„Amazon-Skandal“: Evangelikal-neoliberale Sichtweise


Ein ARD-Bericht sorgt seit einer Woche für Proteste gegen den Internet-Versandhandel Amazon. Mit viel Effekten und spannender Musik wird ein Problem aufgebauscht, findet unser Kommentator. Investigativer Journalismus sieht anders aus. Foto: HR/Peter Onneken

Was uns zwei Reporter des „Hessischen Rundfunks“ am Mittwoch voriger Woche da als „Amazon-Skandal“ aufgetischt haben, ist schlechter Journalismus, für den sich selbst die unterste Schublade des Privatfernsehens wahrscheinlich zu schade wäre.

pro Medienmagazin

Der Bericht „Ausgeliefert“ der Autoren Diana Löbl und Peter Onneken, der am 13. Februar in der ARD ausgestrahlt wurde, sorgt für großen Wirbel. Im Fernsehen sahen den Film am 13. Februar rund 2 Millionen Menschen, wie die ARD stolz mitteilte. Im Internet mauserte er sich zum absoluten Hit: Laut ARD wurde die Doku in der ARD-Mediathek bereits über 1,5 Millionen Mal abgerufen – ein absoluter Rekord. Der Internet-Versandhandel Amazon ist der Übeltäter in dem halbstündigen Film. Und die beiden Jung-Journalisten ziehen alle Register des großen Kinos. Spannende Musik begleitet verwackelte Aufnahmen, die digital nachträglich so bearbeitet wurden, dass alles sehr düster wirkt – wie in einem Horrorfilm.

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1 Comment

  1. Reblogged this on Blog-Inkarnation und kommentierte:
    Ja, ich weiß jetzt auch nicht mehr, wem und was ich glauben soll! Jetzt gibt es doch nur zwei Möglichkeiten:
    1. ich klinke mich aus der ganzen Sache aus und mache weiter wie bisher
    2. ich fahre selbst mal dorthin und seh‘ mir den Laden mal an
    … vielleicht lese ich ja mal wieder etwas drüber – das spart dann Spritkosten oder die Kosten für die Bahn

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