat sich die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) vom Internetportal gloria.tv distanziert und will dort keine eigenen Beiträge mehr platzieren.

kathweb

Anlass ist eine Abbildung auf einer englischsprachigen Seite des Portals, die im Zusammenhang mit der Debatte um die „Pille danach“ Bischöfe mit Hakenkreuzen zeigte. DBK-Sprecher Matthias Kopp sagte am Mittwoch in Trier, dem Portal sei offenbar „die Seriosität abhanden gekommen“, wie die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA berichtet.

Weiter sagte Kopp, die DBK werde jetzt dafür sorgen, dass Inhalte von der kirchlichen Internetseite www.kirche.tv nicht mehr von gloria.tv verwendet würden. Bislang war die von kirche.tv produzierte Rubrik „Tagessegen“, in der ein katholischer Geistlicher täglich neue Segensworte spricht, auch bei gloria.tv zu sehen. Der „Tagessegen“ wird von der in Frankfurt ansässigen DBK-Arbeitsstelle „Katholische Fernseharbeit“ produziert und kostenlos zur freien Verwendung im Internet angeboten.

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