Katholiken: Weg mit der Untertanen-Mentalität


Das Predigt-Verbot der Bischöfe von Bamberg und Eichstätt war die beste Werbung für den Auftritt von Schüller. (Foto: picture alliance / dpa)

Mit seinen Forderungen, auch Frauen und Verheiratete zum Priesteramt zuzulassen, eckt Kirchenrebell Helmut Schüller bei der katholischen Kirche an. Doch trotz Predigt-Verbot der Bischöfe spricht er in Nürnberg – und hat 700 begeisterte Zuhörer.

Von Katja AuerSüddeutsche.de

Er kommt ungefähr zur fünften Strophe von „Die Sache Jesu braucht Begeisterte“. Da warten manche schon fast zwei Stunden auf Helmut Schüller, er hat sich verspätet. Das Glatteis. Trotzdem ist die moderne Kirche „Menschwerdung Christi“ im Nürnberger Stadtteil Langwasser, deren Architektur auch für eine Turnhalle taugen würde, voll, und im Pfarrsaal nebenan sitzen noch mehr Leute. Um die 700 werden es sein. Die meiste Werbung für die Veranstaltung mit dem österreichischen Pfarrer, der mal Generalvikar von Wien war und heute meist als Kirchenrebell angekündigt wird, haben wohl die Bischöfe von Eichstätt und Bamberg gemacht – sie hatten vor Wochen die Veranstaltung verboten.

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