USA: Militärgeistliche, “Call of Duty,” “Ghost Recon,” zur Schulung


Bild: patheos
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Die US Army hat Video-Spiele, wie „Call of Duty“, „Ghost Recon“, „Band of Brothers“ und viele andere mehr, für die Schulung von Militärseelsorgern authorisiert.

Lassen wir den Aspekt der Kriegsführung, des Kämpfens und Tötens von Feinden beiseite und untersuchen die ethisch-moralischen Implikationen, die sich ergeben, wenn Militärgeistliche in Erscheinung treten. Die Army hat das Unternehmen Engineering and Computer Simulations beauftragt, besagte Spiele besonders unter dem Aspekt des Einsatzes von Militärseelsorgern zu modifizieren.

Inmitten immer der laufenden Entwicklungen von Video-Spielen, die sich der Realität des Kampfes annähern, wird der spiritituellen Fitness eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Das Bemühen der Army, um die besondere spiritiuelle Fitness der Armeeangehörigen begann um das Jahr 2010. Zuvor hatte man sich mit der Problematik der „seelischen“ und physischen Elastizität beschäftigt. Im jüngsten Beutezug um Regierungsgelder stellt man nun die Performance der Militärgeistlichen, unter Kampfbedingungen, in dern Vordergrund. Wie können Geistliche, in Krisengebieten, Konfliktsituationen meistern und sie weitestgehend beeinflussen?

Ungläubige Militärangehörige werden bei diesen virtuellen Spielen völlig ausser acht gelassen. Vordergündig gilt der Aspekt der Religion, christlich.  Die Military Association of Atheists & Freethinkers hatte beim entsprechenden Army Team nachgefragt, ob sie nicht unter säkularen Gesichtspunkten, an der Ausbildung teilhaben könne. Dabei wurde schnell klar, dass es nicht darum geht weltliche Fragestellungen zu zulassen, sondern den religiösen Aspekt zu betonen. Der Chef der Armee Kaplan Schule, Oberst David Colwell bringt das deutlich zum Ausdruck:

„Wenn ich Atheist oder eine einfache säkulare Persönlichkeit wäre, würde ich nicht wollen, dass in der Zeit der Not ein Kaplan mich aufsucht und versucht mich auf seine religiöse Linie einzuschwören. Der Ansatz ist völlig falsch. Damit heben wir die verfassungsmäßigen Rechte der jeweiligen Person auf.“

Colwell selbst lässt die ungläubige Position des Humanismus außen vor, Alternativen werden nicht gesehen und auch nicht angeboten. Wer nicht den traditionellen religiösen Überlieferungen folgt hat Pech, bleibt auf sich allein gestellt. Mit anderen Worten, für atheistisch-agnostische-Weltanschauungen gibt es in der Armee der USA keinen Handlungsbedarf um Soldaten unter den Bedingungen des Kampfes zu betreuen.