Priester und der Zölibat: „Zerrissen zwischen Liebe und Beruf“


Wunibald Müller, 62 Jahre alt, ist ein Mann mitten aus der Kirche. Seit 1991 leitet der Theologe und Psychologe das Recollectio-Haus nahe Würzburg, ein Therapiezentrum für Priester.

Rom hat sich einen neuen Papst gewählt. Wunibald Müller, Leiter eines Therapiezentrums für Priester, wünscht sich von ihm – wie viele Pfarrer auch – endlich das Ende des Zölibats.

Von Dominik Stawski stern.de

In Ihrem Haus suchen Priester Hilfe. Welche Rolle spielt dabei der Zölibat?

Es kommen immer wieder Männer hierher, die in einer Beziehung mit einer Frau leben und sich die Frage stellen: Will ich so weitermachen, das Amt aufgeben oder die Beziehung beenden? Es sind bestimmt fünf bis zehn Priester jedes Jahr.

Was plagt diese Menschen?

Sie sind zerrissen zwischen der Liebe zum Beruf und zu einer Frau. Manchmal ist beides gleich stark vorhanden. Dann ist die Zerrissenheit grenzenlos.

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1 Comment

  1. Gäbe die katholische Kirche das Zölibat auf, gäbe sie die Macht über die Psyche ihrer (diesbezüglich, leider meist arg gestörten) Priester, Mönche, Nonnen und sonstigen lebenslangen Märtyrern, auf. In unserer Zeit hat Jedermann das Recht und die Freiheit, diesem Psychoterror die Rote Karte zu zeigen. Wer das nicht kapiert, muß sich halt seitlebens, unter der abartigen Fuchtel dieser Seelenausbeuter, fügen.

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