Joaquin Phoenix über Religion und Fantasie


Joaquín Phoenix beim Toronto Film Festival 2005 bild: Tony Shek/flickr

Mit der Toleranz anderen Religionen gegenüber tun sich die Menschen seit jeher bekanntlich schwer. Der US-Schauspielstar Joaquin Phoenix sieht das alles eher unverkrampft, wie er jetzt in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ deutlich machte.

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Anstoß zu dem Thema gab seine Hauptrolle in „The Master“, in dem er den Gefährten eines Sektengründers spielt, der von immer größeren Zweifeln geplagt wird.

Einer so persönlichen Angelegenheit wie dem Glauben, meint der 38-Jährige, sollte man mit der nötigen Distanz begegnen: „Ich versuche, mich aus diesen Dingen rauszuhalten“. Das gilt nicht nur für die Zurückhaltung andersgläubigen Menschen gegenüber, sondern auch bezüglich der eigenen Religion: Der Spross einer jüdischen Familie weiß zwar von seinen Wurzeln, aber an mehr als an das Feiern bestimmter Feste mit den Großeltern kann er sich nicht erinnern.

Und so wirft er auch auf andere Glaubensrichtungen einen eher nüchternen Blick: „Ich will niemanden beleidigen. Aber für mich klingen alle diese Systeme im gleichen Maße fantastisch“, bemerkte er und fügte noch hinzu: „Die Scientologen sagen, wir stammen von Aliens oder Vulkanen ab. Damit bin ich genauso einverstanden wie mit der unbefleckten Empfängnis einer Jungfrau“.

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