Ägypten: Salafistischer Prediger rechtfertigt Vergewaltigung


Tahrirplatz. Foto: Frank Schulenburg und Julian H. (Bearbeitung). Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Während man in deutschen Medien über Rainer Brüderles Busenblicke spricht, haben Frauen in Ägypten andere Probleme: Dort kommt es bei Demonstrationen zunehmend zu sexuellen Übergriffen – sogar dann, wenn sich die Protestveranstaltungen explizit gegen dieses Phänomen richten. Der BBC zufolge wurden an einem einzigen Tag im Januar alleine auf dem Tahrirplatz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo 22 schwere Vorfälle gemeldet. In einem Fall soll eine Frau sogar mit einem Messer oder einer Rasierklinge an der Vagina verletzt worden sein.

Von Peter Mühlbauer – TELEPOLIS

Die manchmal mit Mobiltelefonen gefilmten Angriffe laufen im Regelfall wie folgt ab: Ein paar Dutzend Männer kreisen eine Frau ein, drängen sie ab und missbrauchen sie. Die Opfer sind danach häufig traumatisiert und wagen sich nicht mehr an die Öffentlichkeit. Die Frauenrechtlerin Nevine Ebeid hält diesen Effekt für beabsichtigt. Ihrer Vermutung nach duldet die regierende Moslembruderschaft solche Übergriffen zumindest. Deren stellvertretender Vorsitzender Essam El Erian weist diesen Vorwurf weit von sich und meint, dass seine Partei schon aus religiösen Gründen jede Form sexueller Übergriffigkeit strikt ablehne.

weiterlesen

1 Comment

  1. „Andere Probleme“? Das ist haargenau dasselbe Problem (Mann findet, Frau ohne Begleitung ihres Besitzers oder dessen Vertreter ist Freiwild), nur das Ausmass ist verschieden.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.